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Sex vor der Ehe ist wie Weihnachtsgeschenke im November

6. September 2019 in Jugend, 8 Lesermeinungen
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Kein Sex vor der Ehe - 3 Gründe, warum warten wichtig ist - BeneDicta am Freitag von Inka Hammond


Linz (kath.net)
Ich habe vor ein paar Wochen ein Video für kath.net aufgenommen, in dem ich davon erzähle, dass mein Mann und ich uns bewusst dazu entschlossen haben, keinen Sex vor der Ehe zu haben. Ich habe auch davon erzählt, dass ich es vor der Beziehung mit meinem Mann anders erlebt habe und nicht gewartet habe. Das bereue ich heute und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es richtig und gut ist zu warten und dass es genau das ist, was junge Paare heute hören müssen.

Weil knapp 5 Minuten Videozeit einfach nicht reichen richtig in die Tiefe zu gehen und ich einige Punkte, die mir in diesem Zusammenhang wichtig sind, nicht erwähnen konnte, hole ich das hiermit nach.

3 Gründe, warum warten wichtig ist:

Gott hat das so designt. Wenn Mann und Frau Sex haben, dann werden sie vor Gott ‚ein Fleisch‘. `Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die beiden werden zu einer Einheit.´ (Matthäus 19,5) Ob das Paar das auch so sieht oder nicht, ist zweitrangig und ändert nichts an der Tatsache, dass Gott das so festgelegt hat und dass Sex mit unserer Seele und unserem Körper etwas macht. Das gilt auch für Paare, die keine Hochzeit geplant haben oder für One Night Stands oder Sex mit Prostituierten: ‚Oder wisst ihr nicht, dass ein Mann, der mit einer Prostituierten verkehrt, mit ihr eins wird? Denn in der Schrift heißt es: »Die beiden werden zu einer Einheit.«‘ (1. Korinther 6,16)


Ich mag folgende Illustration, weil sie eindrücklich zeigt, was passiert, wenn wir Sex haben: zwei Papierseiten werden mit Kleber aufeinandergelegt. Will man die Seiten wieder voneinander entfernen, zerreißen sie. Genau das passiert mit unseren Seelen, wenn wir uns im Sex an eine andere Person ‚haften‘. Es entstehen Seelenbindungen, die bei Beenden einer Beziehung nicht einfach so wieder zu trennen sind. Deshalb ist es besser auf Gottes Ratschlag zu vertrauen und keinen Sex vor der Ehe zu haben.

Liebe kann warten. ‚Aber wir lieben uns doch so!‘ Obwohl Weihnachten jedes Jahr zuverlässig am 24.12. gefeiert wird, packe ich meine Geschenke nicht schon am 10.11. aus. Ich will warten! Warten auf die perfekte Atmosphäre, auf den Weihnachtsbaum und das leckere Essen. Weihnachtsgeschenke im November auspacken ist so ähnlich wie Sex vor der Ehe haben, auch wenn der Hochzeitstermin bereits feststeht. Aufeinander zu warten kommuniziert der anderen Person: du bist mir wichtig und du bist es wert, dass ich auf dich warte. Gott wartet auch aus Liebe auf uns. ‚…er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren.‘ (1. Petrus 3, 9). Nicht warten zu können, ist selbstsüchtig. Nicht warten zu können, heißt: ich will meine Bedürfnisse jetzt und sofort befriedigt haben. Dagegen ist das Warten Ausdruck von Liebe und Hingabe.

Sex ist Fortpflanzung. Beim Sex kann neues Leben entstehen. Gott hat den Sex dafür geschaffen, dass Kinder gezeugt werden können und die Menschen sich fortpflanzen können Das ist offensichtlich. In seiner genialen, liebevollen Schöpfungskraft hat Gott Sex auch schön und angenehm und aufregend und zur intimsten Begegnung zwischen zwei Menschen gemacht. Das ist wunderbar, aber wir scheinen immer wieder zu vergessen, dass Sex Kinder hervorbringen kann (und soll). Schon allein aus diesem Grund gehört Sex in die Ehe. Denn allein die Ehe bietet einen Schutzraum, in dem werdendes Leben geborgen und sicher auf wachsen kann. Allein die Ehe bietet der Mutter ausreichend Geborgenheit und Möglichkeit sich ihrem Kind zu widmen. Auch geistlich gesehen ist die vor Gott geschlossene Ehe wie eine Burg, die das kleine, hilflose Baby schützt und die besten Bedingungen schafft, dass es zu einem gesunden Erwachsenen heran wachsen kann.

So oft wird das Argument des ‚Spielverderbers‘ genannt, wenn es ums Warten geht. Warum sollte ein liebender Gott die ausgelebte Liebe verbieten wollen? Und überhaupt: wem tut man denn damit weh, wenn man sich liebt? Davon abgesehen, dass spätestens dem ungewollt entstandenen Baby bei einer Abtreibung weh getan wird und dass beim Zerbruch einer Beziehung tiefe Herzenswunden zurückbleiben, sollten wir nicht vergessen, dass es in der Nachfolge Jesu nicht unsere Bedürfnisse an vorderster Stelle stehen sollten, sondern unsere bedingungslose Hingabe zu unserem Erlöser. Warten lehrt uns Geduld.  ‚Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.‘ (Hebräer 10, 36).

Gott hat immer das größere Bild im Blick und er will uns zu Menschen nach seinem Herzen formen. Das Warten vor der Ehe ist da nur ein kleines Mosaiksteinchen im gesamten großen Vorhaben, aber genau diesen Mosaikstein zu übersehen und als unwichtig zu erachten, kann schnell dazu führen, dass auch in anderen Bereichen unseres Lebens Schaden entsteht und das schöne Bild nie fertig gestellt werden kann.

Gott ist rein und er wünscht sich, dass wir in Reinheit leben können. Nicht weil er uns keinen Spaß gönnt oder prüde ist, sondern weil er weiß, was das Beste für uns ist. Warten lohnt sich! Warten kann man lernen. Warten kann man immer anfangen. Auch wenn die Ungeduld einem bereits einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.



Kein Sex vor der Ehe - Warum sich das warten lohnt from kath.net on Vimeo.



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Lesermeinungen

 Sebi1983 9. September 2019 
 

Kurz und knapp und alles wichtige drin! Herzlichen Dank!

Einladend, werbend, verständlich - so kann es gehen. Und ganz ohne moralinsauren erhobenen Zeigefinger!


2

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 Judith-Maria 6. September 2019 
 

Das ist

der großartigste Beitrag, den ich bisher von Ihnen gelesen habe, Frau Hammond, und die Kolumnen waren auch sonst immer gut :-). Hier aber machen Sie eine Wahrheit offenbar, die ganz selten gezeigt und ausgesprochen wird. DANKE!


6

0
 
 Diadochus 6. September 2019 
 

Keuschheit und Enthaltsamkeit

Danke, Frau Hammond, dass Sie das so gesagt haben. Ihr Video habe ich natürlich auch gesehen. Genau das besagt das 6. Gebot. Die Keuschheit und die Enthaltsamkeit betreffen nicht nur die Priester, sondern auch den Ehestand. Das vergessen die meisten. Ja, das müssen junge Paare heute hören. Ihre Worte sind authentisch. Das ist das Schöne daran. Ihr strahlendes Gesicht ist die schönste Bestätigung Ihrer Worte. Warten macht glücklich.


10

0
 
 lesa 6. September 2019 

Gott möchte nichts verbieten, sondern das Gebot soll schützen und die bestmögliche Entfaltung garantieren. So viele verletzte Seelen, erschwerte existentielle Bedingungen bis hin zu verzweifelten Gewalttaten wegen der Unkenntnis bzw. Nichtbeachtung des Gebots aber diese Tatsache wird unter den Tisch gekehrt.
Vielen Dank, Frau Hammond!


9

0
 
 Gandalf 6. September 2019 

DANKE INKA für das tolle Zeugnis!


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0
 
 Paddel 6. September 2019 

Danke für das Zeugnis! Wie wahr!

"Sex haben" ... ich finde es immer schön, wenn auch die Sprache eine andere ist und so authentisch mit dem Anliegen einhergeht. Die Welt sieht eben oft nur das Körperliche und da wäre dieser Ausdruck richtig.
Frau Hammond, ich schätze Sie sehr, auch Ihren Mut und Ihre Glaubensstärke!!


6

0
 
 Fisch7 6. September 2019 
 

Zusatz

Zum Beispiel mit den zusammen geklebten Blättern:
Aus der Tradition weiß man, dass uns stets der Schutzengel aber auch der böse Geist begleitet und beobachtet. Manchmal wundert man sich, was einem so in die Gedanken kommt. So sind es auch wie hier fleischliche Dinge, die man erlebt hat und uns eingegeben werden um uns zur Sünde zu verleiten. Deshalb ist es besser das Auge auszureißen, also weg zu schauen oder es nicht zu tun. Ein nicht erlebtes/gesehenes kann nicht wieder kommen.

Etwas sehr wichtiges fehlt in diesem Artikel, in der hl. Schrift steht: "Unzüchtige und Ehebrecher werden das Himmelreich nicht erben". Der voreheliche Verkehr ist eine Todsünde und muss gebeichtet werden (siehe auch Pater Pio). Diese klebt auch bei Änderung des Lebens für immer und schwärzt die Seele.
Deshalb beichten und sühnen, dann kommt man auch leichter darüber weg.


7

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 bernhard_k 6. September 2019 
 

Genau so müssten alle Diakone, Priester, Bischöfe und Kardinäle predigen ...

... dann fliegen zwar zunächst bei Vielen die Sicherungen raus ("weltfremd", "nicht der Lebensrealität entsprechend", "leibfeindlich" usw.), bis dann aber das Denken einsetzt und erkennt: Ja, das ist die Wahrheit Gottes und es gibt null Gegenargumente!! Und diese wahre Ethik ist zusätzlich auch noch schön, logisch und gesund ...

Vergelt's Gott vielmals!!!


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