Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. „Gesellschaftliche Zeitbombe“: BKA-Studie warnt vor Radikalisierung junger Muslime in Deutschland

Ein Leben für den Anderen

20. November 2019 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Unser Verhalten und unsere Worte Anderen gegenüber können töten oder heiligen - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Victoria Samp


Linz (kath.net)
Seit einiger Zeit habe ich die große Ehre, eine sehr liebe ältere Frau im Altersheim zu besuchen. Obwohl ich dort als Freiwillige hinkomme, gehe ich mit dem Gefühl heraus, dass nicht ich etwas für sie getan habe, sondern sie viel mehr für mich. So war es auch beim letzten Mal, als sie mir eine sehr bewegende Geschichte erzählt hat, die so wunderbar ist, dass sie in alle Welt gehen sollte:

Eine junge Frau aus ihrer Familie ist im Alter von 21 schwanger geworden. Kurz darauf wurde bei ihr ein Krebsgeschwür diagnostiziert und die Ärzte haben ihr empfohlen, das Kind abzutreiben. Ohne Therapie würde die Frau gemeinsam mit ihrem Kind dem Krebs zum Opfer fallen. Bei einer Therapie würde das Kind, wenn überhaupt, dann als "Monster" zur Welt kommen - so die Voraussage der Ärzte. Die junge Frau wusste, wie sehr ihr Mann sich Kinder wünschte und wollte ihr Kind zur Welt bringen. Von diesem Moment an mieden die Ärzte mit einem großen Bogen ihr Bett, denn wer sich nicht an die Anweisungen und Empfehlungen der Ärzte hielte, dem könne man auch nicht mehr helfen.


Zum Glück im Unglück arbeitete dort aber auch eine junge, schwangere Krankenschwester, die diese Frau vollkommen verstehen konnte. Sie wollte ihr helfen und fand einen Weg, die Frau durch Bestrahlung zu behandeln. Ihr Bauch wurde abgedeckt, um das Kind zu schützen. Nach ein paar Monaten kam ein vollkommen gesundes Kind zur Welt und auch die Krankheit der Mutter entwickelte sich für einige Zeit nicht weiter. Erneut empfing sie ein Kind und auch dieses kam völlig gesund zur Welt.

Vor zwei Jahren, mittlerweile war die Mutter schon 51 und glückliche Mutter zweier Kinder, erfüllte sie sich einen Traum. Lange hatte sie sich gewünscht, nach Medjugorje zu reisen, um dort für ihre beiden Kinder zu danken. An diesem Ziel angekommen, nahm ihre irdische Reise dort ihr Ende.

Auch, wenn die Mutter mit 51 relativ jung aus dem irdischen Leben schied, war diese Geschichte für mich ein wundervolles Zeugnis dafür, wie die Aufopferung für den anderen Menschen real geschehen kann: Bei ihrer Schwangerschaft war die Liebe zu ihrem Mann und zum ungeborenen Leben ihrer Kinder so groß, dass sie das Risiko auf sich nahm, selber aus dem Leben zu scheiden. Ihr Tod in Medjugorje nach erst 30 Jahren seit der Diagnose verstehe ich dabei als Symbol, dass sie, nachdem sie ihre Mission als Ehefrau und Mutter erfüllt hat, von der Muttergottes in Obhut genommen worden ist. Letztlich kann sie als ein Beispiel gesehen werden, wie das "Fiat" der Muttergottes Maria auch heute umgesetzt werden kann und Leben schenken kann.

Jeder von uns erhält von Gott einen einmaligen Auftrag - so wie Maria - und jeder von uns kann in vollkommener Freiheit entscheiden, ob er sich vertrauensvoll dieser Aufgabe stellt. Eines ist dabei sicher - was Gott uns gibt, wird immer gut sein. Auch wenn es uns so schwer und unmachbar scheint. Sein Wort heiligt. Und wenn wir meinen, Ihn nicht zu hören und nicht zu wissen, was Er von uns möchte, dann gibt uns die katholische Kirche zwei wunderbare Mittel in die Hand, um dies zu erfahren - die Heilige Schrift und den Katechismus.

Eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielte auch der Ehemann, der voll Liebe die ganze Zeit an der Seite der Frau war. Auch andere Menschen können uns Wegweiser sein oder Begleiter in guten wie in schlechten Zeiten. Und auch wir sind dies für andere Menschen. Es ist eine Aufgabe, über die wir uns so selten bewusst sind, aber die so wichtig im Leben des anderen Menschen sein kann. Unser Verhalten und unsere Worte Anderen gegenüber können töten oder heiligen. Der Ehemann der oben beschriebenen Frau hat sich nach dem Beispiel des heiligen Joseph selbst vergessen und ganz seiner Ehefrau und Familie geopfert. Heilige gibt es auch in unserer Zeit.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 matthieu 22. November 2019 
 

ein Auftrag

Ja, jeder erhält einen Auftrag (oder immer mal wieder einen neuen, weiteren). Manchmal ist es schwer, den Auftrag anzunehmen.
Danke für diesen Artikel


1
 
 gebsy 20. November 2019 

Mutterliebe

ist ein Abbild der Gottesliebe.


8
 
 doda 20. November 2019 

Vielen Dank für Ihren Beitrag, Victoria Samp.

Eine Lebensgeschichte, die uns Weltchristen inspirieren kann.
Herr, erfülle unsere Herzen mit Glauben, Hoffnung und Liebe!


11
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  2. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  3. Brennt dein Herz noch für Gott?
  4. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  5. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  6. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  7. Gnade in jedem Augenblick
  8. Die Sehnsucht Christi nach dir
  9. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  10. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  6. Vom Elend der Fürbitten
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  12. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  13. Der entschärfte Gott
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz