Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  15. Ist Jesus der Herr?

Staat hat Handlungsmöglichkeiten, um ungeborenes Leben zu schützen

28. August 2019 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich wünsche mir mehr Sensibilität gerade bei öffentlichen Rundfunkanstalten dafür, dass es einen Schutzauftrag des Staates gegenüber dem ungeborenen Leben gibt.“ Gastbeitrag von MdB Sylvia Pantel


Berlin-Düsseldorf (kath.net) Die Handreichung gibt den hessischen Kommunen und ihren für das Versammlungswesen zuständigen Behörden Informationen zur Auflagenerteilung bezüglich von Demonstrationen vor Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Arztpraxen und Kliniken an die Hand. Sie bietet eine Regelung für die Wahrung zweier widerstrebender Grundrechte, denn der Staat hat die Verantwortung den Grundrechten sowohl der schwangeren Frauen als auch derjenigen der Lebensschützer, Geltung zu verschaffen.

Wenn auch eingeschränkt, so ermöglicht die Handreichung doch Demonstrationen oder Mahnwachen der Lebensschützer, verhilft aber auch den Schwangeren zu ihrem Recht auf eine gesetzlich vorgeschriebene, unverzügliche, ergebnisoffene und professionelle Beratung. Ich sehe in der Handreichung keine Wertung darüber, inwieweit Abtreibungen als gesellschaftlich akzeptiert gelten oder nicht. Ich sehe darin auch keine Wertung über das Recht auf Leben am Lebensanfang. Aber in unserer Gesellschaft ist Abtreibung ein emotional hochgeladenes und sensibles Thema. Ich befürchte, dass die Handreichung von interessierten Kreisen missbraucht werden könnte, um aus den ratsuchenden Frauen Opfer von Organisationen der Lebensrechtsbewegung zu machen. Dies könnte in der öffentlichen Meinung die Waage zwischen den Grundrechten von Mutter und ungeborenem Kind in Richtung Selbstbestimmungsrecht der Frau verschieben.


Dass die Entscheidung der schwangeren Frau in Selbstverantwortung und nicht durch Druck von außen begründet sein soll, begrüße ich. Gleichzeitig halte ich es aber auch für wichtig, dass nicht nur öffentlich auf das Lebensrecht ungeborener Kinder aufmerksam gemacht wird, sondern dass auch Maßnahmen getroffen werden, die die Entscheidung einer Mutter für ihr Kind bestärken.

Dazu gehört, dass die Qualität der Arbeit in den Beratungsstellen sichergestellt sein muss, wenn der staatliche Auftrag erfüllt werden soll. Auch wünsche ich mir mehr Sensibilität gerade bei öffentlichen Rundfunkanstalten dafür, dass es einen Schutzauftrag des Staates gegenüber dem ungeborenen Leben gibt. Ich wünsche mir ein Empfinden dafür, dass es nicht in Ordnung ist, wenn das Grundrecht der Mutter auf Selbstbestimmung gegen das Grundrecht des ungeborenen Kindes auf Leben ausgespielt wird.

Und es gibt weitere Handlungsmöglichkeiten des Staates, um ungeborenes Leben zu schützen, für die ich mich gerne weiter einsetzen werde. Dazu gehören neben erforderlichen Regelungen bei der Altersvorsorge für Frauen mit Kindern und bezahlbarem Wohnraum auch eine größere Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung z.B. durch ein erweitertes Elterngeld, Entlastung von Eltern bei Steuern und Abgaben oder durch Unterstützung bei der Kinderziehung durch quantitativ ausreichende und qualitativ gute Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen.

Mit Absicht stellt unser Grundgesetz mit Art.1 GG den Lebensschutz und die Würde des Menschen vor das Recht auf Selbstbestimmung (Art.2 GG). Dies scheint in Bezug auf den Schutz des ungeborenen Lebens vielen nicht bewusst zu sein und fällt in der öffentlichen Diskussion leider gerne unter den Tisch. Auch deshalb ist es erforderlich, immer wieder daran zu erinnern.

Sylvia Pantel (Düsseldorf) ist CDU-Bundestagsabgeordnete, fünffache Mutter und Katholikin. Sie gehört dem Bundesvorstand der Frauen Union an, außerdem ist sie Mitglied im „Berliner Kreis“, einem Zusammenschluss wertkonservativer Politiker aus CDU und CSU.

MdB Sylvia Pantel/CDU: Keine Werbung für Abtreibung



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  2. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  3. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein
  4. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  5. "Die Christen und Lebensschützer trauern um Martin Lohmann"
  6. „Die Tragödie von 73 Millionen Abtreibungen jährlich weltweit ist zur Normalität geworden“
  7. "Jugend für das Leben" stellt klar: Es gab keinerlei Belästigung vor Abtreibungsklinken
  8. "Social Egg Freezing": Ethikerin kritisiert VfGH-Entscheidung
  9. 40 Jahre CDL: Festredner Prof. Christian Hillgruber warnt vor reduziertem Lebensschutz
  10. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz