Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. „Das Ende von Maria 2.0“
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  11. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  12. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  13. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  14. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Die zehn unbarmherzigen Generalvikare

11. November 2019 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mag am Ende der synodale Weg von DBK und „ZdK“ in der vom Dialogprozess gewohnten Harmonie verlaufen, die Irrtümer sind trotzdem vorhersehbar - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Vor einigen Tagen schrieben zehn Generalvikare deutscher Diözesen einen Brief an den Vorsitzenden der DBK und den Präsidenten des „ZdK“. Inhalt des Briefes war eine Solidaritätsadresse zum synodalen Weg, den diese beiden Gremien miteinander vereinbart haben und im Advent beginnen wollen. Die unterzeichnenden Generalvikare sind allesamt aus Bistümern, deren Bischöfe dem synodalen Weg zugestimmt haben, wie sie im Schreiben betonen.

Eine Solidaritätsadresse von Generalvikaren an den Vorsitzenden der Konferenz der deutschen Bischöfe und den Präsidenten der umstrittenen aber eben von den Bischöfen anerkannten obersten Laienvertretung ist schon etwas sonderbar. Sonderbar ist auch die Situation der Kirche, wenn ein selbsterfundener Gesprächsprozess mit unklarer Rechtsverbindlichkeit und massiven Anerkennungsproblemen bevorsteht. Immerhin grenzt der synodale Weg von DBK und „ZdK“ einen großen Teil der katholischen Laien schlicht aus, Er ist zudem direkt und unmittelbar auf die Interessen der Laienfunktionäre ausgelegt. Man hätte von den Generalvikaren hier eher Protest, mindestens aber konstruktive Kritik erwartet.


Geradezu schockierend wird es, wenn zum Ende des Briefes hin der folgende Satz auftaucht: „Wir bitten darum, auf gegenseitige Unterstellungen oder gar den Vorwurf mangelnder »Rechtgläubigkeit« zu verzichten.“ Warum schockiert dies, ist es denn nicht ein Grundübel unserer Tage, wenn sich Katholiken gegenseitig das „Katholischsein absprechen“? Ginge es allein um soziale Bezüge, dann wäre es in der Tat eine ungehörige Störung, auf die Existenz absoluter Wahrheiten und der Kenntnis selbiger zu beharren. In Stuhlkreisen gibt es keine Wahrheiten. Das weiß jeder Sozialpädagoge. Darum ist offensichtlich nötig, auf dem synodalen Weg von DBK und „ZdK“ auf solche Störungen durch Wahrheitsansprüche zu verzichten.

Ein Voranschreiten in der unbedingt erforderlichen Gemeinsamkeit aller und der anzustrebenden absoluten Harmonie erlaubt solches nicht.
In der Kirche allerdings ist das anders. Die Wertigkeiten sind anders. Mag man feixen, wenn man erfährt, dass der Heilige Bischof Nikolaus den Arius auf dem Konzil von Nicaea geohrfeigt hat. Für sich genommen ist das nicht „gut“. Es wird darum und nur darum „gut“, weil es um das Bewahren der Einheit in der Wahrheit ging. Nikolaus von Myra hat die Wahrheit über die Gemeinsamkeit und über die Harmonie gestellt, weil es um das ewige Heil geht. Das nämlich allein, das ewige Heil der Menschen, ist der Sinn der Kirche. Alles soziale Handeln, alle Ökologie und Ökonomie im kirchlichen Handeln, alle pastoralen Strategien dienen doch nur dem einen Ziel, den Menschen zum Heil zu führen. Der Weg des Heils geht natürlich auch über den Dienst am Geringsten, der ein Dienst am Herrn ist. Einer solcher Dienst ergibt für die Kirche nur Sinn, wenn es aus der ewigen Wahrheit heraus, die uns Gott in seinem Wort Jesus Christus geoffenbart hat, erfolgt.

Der irrende Mensch ist unbedingt zurecht zu weisen. Es ist eines der Werke der Barmherzigkeit, Irrende zurecht zu weisen. Es deshalb barmherzig, weil der Irrende in der Gefahr steht, das ewige Heil zu verlieren. Das darf nicht hingenommen werden. Hier wird deutlich wie unbarmherzig Generalvikare sind, die den Vorwurf der mangelnden Rechtgläubigkeit unbedingt vermeiden wollen. Lieber riskieren, dass ein Mensch in die Hölle kommt, als die heilige Harmonie des synodalen Weges zu stören. Das ist eine Brutalität, die man einem katholischen Priester auf Anhieb gar nicht zutraut. Wenn also der Streit um die Wahrheit nicht mehr sein darf, wenn die Lüge gleichviel zählt wie die Wahrheit, wenn die Existenz ewiger Wahrheiten gerade auf solche Weise ausgeschlossen wird, dann sollten alle, denen ihr ewiges Seelenheil etwas bedeutet, rechtzeitig auf die Barrikaden gehen und gegen einen solchen synodalen Weg protestieren.

Mag am Ende der synodale Weg von DBK und „ZdK“ in der vom Dialogprozess gewohnten Harmonie verlaufen, die Irrtümer sind trotzdem vorhersehbar. Erlangen sie Verbindlichkeit, was gerade von Laienfunktionären angestrebt ist, sind sie der Spaltpilz, der das nächste Schisma vorantreibt. Für alle aber, die in der Wahrheit bleiben wollen gilt die dringende Bitte: Nennt einen Menschen Häretiker, wenn einer im Irrtum verharrt. Zeigt ihm im Katechismus, wo er irrt. Und betet für ihn, dass keine Verstocktheit von ihm Besitz ergreift. Man hüte sich vor einer Harmonie um den Preis der ewigen Seligkeit. Man hüte sich auch vor solchen, die sie einfordern.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  2. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. Der Bischof und der Denunziant
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  7. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  8. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  9. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  10. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum







Top-15

meist-gelesen

  1. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz