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Respekt für eine klare Entscheidung und klare Worte

23. September 2019 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
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Die Klarheit bei der Frage nach Priesterweihe für Frauen mutig gegen den Mainstream zu argumentieren, verdient großen Respekt für Prof. Marianne Schlosser - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Es war dem Grunde nach keine Überraschung, wie massiv die Forderung nach Priesterweihe für Frauen in dem Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ sein würde. Der Bericht der Arbeitsgruppe wurde sehr deutlich. Ein Mitglied der Gruppe war Prof. Dr. Marianne Schlosser, die wenige Tage nach Bekanntwerden des Berichtes öffentlich auf Distanz zu dieser Gruppe ging und deutliche Kritik übte.

Es sieht so aus, als sei eine weiter Mitarbeit der Professorin ausgeschlossen. Die Kritik bezog sich unter anderem auf die Kurzfristigkeit der anberaumten Sitzungen der Arbeitsgruppe. Kritisch sieht die Wissenschaftlerin zudem die "interessengeleitete Fixierung auf das Weihesakrament". Diese sei weder theologisch und geschichtlich noch pastoral und geistlich gerechtfertigt, berichten mehrere Portale und Zeitungen unter Verwendung einer kna- Meldung. Das Lehramt der katholischen Kirche, betonte Schlosser zu Recht, hat verbindlich festgelegt, dass die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden.

Man muss die Entscheidung von Frau Prof. Schlosser so deutlich auf Distanz zu gehen akzeptieren. Diese Entscheidung ist persönlich und steht damit über jeder Kritik. Auch eine eventuell weiter Mitarbeit hätte man akzeptieren müssen. Lobenswert ist an dieser Stelle die mutig und klar vorgetragene Position der Kirche, wie sie in Ordination sacerdotalis verbindlich zu glauben vorgelegt wurde. Es gibt keinen Spielraum für fruchtbare Diskussionen in dieser Frage.

Die Klarheit in dieser Frage mutig gegen den Mainstream zu argumentieren, verdient großen Respekt. Die erdrückende Mehrheit der Teilnehmer an den Vorbereitungen zum „Synodalen Weg“ postuliert die Frauenweihe in der einen oder anderen Form. Selbst Bischöfe lavieren herum, indem – als sei das Verhandlungsmasse – über ein Diakonat der Frau fabuliert wird. Es braucht klare Worte. Wir brauchen kein Schwadronieren darüber, die Entscheidung sei verbindlich, aber die Diskussion nicht beendet. Der Vorsitzende der DBK und viele andere gefallen sich in solch sophistischen Wortspielen. Das verlagert das Problem aber nur in eine ungewisse Zukunft.

Irgendwann werden auch die Bischöfe, die jetzt unsinnige Hoffnungen wecken, Farbe bekennen müssen. Dann sind nicht nur die eigenen Hoffnungen der Frauen und Männer, die sich in Fragen der Priesterweihe irren, enttäuscht.

Dann sind auch die Hoffnungen enttäuscht, die diese Bischöfe geweckt haben. Das ist umso schlimmer. Jede Stimme, die in Klarheit und Wahrheit spricht, ist hier zu loben. Dazu braucht es keine unmittelbare Teilnahme am „Synodalen Weg“. Es ist aber wichtig, die Player dieser kirchlichen Show mit den harten theologischen Tatsachen zu konfrontieren. Auch die interessierte Öffentlichkeit braucht wahre Worte über das, was die Kirche lehrt. Nebelkerzen und falsche Hoffnungen schaden nur.

So lehrt einen jeden, dem die Kirche am Herzen liegt der vorliegende Fall vor allem eines: Mitwirkung am „Synodalen Weg“ heißt nicht unbedingt in den Stuhlkreisen zu sitzen. Wie Mitwirkung auch aussehen kann, hat uns Frau Prof. Schlosser gezeigt.

Offen die Wahrheit bekennen und die Fehler in den Dokumenten offenlegen. Die Teilnehmer des „Synodalen Weges“ täten gut daran, diesen externen Wortmeldungen aber auch den externen Fragen echte Aufmerksamkeit zu schenken. Denn auch dies zeigt der aktuelle Fall: Von der Arbeitsgruppe wurden die Einwände der Wissenschaftlerin komplett ignoriert. So geht es nicht.

Die Klarheit und Wahrheit in der Wortmeldung von Prof. Marianne Schlosser in der Öffentlichkeit sind ein exzellentes Beispiel, wie der „Synodale Weg“ zu begleiten ist. Es geht darum klar zu machen, dass die Funktionärsinteressen nicht unbedingt dem Glauben der Kirche entsprechen. Es geht nicht an, dass sogar Bischöfe die Menschen über den Glauben der Kirche im Unklaren lassen und sich in populistischen Wortwolken betätigen. Hier ist Widerspruch angezeigt und unbedingt nötig.

Nicht jeder von uns bekommt für seinen Protest eine kna-Meldung. Aber Leserbriefe, Blogartikel, Briefe an Bischöfe und Funktionäre, Kommentare in den sozialen Medien und viele andere Möglichkeiten gibt es in unserer Zeit. Auch wenn es derzeit nicht so aussieht, es gibt durchaus Chancen, von außen auf den „Synodalen Weg“ einzuwirken. Ein Dank nach Wien an eine mutige Frau, die gezeigt hat, wie es geht.


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Lesermeinungen

 Federico R. 25. September 2019 
 

(2)

Bei einem Treffen mit dem Papst vor wenigen Monaten im Vatikan hatte der Heilige Vater der deutschen Ordensoberin zur allgemeinen Überraschung empfohlen, doch „eine andere Kirche zu machen“, um ihre Pläne umsetzen zu können. In der kath. Kirche sei dies nicht möglich. Wie der Papst das nun wirklich gemeint haben könnte, darüber wird immer noch gerätselt und spekuliert, vor allem in den Kreisen um Dr. Ganz, kfd, Maria 2.0 und natürlich in Bischofs- und ZdK-Kreisen. Ob es wirklich eine brüske Zurückweisung des Begehrens der Ordensfrau war oder vielleicht doch eine irgendwie kryptische Aufmunterung zum Weitermachen - beim Umbau der bislang noch katholischen Kirche in eine neue, eine andere Kirche?


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 Federico R. 24. September 2019 
 

Der tiefste Grund von Frau Dr. Katharina Ganz, ...

... sich für das Frauenpriestertum stark zu machen, dürfte wohl im Bereich der Psychologie zu suchen sein. Vielleicht im ganz persönlichen Streben nach Macht? Wahrscheinlich sind ihr die gerade mal um die 135 Mitschwestern, denen sie als Generaloberin noch vorzustehen hat, zu wenig, zumal ein Großteil sich auch noch eines fortgeschrittenen Alters erfreut. Bevor also die Kongregation ausstirbt und sie dann am Ende tatsächlich ohne Macht dastehen müsste, arbeitet sie - könnte man meinen - beharrlich daran, auch Frauen zum Priesteramt zuzulassen, probehalber zunächst mal Klosterfrauen. Dann, so ein weiteres mögliches Kalkül, könnten sogar Frauenklöster wieder hochaktuell werden: für all jene, die als künftige potentielle Priesterinnen dann an der „klerikalen Macht“ teilhaben würden. Nur die Kleiderordnung wäre noch zu regeln. Frau Dr. Ganz erscheint grundsätzlich nicht in klösterlichem Schwarz oder Grau, sondern stets in Zivil: im schicken Kostüm - sogar zum Treffen mit dem Papst.


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 Mariatheresia 23. September 2019 
 

Großartig!

Eine gläubige Theologin! Ich bin sehr dankbar für diesen Offenen Brief!


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 Chris2 23. September 2019 
 

Manfred Lütz hat es im "Blockierten Riesen"

gar köstlich beschrieben: Sich an Dingen abzuarbeiten, die man nicht ändern kann, erzeugt als einzige Frucht Frust bei allen Beteiligten.


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 richrose 23. September 2019 
 

Es wurde höchste Zeit, diesen Möchte-Gern-Priesterinnen und ihren Mäzenen reinen Wein einzuschenken

Eine Weihe ist immer mit einer Ganzhingabe verbunden - aber das scheint diesen profilierungssüchtigen Damen völlig fremd zu sein, sonst würden sie sich ohne wenn und aber an dem Ort an dem sie stehen, für die Kirche hingeben.
Sollen sie sich alle ein Beispiel an Frau Professor Marianne Schlosser nehmen, die sich durch ihre Weihe als Virgo Consecrata ganz der Kirche zu Verfügung stellt.


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 Winrod 23. September 2019 
 

Mut!

Ich bewundere den Mut von Frau Schlosser. Sie hat sich der Gruppendynamik nicht gebeugt und gesagt, was gesagt werden muss. Und wenns die Bischöfe nicht tun?
Die haben den Meinungsprozessen zu lange zugeschaut und werden nun von Extremforderungen der von ihnen zu lange Geduldeten an die Wand gedrückt.


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 Lämmchen 23. September 2019 
 

lavierender Bischof?

zumindest der Rottenburger laviert nicht herum, er macht ganz klar deutlich, dass er sich für das Diakonat der Frau stark macht und vertritt dies nun auch mit einer eigens herausgegebenen Veröffentlichung. Dass das dreigliedrige Weiheamt nicht trennbar ist, scheint ihm egal oder unbekannt zu sein.


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 Zeitzeuge 23. September 2019 
 

Danke Frau Prof. Dr. Schlosser für den eindeutig

geäusserten, authentischen sensus catholicus!

Echtes Sentire cum ecclesia ist eben
nur möglich in absoluter Treue zur
verbindlichen, überlieferten katholischen Lehrtradition!


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 Gipsy 23. September 2019 

Ja

-Zitat: "Die Klarheit bei der Frage nach Priesterweihe für Frauen mutig gegen den Mainstream zu argumentieren, verdient großen Respekt "

Dabei ist es doch kirchlich klar festgeschrieben und von Papst Johannes Paul II ,für alle Zeiten verbindlich nochmal festgelegt, dass es keine Priesterweihen für Frauen in der kath. Kirche geben darf.

Daran muss sich die Kirche halten!

Was nicht machbar ist, geht nicht, auch nicht , wenn manche mit dem Kopf eine Wand durchbrechen wollen.
Sie holen sich nur Beulen.


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 hape 23. September 2019 

Gott sei Dank!

Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich Ihnen dankbar bin, liebe Frau Schlosser! Mögen Ihr Rücktritt und Ihr offener Brief von heute sowohl in Fulda als auch in Rom auf offene Herzen treffen!

Im Gebet verbunden, hape


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 lepanto80 23. September 2019 
 

Die Bischöfe

“Selbst Bischöfe lavieren herum”
Ja, das was Erzbischof Heiner Koch heute I’m Morgenmagazin der ARD abgeliefert wird, war furchtbar.


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 lesa 23. September 2019 

Kostbare Verständnishilfe

Das Schreiben, der offene Brief von Frau Prof. Schlosser kann solchen, die bereit sind, zum Nachdenken und verstehen, eine wesentliche Hilfe sein. Es sei ihr sehr gedankt für ihre Ausführungen!


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 leibniz 23. September 2019 
 

Der Hammer

Liebe Frau Prof. Schlosser,
leider bin ich derzeit nicht demütig, denn ich platze fast vor Stolz, weil ich bei Ihnen studieren durfte.
Der Artikel in der Deutschen Tagespost ist einfach genial!
Bitte schreiben Sie jetzt einmal in der Woche einen offenen Brief!


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 Montfort 23. September 2019 

Die gesamte Erklärung zum Ausstieg aus der Arbeitsgruppe liest man

hier:

de.catholicnewsagency.com/story/theologin-schlosser-geht-auf-distanz-zu-synodalen-weg-5083


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 Montfort 23. September 2019 

Und die Begründung (!) für ihre Entscheidung liest sich HEUTE so:

HEUTE, am Gedenktag des hl. P. Pio, erschien ein aktueller offener Brief in der "Tagespost":

"Marianne Schlosser erklärt Unmöglichkeit der Frauenweihe
Die Wiener Dogmatikerin Marianne Schlosser hat sich vom "Synodalen Weg" distanziert. Die Arbeit in der Vorbereitungsgruppe zu Frauen in der Kirche habe sich zu sehr auf die Frage der Weihe konzentriert. Als prominente Befürworterin der Weihe von Frauen saß in der Arbeitsgruppe auch Schwester Katharina Ganz, Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen. In einem offenen Brief an Ganz legt Schlosser nun dar, warum die Weihe von Frauen ausgeschlossen ist."

"Die Tagespost" dokumentiert das Schreiben im Wortlaut.

Hier:

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/Marianne-Schlosser-erklaert-Unmoeglichkeit-der-Frauenweihe;art4874,201577


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 nazareth 23. September 2019 
 

Danke!

Frau Prof Marianne Schlosser steht als ausgezeichnete Theologin außer Streitfrage über ihre Kompetenz. Sie hatte den Mut und die Klarheit sich zu distanzieren. Vielleicht ist ihr Austritt und Argumentieren die Chance für andere Geistliche, sich in Berufung auf ihre Argumentation. Und ihrem Wissen sich anzuschließen und nicht mehr so mitzumachen.. Vielen kann sie zum Vorbild werden!


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 lesa 23. September 2019 

Das wahre Heilmittel

Danke, Herr Winnemöller, danke der Frau Professor! Solche Klarheit ist jetzt das wichtigste Heilmittel.


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