31 Oktober 2019, 11:15
„Kirche steht am Rand des Abgrunds – Beten wir um ein Wunder“
 
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US-Dekan Msgr. Charles Pope: Die ganze Synode geprägt „von der Mehrdeutigkeit, die Kennzeichen dieses Pontifikats ist“ – „Beten Sie für eine päpstliche Exhortation, die die Pachamama beiseite räumt, auf Maria zeigt, die uns zu ihrem Sohn leitet!“

Vatikan (kath.net/pl) Eine „entsetzliche Veranstaltung in den Vatikanischen Gärten, an der der Heilige Vater und eine Reihe von Teilnehmern und Synodenvätern teilnahmen“. So wertet der US-amerikanische Monsignore Charles Pope die umstrittene Vigil bei der Eröffnung der Amazonassynode. Pope ist Buchautor und in seiner Erzdiözese Washington D.C. auch im Priesterrat und anderen Funktionen aktiv. Auf seinem „National Catholic Register“-Blog schreibt er wörtlich: „Es gibt Fotos davon, wie sich einige vor einer Holzstatue einer nackten, schwangeren Frau verneigen. Nach wochenlangem Schweigen wird uns dann vom Papst gesagt, dass dies kein Götzendienst und keine götzendienerische Absicht war. Aber warum warfen sich dann Menschen, eingeschlossen Priester, davor nieder? Warum wurde die Statue in Prozession in Kirchen wie den Petersdom getragen und vor Altären in Santa Maria in Traspontina aufgestellt? Und wenn es kein Idol von Pachamama ist (eine Erd- / Muttergöttin aus den Anden), warum nannte der Papst das Bild ‚Pachamama‘? Was soll ich denken? Und warum beruhigen mich die zweideutigen und widersprüchlichen Aussagen nicht? Wie ist dies nicht vergleichbar mit dem ‚Greuel oder der Verwüstung‘, die die Zerstörung Jerusalems vorhersagten (vgl. Mt 24,15)? Jeder Durchschnittsmensch wertet dies als Götzendienst. Wer einfach zu sagen, dass es keine götzendienerische „Absicht“ gibt, entfernt nicht das, was das Auge deutlich sehen kann. Ich wäre ja schon schockiert, wenn ich sehen müsste, wie sich Gläubige vor Heiligenstatuen auf den Boden niederwürfen. Einfaches Knien kann auf bloßes Gebet hindeuten, aber die Prostratio – die Fotos des Ereignisses scheinen deutlich zu machen – deutet auf eine vollständige Anbetung hin.“

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Weiter kritisierte Pope, dass „im Abschlussdokument der Synode Vorschläge für verheiratete Priester in großem Umfang und für weibliche ‚Diakone‘ enthalten sind. Die Kirche ist derzeit tief gespalten, und ich würde behaupten, sie steht am Rande der Spaltung, wenn der Papst solche Vorschläge in seine apostolischen Ermahnungen und Pläne miteinschließt. Wir sollten wie nie zuvor für ihn beten, dass er die Linie hält, so wie es Papst Paul VI. 1968 auf wundersame Weise tat, als er Humanae Vitae schrieb, worin er die bleibende Auffassung der Kirche über das Wesen und den Zweck der menschlichen Sexualität und das uralte Verbot der Empfängnisverhütung bestätigte. Er tat dies gegen den Druck des Zeitgeistes – einem Druck, der noch stärker war als der Druck, dem Papst Franziskus gegenwärtig ausgesetzt ist. Und wie Franziskus war Paul VI. kein Konservativer, er war sehr freundlich gegenüber den Akteuren des radikalen Wandels. Dies macht Humanae Vitae umso wundersamer, und wir müssen zulassen, dass dies uns jetzt Hoffnung gibt, dass Papst Franziskus ein Dokument herausgibt, das uns nicht über den Rand der Spaltung bringt.“

Die ganze Synode sei geprägt gewesen „von der Mehrdeutigkeit, die Kennzeichen dieses Pontifikats ist“. Und während ein Journalist Eugenio Scalfari trotz seiner „zutiefst fehlerhaften Berichterstattung“ „nicht korrigiert und zurechtgewiesen“ wird, bleibt er obendrein „hochgeschätzt und erhält immer wieder Zugang zum Heiligen Vater – dagegen wird einigen seiner eigenen Kardinäle und Bischöfe der Zugang verweigert“.

Pope ruft zum Gebet für den Papst und dass seine päpstliche Exhortation dann „Jesus als einzigen Weg zur Erlösung verherrlicht und erhebt. Eine Exhortation, die sich nicht nur auf eine saubere Umwelt, sondern auch auf gereinigte Seelen konzentriert. Eine Exhortation, bei der es nicht darum geht, auf die Geister des Regenwaldes zu hören, sondern auf Jesus, das ewige Wort des Vaters. Eine Exhortation, die uns zum Gebet, zu den Sakramenten, zum Wort Gottes und zu den alten und ewigen Lehren der Kirche führt. Beten Sie für eine päpstliche Exhortation, die die Pachamama beiseite räumt, auf Maria zeigt, die uns zu ihrem Sohn leitet!!

Lass uns beten: Hilf uns, Herr. Rette uns und sei uns gnädig und ziehe uns vom Abgrund zurück. Wir bekennen unsere Sünden, Herr, und wir alle haben die Herrlichkeit und Heiligkeit verfehlt, zu der Du uns gerufen hast. Aber jetzt, am Rande des Abgrunds, beten wir um ein Wunder – Her, um ein Wunder, das die Welt erstaunen wird. Leite du den Heiligen Vater, der jetzt eine apostolische Exhortation schreibt. Möge sein Denken nur auf dich und den kostbaren Glauben gerichtet sein, den du offenbart hast. Herr, wir sind arm und bedürftig – wen haben wir außer dir, Herr? An wen sonst könnten wir uns noch wenden? In diesen Zeiten tiefer Verwirrung und Spaltung bitten wir um ein Wunder, Herr – ja, um ein Wunder. Mutter Maria, bitte für uns. Amen.“

Pray for a Miracle — An Initial Reaction to the Close of the Synod
Pray for an apostolic exhortation that glorifies and lifts up Jesus Christ as the only way to salvation.


Gebetsgestus vor indigenen Holzfiguren nackter schwangerer Frauen - Offizielle Zeremonie/Vatikanische Gärten in Anwesenheit von Papst Franziskus


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