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Papst stattet ambulanter Klinik Überraschungsbesuch ab

17. November 2019 in Chronik, 10 Lesermeinungen
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Kurzzeit-Gesundheitsstation auf dem Petersplatz für Obdachlose und Menschen in schwierigen Lagen ist Vatikan-Initiative zum "Welttag der Armen".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Eine temporäre Gesundheitsstation auf dem Petersplatz hat überraschend Besuch von Papst Franziskus bekommen. Am Freitagnachmittag erschien das Kirchenoberhaupt unangekündigt in der Einrichtung, um Patienten zu begrüßen und den dort tätigen Ärzten und Mitarbeitern zu danken. Wie der Vatikan mitteilte, plauderte der Papst mit den Anwesenden, sprach Kranken Mut zu und hielt abschließend ein kurzes Gebet.


Das ambulante Ärztezentrum wurde vergangenen Sonntag eröffnet und ist bis kommenden Sonntag in Betrieb. Obdachlose und Personen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten können sich dort unangemeldet, ohne Versichertenkarte und kostenlos untersuchen und behandeln lassen. Die Praxen sind in Baucontainern untergebracht und decken unterschiedliche medizinische Fachrichtungen ab.

Den Dienst von 8.00 bis 22.00 Uhr übernehmen Fachärzte, Jungmediziner und Sanitätskräfte ehrenamtlich. Es ist das dritte Mal, dass der Vatikan dieses spendenfinanzierte Angebot im Zusammenhang mit dem von Papst Franziskus 2017 ausgerufenen "Welttag der Armen" bereitstellt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 girsberg74 19. November 2019 
 

Von Vordergründigem und Hintergründigem

Die Aktion des Papstes ist ganz nett; gewiss! Sie hätte dagegen Bewunderung verdient gehabt, wenn sie unauffällig, ganz im Stillen, geschehen wäre.

Damit soll lobenden Worten (für diese Aktion) nicht die Anerkennung entzogen werden, doch @Montfort sieht noch anderes und, wie ich meine, Wichtigeres; ich schließe mich ihm großenteils an.

Als eine isolierte Geschichte hätte ich an der Sache nichts auszusetzen, wenn sie nicht einem Muster folgte, das viele Begebnisse in eine Reihe bringt. Der Vatikan, oder was immer man dafür hält, hat kein „Organigramm“. Nicht dass er keines hätte, wo die verschiedenen Verantwortlichkeiten geregelt sind, doch wie und von wem werden diese wahrgenommen?

Bei allem, was irgendwie positiv auffällig sein könnte, sehe ich immer nur einen; ich erlebe eine „one-man-show“. Für mich ist das ein Verlust von Ordnung, wo man niemanden mehr wirklich braucht als den einen - und letztlich nicht einmal mehr diesen einen.


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 Bernhard Joseph 18. November 2019 
 

Werter @Montfort, ich will Ihnen nicht widersprechen

Auch mir sind schon Praktiken seitens der Kirche, was Kündigungen und anderes anbetrifft, zu Ohren gekommen, die kein gutes Bild auf diejenigen Hirten werfen, die sie anwenden. Leider sind diese Praktiken nicht erst in diesem Pontifikat aufgekommen sondern schon lange vorher.

Damit will ich hier keiner Gleichgültigkeit gegenüber den von Ihnen angesprochenen Missständen und Widersprüche zwischen Wort und Tat das Wort reden. Hier müsste endlich laut und deutlich auch gegenüber dem Papst eingefordert werden, dass der Vatikan mit gutem Beispiel vorangehen muss.

Mir ging es um die Perspektive dieser wirklich so oft vergessenen Menschen, denen durch den Besuch des Papstes für einen Augenblick etwas sehr Schönes und nicht Alltägliches zuteil geworden ist.

Wenn man bedenkt wie wenig Ansprache diese Menschen haben, dann hat dieser Besuch für sie sicher eine große Bedeutung, immerhin können sie sagen: ich habe schon mit dem Papst gesprochen und er hat mir ganz persönlich Trost gespendet.


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 Montfort 18. November 2019 

Werter @Stefan Fleischer und @Bernhard Josef, Ihr EintreAten für arme Menschen

in Aufmerksamkeit, Wort und Tat ehrt sie.

Ein römischer Bekannter hat mir immer wieder Hintergrundinfo über den Umgang des Vatikans mit Arbeitnehmern gegeben - klingt nicht gut. Entlassungen kurz vor Erreichen des Pensionsanspruchs sind nur der "Gipfel des Eisbergs".

Insofern kann ich nur raten, die Worte direkt an den Heiligen Vater und seine "Freunde" in verantwortlichen Positionen zu richten:
"Entsprechende Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten, entsprechende Akzeptanz und persönliche Begleitung, günstigen Wohnraum, Anleitung mit der Situation umzugehen und nicht zuletzt Hilfe zu einer auch dann noch tragenden Gottesbeziehung wären Möglichkeiten, in denen gerade wir Christen genauso uns auszeichnen könnten." - auch in der Kirche, auch im Vatikan.


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 Hadrianus Antonius 18. November 2019 
 

Ich war zu schnell...

Jetzt habe ich beim Überfliegen des Titels des Artikels und bei dem medialen Heisa um einen "spontanen Besuchs" doch wirklich gedacht, daß PFranziskus das "Instituto Dermopatica dell'Immacolata" in Rom besucht hatte.
Das liegt ihm doch so am Herzen, daß er eine gewaltig große Geldspende von den katholischen Reichen aus den USA ("Papal Foundation" anforderte um dieses bekannt in Schwierigkeiten sitzende Krankenhaus in Rom zu retten (Das Geld kam überigens mehrere Monatae lang nicht dort an)((es "reifte" bei dem IOR ;-) )
Ob da nun mit der Rückzahlung von Geldern ans Stiftungsvermögen der Päpstlichen Universität von Argentinien in BA oder mit mißlungenen Immobilientransaktionen in London unter Becciu zusammenhängt, ist bis jetzt nicht klar ;-)
Sg @Stefan Fleischer, die Finanzrevision ist immer so etwas wie der "advocatus diaboli" ;-)


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 Bernhard Joseph 18. November 2019 
 

Werter Stefan Fleischer!

Häufig hängt Obdachlosigkeit mit psychischen Erkrankungen zusammen. Menschen, die z.B. unter schweren Depressionen leiden oder schizophren sind, dazu noch Alkohol oder Drogen konsumieren, haben natürlich kein Leistungsvermögen, wie ein gesunder Mensch. Leben diese Menschen dann noch in einem sozialen Umfeld, in dem ohnehin eine gewisse Verwahrlosung vorherrscht, dann fallen diese Menschen einfach aus der gesellschaftlichen Obhut heraus.

Gerade die Alkoholsucht ist hier ein großer Faktor für den Verlust jeglicher sozialer Einbindung. Nur intensive Therapien, die natürlich teuer sind, könnten da helfen und dazu will die Politik nicht die nötigen Geldmittel bereitstellen.

Es ist sehr traurig - und da gebe ich Ihnen völlig recht - dass in unseren reichen Ländern nicht konsequent Wege gefunden werden, wie man diesen Menschen wieder ein normales Leben ermöglichen kann, wozu natürlich auch Arbeiten gehört.


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 Bernhard Joseph 18. November 2019 
 

Werter @Montfort, ob spontan, wie im Artikel geschrieben,

oder nicht, scheint mir erstmal aus der Perspektive der armen Gestalten nachrangig. Sie werden sich gefreut haben. Allein schon, dass der Papst die Begegnung mit diesen schwer gezeichneten sucht, ist aus meiner Sicht ein schöner Zug. Ich kann mich noch gut an einen Obdachlosen in der Nähe des Vatikan erinnern; der Mann war zumindest was die Furchen im Gesicht anbetrafen, um die 50 bis 60 Jahre alt, extrem kleinwüchsig, barfüssig und hatte daher kohlrabenschwarze Füßen und trug trotz sommerlichen Temperaturen einen dicken völlig verschlissenen Mantel. Das was er am Leibe hatte, war sichtlich sein ganzer Besitz.

