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Vatikan: Kommissarische Leitung für "Herolde des Evangeliums"

29. September 2019 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Papst beauftragte Kardinal Assis mit kommissarischer Leitung der aus Brasilien stammenden geistlichen Bewegung


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat die aus Brasilien stammende geistliche Bewegung "Herolde des Evangeliums" einer kommissarischen Leitung unterstellt. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, beauftragte Papst Franziskus damit den früheren Erzbischof von Aparecida, Kardinal Raymundo Damasceno Assis. Die Entscheidung folgt einer gut zweijährigen Untersuchung der 2001 gegründeten Gemeinschaft.

Anlass für die im Juni 2017 begonnene Visitation waren unter anderem Unzulänglichkeiten beim Leitungsstil, bei der Anwerbung und Ausbildung neuer Mitglieder sowie finanzielle Unregelmäßigkeiten. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der vatikanischen Ordenskongregation in Zusammenarbeit mit der Behörde für Laien, Familie und Leben.


Die 2001 gegründeten "Herolde des Evangeliums" (Arautos do Evangelho) sind eine Vereinigung päpstlichen Rechts. Ihre zölibatär lebenden Mitglieder widmen sich nach eigener Aussage der Neuevangelisierung, also der Verkündigung der christlichen Botschaft in eher säkularem Umfeld. Äußerlich erkennbar sind sie an braun-weißen Kutten, die mit einem rot-weißen Lilienkreuz auf der Brust an mittelalterliche Ritter erinnern.

Gründer der Herolde ist der Brasilianer Joao Scognamiglio Cla Dias (80). Cla Dias war in Brasilien lange in der traditionalistisch-katholischen "Gesellschaft zur Verteidigung von Tradition, Familie und Privateigentum" aktiv. Anfang Juni 2017, kurz vor Beginn der vatikanischen Untersuchung, trat er von seinem Amt als Generaloberer zurück.

Aus der ersten Gemeinschaft gingen 2009 zwei zusätzliche Zweige hervor: die Gesellschaft klerikalen apostolischen Lebens "Virgo Flos Carmeli" sowie die Gesellschaft weiblichen apostolischen Lebens "Regina Virginium". Für die kommissarische Leitung dieser beiden Zweige stehen Kardinal Assis der Weihbischof von Brasilia, Jose Aparecido Goncalves de Almeida, und die brasilianische Ordens-Generaloberin Marian Ambrosio zur Seite.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 CALIFAX 30. September 2019 

Ausnahmsweise wohl begründet...

Anlass für den Rücktritt Scognamiglio Clá Dias vor zwei Jahren waren geleakte Video-Mitschnitte.

Darin berichtet ein Exorzist von "schmeichelhaften" Aussagen des Dämons, welche offensichtlich nicht in Frage gestellt wurden:

https://www.lastampa.it/vatican-insider/en/2017/06/12/news/heralds-of-the-gospel-the-founder-leaves-while-the-vatican-investigates-1.34581956?refresh_ce


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 Chris2 30. September 2019 
 

Ich wartete inzwischen beim Lesen auf einen

Hinweis, dass auch diese zerschlagene Gemeinschaft etwas mit dem klassischen Ritus zu tun hat. Und er kam wie erwartet: "Gründer der Herolde ist der Brasilianer Joao Scognamiglio Cla Dias (80). Cla Dias war in Brasilien lange in der traditionalistisch-katholischen 'Gesellschaft zur Verteidigung von Tradition, Familie und Privateigentum' aktiv.".
Merke: Fort-Schrittliche Bischöfe oder Gemeinschaften dürfen die ihnen anvertrauten Schäfchen fort-schreiten lassen, wohin auch immer sie wollen - aber wehe, wehe, jemand will den über 2 Jahrtausende gewachsenen Schatz der Liturgie vor der "Reform" 1970 heben oder betrachtet die Lehren der Kirche nicht als persönlichen Steinbruch. Dieses Pontifikat ist sicherlich das verheerendste seit langem. Offenbar beten wir zu wenig um den Hl. Geist und zum Hl. Erzengel Michael...


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 Zeitzeuge 29. September 2019 
 

Eine kommissarische Leitung brauchen dringend die Jesuiten,

deren derzeitiger Pater General Sosa SJ
häretische Ansichten verbreitet.

Als kommissarischer Leiter wäre Kardinal
Müller am besten geeignet!

So etwas ähnliches hatte ja Papst Johannes-Paul II. vor fast 20 Jahren
zum Ärger etlicher Jesuiten bereits
vorgenommen, als Pater Dezza SJ
wegen dem krankheitsbedingten Ausfall
von P. General Arrupe SJ zum apostolischen Delegaten zusammen mit
P.Pittau SJ als Koadjutor ernannt wurde.

Koadjutor von Kardinal Müller könnte
Kardinal Burke sein.

Wenn da nicht gleich zwei Jesuiten
wären, die da wohl sicherlich nicht
eingreifen werden.........!


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