29 August 2019, 09:00
Gedenken an die Opfer der antichristlichen Gewalt in Orissa
 
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Antichristlicher Gewaltausbruch in Nordindien jährte sich zum elften Mal – Mehr als 100 Menschen starben, über 64.000 wurden vertrieben – Pfarrer: „Wir bitten Gott, dass diese Märtyrer allen Menschen des Distrikts Mut machen“

Phulbani (kath.net) Pfarreien der indischen Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar gedachten am 25. August mit besonderen Gebeten der Opfer antichristlicher Gewalt, zu der es 2008 im Distrikt Kandhamal im indischen Bundesstaat Orissa gekommen war. Jedes Jahr begeht die Kirche in Indien den 25. August als Jahrestag der antichristlichen Gewalt, die vor elf Jahren in Kandhamal stattgefunden hat. Darüber berichteten die Päpstlichen Missionswerke „Fides“.

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„Wir haben uns zum Gebet versammelt und daran erinnert, wie viele Menschen bei der Welle der Gewalt in Kandhamal im Jahr 2008 gestorben sind“, sagte Pfarrer Udayanath Bishoyi, der die Christkönigs-Gemeinde in Phulbani leitet. „Das Opfer und der Glaube unserer Christusgläubigen darf nicht vergessen werden. Sie sind für viele immer wieder Inspiration dazu, angesichts der Verfolgung und der Prüfungen des Lebens fest im Glauben an Jesus Christus zu bleiben.“ „Wir bitten Gott, dass diese Märtyrer allen Menschen des Distrikts Mut machen“, führte er weiter aus und erinnerte: „Durch ihre Fürsprache wird der Glaube unter zukünftigen Generationen gestärkt.“

Bei der anti-christlichen Gewalt starben in Kandhamal im Jahr 2018 mehr als 100 Menschen und mindestens 64.000 wurden vertrieben. Rund 6.500 Häuser und 395 Kirchen wurden zerstört. Bis heute sind rund 10.000 Menschen aus Angst vor Repressalien noch nicht in ihre Heimat zurückgekehrt.

Laut lokalen Quellen wurden von über 3.300 bei der Polizei eingereicht Anzeigen nur 727 Fälle überhaupt vor Gericht verhandelt, wobei allerdings über 88 Prozent der Angeklagten freigesprochen wurden.

Foto: Symbolbild

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