Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Der grosse Betrug
  4. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  5. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde
  6. Papst Franziskus in Geldnot!
  7. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  10. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor

Katholischer Hintergrund im Film ‚Der dritte Mann’

19. September 2019 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Schriftsteller Graham Greene ist als junger Erwachsener zum katholischen Glauben konvertiert. Der Film spiegelt sowohl seinen Glauben als auch seine Zweifel wieder, schreibt Mary Kenny.


Wien (kath.net/jg)
„Der dritte Mann“ ist für manche der beste Film noir, der je gedreht wurde. Auch 70 Jahre nach seiner Fertigstellung bleibt der Film ein Klassiker. Er wirft aber auch ernsthafte moralische Fragen auf, schreibt Mary Kenny in einem Artikel für den Catholic Herald.

Der Film spielt im Wien der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Harry Lime, der Bösewicht der Geschichte, ist ein Penicillin-Schieber, der die Medizin streckt, um mehr Profit machen zu können. Bei Kindern führt dieses verfälschte Penicillin auch zu dauerhaften Schäden und zum Tod.

Der britische Schriftsteller Graham Greene (1094 – 1991) hat auf Anregung des Produzenten Alexander Korda eine Erzählung als Grundlage für den Film geschrieben. Er habe die Geschichte nicht verfasst, damit sie gelesen, sondern damit sie gesehen werde, schreibt er über deren Entstehung im Vorwort.

Der Film ist nicht nur eine Thriller, sondern auch ein moralisches Lehrstück des 1926 zum katholischen Glauben konvertierten Greene, schreibt Kenny. Greenes Glaube aber auch seine Zweifel bildeten den geistig-moralischen Hintergrund des Films, stellt sie fest.

In einer der Schlüsselszenen des Films blickt Lime vom Wiener Riesenrad auf die Stadt hinunter und stellt die Frage, ob es wirklich eine Rolle spiele, wenn unbedeutende Menschen sterben.

In derselben Szene hält Lime auch die berühmt gewordene „Kuckucksuhr-Rede“: „In den 30 Jahren unter den Borgias hat’s nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut. Aber dafür gab’s Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, 500 Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!“ Diesen Satz hat Orson Welles, der Darsteller von Harry Lime, während der Dreharbeiten improvisiert.

Der katholische Glaube habe Greene einen Sinn für Gut und Böse gegeben, der auch im Film zu spüren sei, der wichtige moralische Themen anspreche, schreibt Kenny. Ob man die Geschichte Italiens oder der Schweiz bevorzuge, sei weniger wichtig als der Respekt für jeden Menschen als einmalige und besondere Person, selbst wenn sie für Zyniker wie Harry Lime nur „Punkte“ seien.

Im Burg-Kino in Wien ist der Film jede Woche mehrmals in der englischen Originalversion zu sehen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 NicoA 19. September 2019 
 

Sehenswert

Ein S/W-Film, äußerlich und innerlich. Sehr stark und lebendig im Kern.


2

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Film

  1. Disney-Zeichentrickfilm: Russische Version ohne lesbische Polizistin
  2. Erster Disney-Zeichentrickfilm mit offen homosexueller Figur
  3. Der Kampf des Gewissens und die Psychologie der Angst
  4. Weihnachtsfilm mit Lebensschutz-Botschaft
  5. Medien uneins: Wie "authentisch" ist Film "Die zwei Päpste"?
  6. Film zum Glaubensmanifest von Kardinal Müller
  7. Tiroler Film erhält gleich zwei begehrte Awards in Florida
  8. Hollywood stellt Abtreibungen verstärkt als selbstverständlich dar
  9. Netflix droht US-Bundesstaat Georgia
  10. ‚Avengers: Endgame’: Erster Marvel-Film mit ‚LGBT-Diversität’








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  3. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  6. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  7. Der grosse Betrug
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  10. Corona-Krise ist für George Soros die Krise seines Lebens

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz