04 September 2019, 11:45
Ex-Kardinal McCarrick bricht sein Schweigen, leugnet seine Verbrechen
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Skandal-Kardinal: „Ich bin nicht so schlecht, wie man mich darstellt. Ich glaube nicht, dass ich diese Dinge getan habe, deren ich beschuldigt werde.“

Topeka (kath.net)
Ex-Kardinal Theodore McCarrick, der ehemalige Erzbischof von Washington D.C. (Archivfoto), der mit zahlreichen Missbrauchsvorwürfen konfrontiert ist, hat sein Schweigen gebrochen und sich erstmals medial zu Wort gemeldet und die Vorwürfe geleugnet. Der 89-Jährige, dem vom Vatikan seine Kardinalswürde entzogen wurde, lebt derzeit in einem Kapuziner-Männerkloster in Kansas. Nun hat er Ruth Graham, Redakteurin des "Slate Magazin", ein Interview gegeben. Auf die Frage der Journalistin, ob er die Verbrechen, die ihm angelastet werden, begangen habe, meinte McCarrick: „Ich bin nicht so schlecht, wie man mich darstellt. Ich glaube nicht, dass ich diese Dinge getan habe, deren ich beschuldigt werde.“

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Konkret angesprochen auf James Grein, der den Kardinal beschuldigte, dass dieser ihm im Beichtstuhl sexuell missbraucht habe, meinte der Ex-Kardinal: „Ich war Priester für 60 Jahre und ich würde niemals so etwas machen.“

Auch die Vorwürfe von damaligen Seminaristen, dass sie in seinem Strandhaus von ihrem Bischof sexuell belästigt wurden, wies der Ex-Kardinal zurück und verwies darauf, dass viele dort waren, die so etwas nicht behaupteten, was den Reporter aber nicht überzeugte. McCarrick meinte dann, dass diese Vorwürfe von seinen „Feinden“ in die Welt gesetzt wurden, Namen nannte er aber nicht.

Nur eine Person attackiere McCarrick direkt, Erzbischof Carlo Maria Viganò, den ehemaligen Nuntius des Vatikans in den USA, den er als Vertreter der „Rechtsaußen“ beschimpfte.

„Ich möchte nicht sagen, dass er [Viganò] ein Lügner ist, aber ich glaube, dass einige der Bischöfe meinen, dass er nicht die Wahrheit sagt. „ Viganò hatte in seinem Statement McCarrick als Missbrauchstäter geoutet und viele Kirchenmänner des Mitwissens beschuldigt.

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