Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  12. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  13. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  14. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

Franziskus würdigt Benedikt XVI. als "Theologen und Hirten"

11. November 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Lob für seinen Vorgänger bei Verleihung des Ratzinger-Preises an kanadischen Politikwissenschaftler und Philosophen Charles Taylor sowie Theologen Paul Bere (53) aus Burkina Faso


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat die theologischen Bemühungen seines Vorgängers Benedikt XVI. (2005-2013) gewürdigt. "Sein Ziel war es, dass wir trotz sich ändernder Zeiten und Situationen uns einen lebendigen Glauben erhalten", sagte der Papst bei der Verleihung des Ratzinger-Preises am Samstag im Vatikan. Gläubige, so habe es Benedikt XVI. gewollt, sollten Zeugnis für ihren Glauben geben können in einer Sprache, die von Zeitgenossen verstanden wird, sagte Franziskus weiter.

"Der Theologe und Hirte" Joseph Ratzinger habe sich nie in eine abstrakte Kultur bloßer Denkmodelle" eingeschlossen. Vielmehr sei er ein Beispiel gewesen für "eine Wahrheitssuche, in der Vernunft und Glaube, Intelligenz und Spiritualität, ständig verbunden werden".

Mit der neunten Verleihung des Ratzinger-Preises wurden der kanadische Politikwissenschaftler und Philosophen Charles Taylor (87) sowie der Theologen Paul Bere (53) aus Burkina Faso ausgezeichnet. Bei der Feierstunde würdigte Franziskus die Beiträge beider für einen ernsthaften Dialog des Christentums mit unterschiedlichen Kulturen, einmal der säkular-westlichen sowie mit der vornehmlich mündlich-afrikanischen.


So stelle die von Taylor untersuchte Säkularisierung mit all ihren Folgen eine "bedeutende Herausforderung für die katholische Kirche wie für alle Gottgläubigen" dar, sagte Franziskus. Nur wenige hätten das Problem der Säkularisierung mit einer derartiger Weitsicht dargestellt wie der kanadische Philosoph. Dieser lade dazu ein, "neue Weisen zu erspüren und zu suchen, wie die transzendenten Dimensionen der menschlichen Seele gelebt und ausgedrückt werden können".

Paul Bere, erster Ratzinger-Preisträger aus Afrika, stehe für eine moderne afrikanische Theologie, die Inkulturation ernst nimmt, so der Papst. Nachdem das Christentum in den ersten Jahrhunderten durch nordafrikanische Theologen wie Tertullian, Cyprian und Augustinus geprägt worden war, hätten die Ausbreitung des Islam sowie die lange Phase des Kolonialismus eine "echt afrikanische Inkulturation der christlichen Botschaft verhindert", sagte Franziskus.

Der Burkinabe Bere lehrt Bibelwissenschaften in Rom und in der Elfenbeinküste. Er engagiert sich für die Ausbildung einer afrikanischen Theologie, war zudem Berater mehrerer Bischofssynoden. Der Bibelwissenschaftler befasst sich vor allem mit den der mündlichen Kultur afrikanischer Länder.

Der 1931 in Montreal geborene Taylor war Professor für Philosophie an der McGill University in Montreal und arbeitet am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. In seinem Werk untersucht er die Folgen neuzeitlicher Entwicklungen: etwa die Privatisierung des Glaubens, Schwächungen religiöser Praxis sowie die Beliebigkeit religiösen Bekenntnisses. Mit der Analyse solcher Relativierungen treffe sich Taylor mit einem Grundanliegen der Theologie Joseph Ratzingers/Benedikts XVI., so Kardinal Gianfranco Ravasi im September bei der Bekanntgabe der Preisträger.

Im vergangenen Jahr waren die bayerische, in Wien lehrende Theologin Marianne Schlosser und der Schweizer Architekt Mario Botta mit dem Ratzinger-Preis ausgezeichnet worden. Die jeweiligen Preisträger werden dem Papst vom wissenschaftlichen Komitee der Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. vorgeschlagen. Zu diesem gehören die Kardinäle Angelo Amato, Kurt Koch, Ravasi, Luis Ladaria und der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer.

Papst Franziskus und Papst em. Benedikt XVI. im Oktober 2019


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  2. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  3. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  4. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  5. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  6. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  7. Benedikt XVI.: "Das Kommen des Herrn ist einmalig"
  8. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  9. Stardirigent Riccardo Muti erhält Ratzinger-Preis
  10. Was macht die Menschenwürde unantastbar?






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz