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Vatikan ehrt ehemaligen Polizeichef

1. November 2019 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Früherer vatikanischer Sicherheitschef Domenico Giani erhielt "Großes Kreuz" des Piusordens


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der frühere vatikanische Sicherheitschef Domenico Giani ist am Mittwoch im Vatikan für seine Verdienste geehrt worden. Am Vormittag erhielt er vom Präsidenten der Regierung des Vatikanstaates, Kardinal Giuseppe Bertello, das "Große Kreuz" des Piusordens, wie Vatikansprecher Matteo Bruni mitteilte. Der Orden sei die "höchste Laien vorbehaltene Auszeichnung des Heiligen Stuhls", so Bruni. Kardinal Bertello dankte Giani demnach im Namen von Papst Franziskus und dem Staatssekretariat "für die langen Jahre treuen Dienstes für die Kirche und den Nachfolger des Petrus".


Giani war Mitte Oktober zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus der Veröffentlichung einer internen Dienstanweisung der Gendarmerie, mit der die Namen von fünf Verdächtigten in einer vatikanischen Finanzaffäre publik wurden. Darin ging es um die Verhängung eines Zutrittsverbots für vier Mitarbeiter des vatikanischen Staatssekretariats und den Direktor der Finanzaufsicht AIF im Zuge von Ermittlungen der vatikanische Staatsanwaltschaft zu verdächtigen und verlustreichen Immobilientransaktionen in London. Die Liste mit Namen und Fotos der Verdächtigten war im italienischen Magazin "L'Espresso" als Faksimile erschienen.

Der Vatikan betonte zum Rücktritt, den früheren Gendarmeriechef treffe "keinerlei persönliche Verantwortung". Kurz darauf hatte Papst Franziskus Giani und dessen Familie persönlich besucht. Dass die Dienstanweisung an die Öffentlichkeit durchgestochen wurde, hatte den Papst nach Angaben des Portals "Vatican News" erbost. Franziskus hatte das Vorgehen demnach mit einer "Todsünde" verglichen, "denn es verletzt die Menschenwürde und die Unschuldsvermutung".

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 petrafel 2. November 2019 
 

Krokodilstränen

Wir werden wohl nie erfahren, was dort gelaufen ist.
Einen langjährigen Mitarbeiter erst zu entlassen und ihn dann mit Ehren zu überhäufen, wirft eine Menge Fragen auf.
Es gibt wirklich merkwürdige Ausprägungen der Barmherzigkeit.
Oder hat Domenico Giani das Handtuch geworfen, weil seine Auffassung seines Amtes nicht mehr umzusetzen war? Mit oder gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes?
Da ist doch ganz gewaltig was faul!


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 Fink 2. November 2019 
 

Die gezwungenermaßen zurückgetrete Chef der vatikanischen Gendarmerie weiß viel...

deswegen will es sich Papst Franziskus mit Domenico Giani doch nicht verscherzen (obwohl er ihn zum Rücktritt gezwungen hat). Als Gegner könnte er ja gefährlich werden. Also umarmt man ihn als Freund. Alles Strategie.


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 lesa 1. November 2019 

Vorbildhaft

Abgesehen von den konreten Umständen und Motivationen für diese Ehrung: Unsere Polizisten setzen vielfach ihr Leben aufs Spiel. Für manche Bischöfe könnte das beispielgebend sein. Es wäre ja auch ihnen ein Wächterdienst aufgetragen.


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 girsberg74 1. November 2019 
 

Nur mal so!

Reine Verdienste für den Vatikan - oder was soll damit verdeckt werden?


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 Federico R. 1. November 2019 
 

Na wer weiß ...

... vielleicht hat der geschasste bisherige vatikanische Sicherheitschef sogar den Carabinieris fachliche Hilfe geleistet bei der "Tempelreinigung" in la chiesa Santa Maria in Traspontina.

Apropos Todsünde: Wurden diese nicht von all jenen begangen, die sich an den diversen Zeremonien um und mit den Götzenbildern beteiligt haben - einschließlich p.Franziskus???


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 Montfort 1. November 2019 

Und wer, bitte, werter Papst Franziskus,

hat die "Todsünde" nun wirklich begangen - oder "verletzt es die Menschenwürde und die Unschuldsvermutung", den "echten Maulwurf" in der Vatikan-Gendarmerie aufzudecken?

Papst Franziskus hat den "obersten Wächter" entfernt, damit die "Maulwürfe" freies Spiel im "Garten" des Vatikan haben. :-(


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