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"Hohmann sollte lieber die antikirchliche Haltung der AfD kritisieren"

15. November 2019 in Kommentar, 68 Lesermeinungen
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„Es beschämt mich eher, dass fremdenfeindliches und antisemitischen Gedankengut in der CDU beheimatet war, aber es macht mich auch stolz, dass meine CDU den Mut hat, sich von solchen Mitgliedern zu trennen.“ Gastkommentar von Claudia Heber


Erfurt (kath.net) Die von Herrn Hohmann getroffenen Aussagen sind nichtzutreffend. Schon in seinem Lebenslauf wird unterschlagen, dass er bereits im Jahre 2003 aus der CDU/CSU-Fraktion und 2004 aus der CDU ausgeschlossen wurde. Allein diese Tatsache lässt eher vermuten, dass er sicher nicht geeignet ist, die Grundsätze der CDU treffend zu bewerten. Bei aller Kritik gegen die Ehe für alle (ich kommentierte dazu auf kath.net) hat der Heilige Vater sich immer wieder gegen jegliche Diskriminierung von Homosexuellen ausgesprochen. Akzeptanz ist nicht mit Propagieren gleichzusetzen.


Herr Hohmann wäre gut beraten, die antikirchliche Grundhaltung seiner neuen politischen Heimat AfD anzugehen, anstatt einer Partei Ratschläge zu geben, die ihn nicht will.

Auch finde ich es befremdlich, dass sich Herr Hohmann zum Anwalt der katholischen Kirche macht, die ihn u.a. für ein Plakat über Nächstenliebe scharf kritisierte und das vor zwei Jahren den Generalvikar seines Bistum, Prof. Gerhard Stanke, zu folgenden Worten bewegte: „Wer Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder Nationalität nicht als Nächste ansieht, stellt sich in Widerspruch zur Heiligen Schrift. Im Alten Testament wird wiederholt gesagt, dass Gott ein Anwalt der Fremden ist.“ (Quelle: Fuldaer Zeitung, 04.09.2017) Damit dürfte auch die Frage geklärt sein, wer sich vom Kern der christlichen Lehre entfernt hat.

Auch wenn es noch so oft von Seiten der AfD behauptet wird: die AfD ist nicht die CDU von früher! Die CDU war NIE wie die AfD. Auch die Tatsache, dass ehemalige CDU Mitglieder bei der AfD anheuern ändert daran nichts.

Es beschämt mich eher, dass fremdenfeindliches und antisemitischen Gedankengut in der CDU beheimatet war, aber es macht mich auch stolz, dass meine CDU den Mut hat, sich von solchen Mitgliedern, wie im Fall von Herrn Hohmann, zu trennen.

Claudia Heber ist seit 24 Jahren CDU-Mitglied und seither in der Kommunalpolitik und auf verschiedenen Ebenen innerhalb der CDU ehrenamtlich aktiv. Sie ist Vorsitzende des Katholischen Arbeitskreises in der CDU Thüringen. Die 43-Jährige ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Siehe auch: Weitere kath.net-Beiträge von Claudia Heber.

Pressefoto Claudia Heber


Pressefoto © privat


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