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Vatikanbank dementiert Konfrontation mit Finanzaufsicht

12. Oktober 2019 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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IOR-Meldung zu Unregelmäßigkeiten hatte Polizei-Razzia in Büros des Staatssekretariats und der vatikanischen Finanzaufsicht AIF ausgelöst


Vatikanstadt-Rom (kath.net/KAP) Der Aufsichtsratschef der Vatikanbank IOR, Jean-Baptiste Douville de Franssu, hat eine direkte Konfrontation mit der vatikanischen Finanzaufsicht AIF zurückgewiesen. Der Mailänder Zeitung "Il Sole 24 Ore" (Donnerstag) sagte er, sein Institut habe nur Unregelmäßigkeiten gemeldet, auf die man im Alltagsgeschäft gestoßen sei. Dies habe die vatikanische Staatsanwaltschaft zu Maßnahmen gegen Mitarbeiter des Staatssekretariats und der Finanzaufsicht AIF veranlasst. Die Bank selbst habe "keine Personen oder einzelne Behörden angezeigt". Zudem betonte Douville de Franssu, für alle Beteiligten gelte die Unschuldsvermutung.


Die Vatikanpolizei hatte im Auftrag der vatikanischen Staatsanwaltschaft am 1. Oktober Büros des Staatssekretariats, also der obersten Leitungsbehörde des Heiligen Stuhls, sowie der Finanzaufsicht durchsucht und Unterlagen und Computer beschlagnahmt. Als Auslöser nannte das vatikanische Presseamt Anzeigen der Vatikanbank und des Büros des Buchprüfers.

Im Hintergrund steht dem Vernehmen nach eine verlustreiche Investition eines dreistelligen Millionenbetrags durch das Staatssekretariat in eine Londoner Immobilie. Vier Mitarbeiter des Staatssekretariats und der Direktor der Finanzaufsicht wurden suspendiert. Worin ihr mögliches Fehlverhalten bestanden haben soll, nannte der Vatikan nicht.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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