Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Ausrottung von Christen

21. September 2019 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christen werden Dorf für Dorf im nördlichen Burkina Faso angegriffen, vertrieben und getötet.


Wien (kath.net/ KiN)
Laut KIRCHE IN NOT-nahen Quellen wird die christliche Bevölkerung im Norden Burkina Fasos von muslimischen Extremisten ausgerottet und aus ihrer Heimat vertrieben. Hitté und Rounga waren die letzten Dörfer, die verlassen wurden, nachdem Terroristen ein Ultimatum gesetzt hatten: Die Bewohner mussten entweder konvertieren oder ihre Häuser aufgeben.

„Das ist kein Einzelfall, sondern Teil des Plans der Dschihadisten, die Terror verbreiten, Mitglieder der christlichen Gemeinschaften töten und anschließend die Hinterbliebenen mit der Drohung vertreiben, nach drei Tagen wiederzukommen und dann keinen Christen oder Katechumenen mehr vorfinden zu wollen,“ so die Informationsquelle.

Toulfé war die erste angegriffene Gemeinde. Ende Mai töteten Dschihadisten dort während des Gottesdienstes fünf Menschen, darunter einen Katecheten. Außerdem verwundeten sie einen zweiten Katecheten. „Von Touflé aus rückten die Extremisten in den Ort Babo vor, der ebenfalls ein Ultimatum erhielt. Viele flohen. Diejenigen, die dort blieben, wurden Zeugen der Ermordung dreier Menschen durch die Terroristen, darunter Jean-Paul, der die verbliebene Gemeinde leitete und Gebetsgruppen organisierte.“

Der letzte Ort, der bedroht wurde, ist Hitté. „Anfang September kamen 16 Männer ins Dorf und warteten auf die Bewohner, die vom Feld zurückkehrten. Während die einen die Christen in die Kirche zwangen und ihnen drohten, innerhalb von drei Tagen ihre Häuser zu verlassen, verbrannten die anderen alles, was sie auf ihrem Weg fanden. In Hitté leben nun keine Christen oder Katechumenen mehr“, bestätigen die Quellen. Anschließend rückten die bewaffneten Männer nach Rounga vor, das ebenfalls evakuiert ist.


Allein aus diesen beiden Orten seien fast 2.000 Menschen geflohen. Sie wurden in einer Grundschule in Ouindigui aufgenommen.

Eine weitere nahegelegene Stadt, die seit Beginn der Verfolgungen Menschen aufgenommen hat, ist Titao, wo fast 7.000 Vertriebene sowie Opfer von Gewalt und Verfolgung Zuflucht gefunden haben. Hier hat die katholische Kirche [durch die Caritas] die soziale und pastorale Hilfe, die Betreuung von Kranken und Alten sowie die Begleitung der traumatisierten Bevölkerung in die Hand genommen. „Die Situation ist schwer zu bewältigen, hat aber die Solidarität der übrigen Bevölkerung von Titao - einschließlich der Muslime - hervorgebracht, die die Sicht der radikalen Extremisten nicht teilt und aktiv mit Nahrung und Wasser hilft, damit die Ortsgemeinde die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge befriedigen kann.

Die lokalen Behörden in Titao sind von der schmerzlichen und dramatischen Situation in der Region bewegt. Allerdings „reagieren Verantwortliche auf Berichte lediglich mit Schweigen.“

Ein weiteres Problem sei die mangelnde Zusammenarbeit der Ordnungskräfte, sowohl der Gendarmerie als auch der Polizei, bei der Bergung von Leichen ermordeter Christen, stellen die KIRCHE IN NOT - Quellen fest: „Sie helfen kaum dabei, die Leichen zurückzubekommen, damit sie würdig begraben werden. Sie sagen, es sei nicht sicher. Deshalb gestaltet es sich als sehr schwierig. Mitunter haben Sicherheitskräfte ihre Zustimmung verweigert. In einem Fall mussten die Töchter von Verstorbenen all ihren Mut zusammennehmen und mit einem Dreirad losfahren, um die Leichen ihrer Väter zu holen und zu begraben. Auch in Babo war es nicht einfach: Verwandte mussten mit Motorrädern fahren, um die Leichen wie Räuber in der Nacht abzuholen. Da bereits der Verwesungsprozess begonnen hatte, hatten viele Menschen danach gesundheitliche Probleme. Das ist unmenschlich.“

Die herangezogenen Quellen weisen darauf hin, dass nicht alle Fulani (Peuls) gebrandmarkt werden sollten, obwohl die Mehrheit der Terroristen zu dieser Gruppe gehöre Außerdem stecke hinter den Angreifern eine größere Kraft: „Jemand drängt diese Menschen dazu, sich zu bewaffnen, und gibt ihnen Waffen, um ihre Brüder zu töten, mit denen sie lange Zeit zusammenlebten. Denn obwohl es Ausländer unter den Terroristen gibt, sind die Mehrheit keine Fremden. Es sind Fulani, die lange Zeit in der Gegend lebten. Ihre Familien sind bekannt, und über Nacht sind sie zu Feinden der Bevölkerung geworden. Diese Menschen werden manipuliert.“

Der erste Verantwortliche für die Krise und die Zunahme der Gewalt im Land sei jedoch außerhalb zu finden: „Diese Waffen werden nicht in Burkina Faso hergestellt. Wir wissen, dass die Waffen von internationalen Unternehmen stammen, für die nur der eigene Profit zählt. Diejenigen, die die Waffen liefern, kennen nicht den Wert der Menschheit, den Wert des Menschen. Wir fordern das Vernichten der Waffen. Dann erst wird Friede nach Burkina zurückkehren.“

Es müsse sich sofort um Frieden bemüht werden, sonst drohen Vergeltungsmaßnahmen, erklären die Quellen. Denn die Menschen wissen: „Das ist derjenige, der meinen Vater oder meinen Bruder getötet hat. Es ist sehr schwierig. Nach so viel Barbarei ist man eher unempfindlich für den Frieden. Außerdem haben die Menschen alles verloren - auch die Ernte, was zu einer Hungersnot führen wird. Die Situation ist kritisch. „Bitte beten Sie dafür, dass Gott die Herzen berührt und der Friede zurückkehrt.“

Foto: Habseligkeiten vertriebener Christen aus dem Dorf Titao in der Diözese Ouahigouya © KIRCHE IN NOT


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  2. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  3. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  4. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  5. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  6. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  7. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  8. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  9. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  10. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  3. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  4. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  5. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  6. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  7. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  8. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Die Wintersonne der Vernunft
  11. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  12. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  13. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  14. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz