04 September 2019, 11:45
Woelki warnt vor Kirchenspaltung in Deutschland
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Woelki'
Kölner Kardinal: „Ich glaube, dass der Weg, wie er gegenwärtig in Deutschland angestrebt wird, große Gefahren in sich birgt - vor allem mit Blick auf eine Spaltung innerhalb der deutschen Kirche.“

Köln (kath.net) „Ich glaube, dass der Weg, wie er gegenwärtig in Deutschland angestrebt wird, große Gefahren in sich birgt - vor allem mit Blick auf eine Spaltung innerhalb der deutschen Kirche.“ Das sagte Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, über den geplanten „Synodalen Weg“. Woelki erinnerte daran, dass Papst Franziskus jüngst in seinem Brief an die Katholiken in Deutschland darum gebeten hatte, in der Einheit mit der Weltkirche zu bleiben, kath.net hat berichtet. Der Kölner Kardinal äußerte sich im Interview mit der „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“.

Werbung
Franken1


Woelki berichtete, er habe während seiner USA-Reise neulich in Gesprächen mit den amerikanischen Katholiken weit verbreitet die Sorge wahrgenommen, „dass uns der ‚synodale Weg‘ auf einen deutschen Sonderweg führt, dass wir schlimmstenfalls sogar die Gemeinschaft mit der Universalkirche aufs Spiel setzen und zu einer deutschen Nationalkirche werden“. Man habe in den USA vielerorts nicht nachvollziehen können, „dass wir in Deutschland bereit scheinen, das uns anvertraute Glaubensgut mutwillig zu verändern, weil es lautstark von uns gefordert wird“.

Woelki berichtete vom kirchlichen Leben in den USA, dort gebe es kirchliche Aufbrüchen sowie Ordensgemeinschaften, die viele junge Menschen anzögen. Dabei sei als „Herzmitte“ überall die Entscheidung zu erkennen, das Sakramentale ins Zentrum zu stellen. Es werde unbefangen an Werk- und Sonntagen die Messe gefeiert und eucharistische Anbetungen gehalten, dies seien „Essentials im Leben der Gemeinden, der Schulen und der Hochschulen“.

"Ich bin erstaunt gewesen, wie genau meine Gesprächspartner die kirchliche Situation in Europa und insbesondere in Deutschland verfolgen. Überall schlug mir die Besorgnis über die gegenwärtigen Entwicklungen in Deutschland entgegen. In vielen Begegnungen war die Sorge zu spüren, dass uns der „Synodale Weg“ auf einen deutschen Sonderweg führt, dass wir schlimmstenfalls sogar die Gemeinschaft mit der Universalkirche aufs Spiel setzen und zu einer deutschen Nationalkirche werden. Das kann niemand wollen, und wir sollten die Warnung sehr ernst nehmen. Viele meiner Gesprächspartner haben den Kopf darüber geschüttelt, dass wir in Deutschland bereit scheinen, das uns anvertraute Glaubensgut mutwillig zu verändern, weil es lautstark von uns gefordert wird." (Kardinal Woelki - Zitat - Kirchenzeitung Köln)



Archivfoto Kardinal Woelki




Archivfoto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Warum klammert sich die Kirche so an ein NS-Gesetz? (124)

‚Hoffen wir, dass Papst Franziskus das Abschlussdokument zerreißt’ (29)

US-Präsident Trump kündigt Teilnahme am March for Life an! (24)

Bischof Küng weist Vorwurf sexuellen Übergriffs zurück (24)

Kritisieren unerwünscht (24)

Papst will Rolle von Ehepaaren in der Kirche stärken (20)

„Ohne Menschenfurcht unseren katholischen Glauben öffentlich bekennen“ (19)

Er kam, sprach und schrieb Pro-Life-Geschichte! (19)

Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst (18)

„Sag den Menschen: Der Papst ist mit euch!“ (15)

Abtreibung – das globale Blutbad im Blutrausch der Welt (15)

Stift Heiligenkreuz bestürzt über Missbrauchsvorwürfe gegen Pater (15)

„Kultursensibel“ statt Kindergartenfasching (13)

Bildungspolitische Katastrophe in unseren Klassenzimmern (11)

„Da spaltet gar nix bei der Jodelsynode“ (11)