Es ist völlig klar, dass ein Mensch der auf der Straße lebt, krank ist, sowohl körperlich als auch seelisch. Es ist eine Schande, dass Menschen in einem Land wie Italien oder Deutschland auf der Straße leben müssen. Das darf nicht sein und dies macht der Papst auch deutlich!

Insofern sehe ich das Handeln des Papst diesbezüglich, ob spontan oder nicht, für richtig und gut an.


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 Stefan Fleischer 18. November 2019 

@ Montfort

Wie dem auch sei. Glauben wir weiterhin an das Gute im Menschen, auch in unserem Heiligen Vater und seiner Umgebung.
Was mir heute Morgen noch in den Sinn gekommen ist (bei der Lesung der Laudes Thess 3,10b-13):
«Gib einem Hungernden einen Fisch, und du ernährst in einen Tag. Lehre ihn fischen und du ernährt ihn ein Leben lang.» Sollten wir nicht viel mehr und intensiver auch nach Möglichkeiten suchen, wie wir diese Menschen aus ihrer Not herausführen könnten? Unsere Welt schafft so viel Not dadurch, dass Aussenseiter aller Art keine Chance mehr bekommen sich aus ihrer Abhängigkeit von Hilfe und Fürsorge zu lösen. Entsprechende Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten, entsprechende Akzeptanz und persönliche Begleitung, günstigen Wohnraum, Anleitung mit der Situation umzugehen und nicht zuletzt Hilfe zu einer auch dann noch tragenden Gottesbeziehung wären Möglichkeiten, in denen gerade wir Christen genauso uns auszeichnen könnten.


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 Montfort 17. November 2019 

Spontaner "Überraschungsbesuch"??? Leider nicht...

In Rom geschieht kaum etwas spontan oder überraschend. Solche "Barmherzigkeits-Besuche" sind lange geplant, publikums- bzw. medienwirksam inszeniert und von vielen Vatikanmitarbeitern vorbereitet.

Und gerade der "Welttag der Armen" weist jedes Jahr die gleichen "Ingredienzien" auf: durch "Ghostwriter" monatelang vorher geschriebene "Botschaft des Papstes", von Firmen gesponsertes Armen-Menü, Hl. Messe, Kurzzeit-Gesundheitsstation in Containern und Zelten (immerhin warten die Obdachlosen dort nicht so lange auf Untersuchungen wie die "Normalbürger in den staatlichen Krankenhäusern) - und (soviel den Medien zu entnehmen ist) schaut der Papst dort immer "spontan und überraschend" vorbei.

Die Kardinäle und Monsignori schlemmen dann anschließend etwas "gehobener" weiter, auch die Küche des Gästehauses von Santa Martha hat wohl täglich reichlichst Besseres zu bieten als das "Mittagessen der Armen".

Römisches Theater halt - leider nicht viel mehr.


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 Federico R. 17. November 2019 
 

Ich schließe mich @Bernhard Josephs Kommentar uneingeschränkt an. Vergelt's Gott!


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 Bernhard Joseph 17. November 2019 
 

Sehr schöne Geste des Papstes

Diese schöne Spontaneität des Papstes gegenüber den Ärmsten in der Gesellschaft lässt über manches in diesem Pontifikat hinwegsehen. Dass es Papst Franziskus ein großes Anliegen ist, die Not all derer zu lindern, die von der Gesellschaft vergessen sind, kann wohl niemand bestreiten.

Wer die armen Gestalten da rund um den Petersplatz schon gesehen hat, der erkennt, in welchem Elend diese Menschen leben und kann sich leicht ausmalen wie sehr diese Menschen sich nach ein wenig Beachtung und Zuwendung sehnen.

Wenn diese dann noch vom Papst kommt, ist das doppelt schön für die Menschen.


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