12 November 2019, 12:00
Ist in der Kirche noch Platz für den Glauben?
 
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Kardinal Müller wurde daran gehindert, in der Bochumer Kirche St. Elisabeth zu reden. Elisabeth Hartmann-Kulle von Maria 2.0: Kardinal Müllers Meinungen seien menschenverachtend. Ein Gastkommentar von P. Engelbert Recktenwald FSSP

Essen (kath.net/Homepage Petrusbruderschaft) In ihrem Brief über den synodalen Weg wünschen sich die zehn Generalvikare „eine Kirche, in der Pluralität und Diversität gewünscht und erlaubt sind“. Ist dieser Wunsch auch an die Reformbewegung Maria 2.0 gerichtet? Denn gemäß Elisabeth Hartmann-Kulle von Maria 2.0 im Bistum Essen darf es für Kardinal Gerhard Müller keine Plattform in der Kirche geben. Sie hat mit Anderen dafür gesorgt, dass er nicht wie ursprünglich geplant in der Bochumer Kirche St. Elisabeth auftreten konnte und in die Lohnhalle in Wattenscheid ausweichen musste. Sie stellte aber öffentlich klar, dass er auch dort nicht willkommen sei. Seine Meinungen seien menschenverachtend.

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Man ist erschüttert, wie hier das Gesprächsklima vergiftet wird. Kardinal Müller steht hinter der Entscheidung des hl. Papstes Johannes Pauls II., dass die Kirche keine Möglichkeit hat, Frauen zu Priestern zu weihen. Ist diese Lehre menschenverachtend, so dass ihr in der Kirche keine Plattform mehr geboten werden darf? Kardinal Müller hat vor einigen Monaten sein Glaubensmanifest vorgelegt. Darin vertritt er keinerlei extreme Positionen. Darf es in der Kirche keinen Platz mehr für den überkommenen Glauben geben?

Die Generalvikare bitten darum, auf den Vorwurf mangelnder Rechtgläubigkeit zu verzichten. Bedeutet das, dass man die Leugnung des Dogmas von der päpstlichen Unfehlbarkeit für rechtgläubig halten muss? Maria 2.0 hält diese Lehre gemäß einem öffentlichen Statement von L. K. (steht wahrscheinlich für Lisa Kötter) für eine „überkommene Ideologie“, an die kaum noch jemand glaubt. Damit lehnt Maria 2.0 auch das Zweite Vatikanische Konzil ab, das in seiner Dogmatischen Konstitution über die Kirche diese Lehre wiederholt hat: !Diese Lehre über Einrichtung, Dauer, Gewalt und Sinn des dem Bischof von Rom zukommenden heiligen Primates sowie über dessen unfehlbares Lehramt legt die Heilige Synode abermals allen Gläubigen fest zu glauben vor.!

Vor einigen Jahren wurde in anderem Zusammenhang aus den Reihen der deutschen Bischofskonferenz laut verkündet, dass das Zweite Vatikanische Konzil nicht verhandelbar sei und es für Menschen, die es ablehnen, keinen Platz in der Kirche gäbe. Gilt das nun nicht mehr?

Foto Kirchenfenster: Symbolbild

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