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Gewalttätige Proteste: Kirche in Santiago de Chile verwüstet

13. November 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Seit Wochen gibt es in Chile gewalttätige Ausschreitungen. Immer wieder werden Kirchen und Gebetsstätten verschiedener Religionen angegriffen.


Santiago de Chile (kath.net/lifesitenews/jg)
Die Bischöfe von Chile haben die Plünderung und Brandstiftung in einer historischen Kirche in Santiago de Chile verurteilt. Maskierte Randalierer waren am 8. November in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in der Hauptstadt des südamerikanischen Staates eingedrungen, hatten den Tabernakel entweiht, religiöse Statuen zerstört und Graffiti auf die Innenwände geschmiert.

Die ganz in schwarz gekleideten Personen verwendeten Bänke und Statuen aus der Kirche, um Barrikaden gegen die Polizei aufzurichten. Andere Kirchengüter wurden in einem Lagerfeuer der Demonstranten auf einen nahegelegenen Platz verbrannt.


Fotos und Amateurvideos zeigen, dass der Tabernakel aufgebrochen und mit dem Wort „Vergewaltiger“ beschmiert wurde. Die Worte „Verbrennt die Kirche“ waren auf eine Innenwand der Kirche gesprüht. Das Kruzifix wurde aus der Kirche geholt, zerbrochen und zur Schau gestellt.

Die katholische Bischofskonferenz von Chile veröffentlichte ein Kommunique, in welchem sie die Plünderungen und Gewalt verurteilte. Kirchen und andere Andachtsorte sollten von allen respektiert werden. Die Bischöfe erklären sich solidarisch mit allen Gläubigen der Diözese Santiago und mit den Gemeinden und Hirten anderer Kirchen und Andachtsorte verschiedener Religionen, die in mehreren Städten angegriffen worden sind.

Seit dem 18. Oktober gibt es in Santiago de Chile Demonstrationen, zunächst ausgelöst durch eine Erhöhung der Preise für öffentliche Verkehrsmittel. Die Proteste weiteten sich schnell auf andere Städte des Landes aus. Bald kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Regierung reagierte mit Notmaßnahmen, darunter Einschränkungen der Reise- und Versammlungsfreiheit. Die Ausschreitungen haben bis jetzt mindestens zehn Menschenleben gefordert. 4.000 Personen wurden verhaftet, 1.600 verletzt. Bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten erlitten 1.000 Polizisten Verletzungen.


Foto: Symbolbild



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