Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  4. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  5. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  6. Kontroverse um die "Tagespost"
  7. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  8. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  9. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  10. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  11. Ich glaube an … Engel?
  12. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  13. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  14. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  15. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!

Die Tür zum Himmel

25. August 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: es gibt keinen ‚Numerus clausus’ für das Paradies. ‚Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen’. Appell für das von Bränden heimgesuchte Amazonien. Vom Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Sie werden von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Und siehe, da sind Letzte, die werden Erste sein, und da sind Erste, die werden Letzte sein“: Angelus am einundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Lk 13,22-30): Jesus lehre in Städten und Dörfern auf dem Weg nach Jerusalem, wo er wisse, dass er am Kreuz sterben müsse, um alle Menschen zu retten.

In dieses Bild sei die Frage eines Mannes eingefügt, der sich an ihn wende und sage: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ (V. 23). Das Thema sei zu jener Zeit diskutiert worden, und es habe verschiedene Arten gegeben, die Schrift zu interpretieren. Aber Jesus stelle die Frage auf den Kopf und stelle die Antwort auf die Ebene der Verantwortung und fordere uns auf, die gegenwärtige Zeit gut zu nutzen. Tatsächlich sagt er: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen“ (V. 24).


Mit diesen Worten mache Jesus deutlich, dass es sich nicht um Zahlen handle. Es gebe keinen „Numerus clausus“ im Paradies. Sondern es gehe darum, bereits jetzt den richtigen Weg ein zuschlagen, der für alle, aber eng sei. Jesus wolle uns nicht täuschen. Er sage uns die Dinge so, wie sie seien: der Weg, „der Durchgang ist eng“, in dem Sinne, dass man Gott und seinen Nächsten lieben müsse, um gerettet zu werden, „und das ist nicht bequem“. Es sei eine „enge Tür“, weil es anspruchsvoll sei. Es erfordere Engagement, „Anstrengung“, das heißt einen entschlossenen und ausdauernden Willen, nach dem Evangelium zu leben, den guten Kampf des Evangeliums.

Um sich besser zu verständlich zu machen, erzähle Jesus ein Gleichnis. Es gebe einen Herrn, der für Gott stehe. Sein Haus symbolisiere das ewige Leben, die Erlösung. Und hier kehre das Bild der Tür zurück. Jesus sage: „Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt und ihr draußen steht, an die Tür klopft und ruft: Herr, mach uns auf!, dann wird er euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid“ (V. 25).

Diese Leute würden dann versuchen, sich bekannt zu machen und den Herrn daran zu erinnern, mit ihm gegessen und getrunken und seine Lehren gehört zu haben. Aber der Herr werde wiederholen, dass er sie nicht kenne: „Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan!“ (V. 27). Der Herr werde uns nicht wegen unserer Titel erkennen, sondern für ein demütiges und gutes Leben, ein Leben des Glaubens, das sich in Werke umsetze.

Für uns Christen bedeute dies, dass wir aufgerufen seien, eine wahre Gemeinschaft mit Jesus aufzubauen, zu beten, in die Kirche zu gehen, uns den Sakramenten zu nähern und uns an seinem Wort zu nähren. Dies halte uns im Glauben, nähre unsere Hoffnung und belebe die Nächstenliebe. So könnten und müssten wir mit der Gnade Gottes unser Leben zum Wohl unserer Brüder und Schwestern aufwenden und gegen jede Form des Bösen und der Ungerechtigkeit kämpfen.

Maria „ging durch die schmale Tür, die Jesus ist, sie nahm ihn von ganzem Herzen an und folgte ihm jeden Tag ihres Lebens, auch wenn sie es nicht verstand, auch wenn ein Schwert ihre Seele durchbohrte. Aus diesem Grund rufen wir sie als ‚Tor des Himmels’ an. Ein Tor, das genau der Form Jesu habe: das Tor des Herzens Gottes, anspruchsvoll, aber offen für uns alle“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die verheerenden Brände, die seit Tagen das Amazonasgebiet verwüsten:

„Wir sind alle besorgt über die gewaltigen Brände, die sich in Amazonien entwickelt haben. Wir beten darum, dass sie mit dem Einsatz aller so schnell wie möglich unter Kontrolle gebracht werden. Diese grüne Lunge ist lebenswichtig für unseren Planeten“.

Papst Franziskus Angelus 25.8.2019



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 25. August 2019 

@ Karlmaria

Herzlichen Dank, lieber Karlmaria. Es war mir nie klar was solche oft spontane "Lebensübergaben an Jesus" eigentlich seien. Wenn ich daran denken, dass dem endgültigen Entscheid im Klosterleben, den ewigen Gelübden, Jahre der Prüfung vorausgehen … Wenn es natürlich mit dem einmaligen Entscheid getan ist, dann geht das problemlos.


3

0
 
 Karlmaria 25. August 2019 

Bemüht euch mit allen Kräften

Es gibt vor allem unter Protestanten die Irrlehre dass man sich nur einmal für Jesus entscheiden muss und dann ist alles gelaufen. Wie immer kommen die protestantischen Lehren mit einiger Verzögerung auch zu uns. Es ist eben falsch dass mit einer einzigen Entscheidung alles klar ist.

Vom englischen decision=Entscheidung her gibt es das sperrige Wort decisionism=Entscheidungsismus.

Die Weihe an Maria oder die Scabulierauflegung da ist es auch nicht ein für alle mal getan. Da geht es immer darum das in jedem Augenblick zu leben.

Sich für Jesus Christus zu entscheiden ist ja sehr gut. Das ist etwa so wie die Jungfrauen die das Licht in ihren Lampen hatten. Mit der Entscheidung für Jesus Christus ist man aus der Finsternis zum Licht gekommen. Wie das Gleichnis sagt geht es aber auch darum außer dass man zum Licht gekommen ist auch noch Öl im Krug zu haben!


12

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Sich in der Prüfung vertrauensvoll Gott überlassen
  2. Der Weg, der bei Gott beginnt, und der zu Gott zurückführt
  3. Sich dem Abenteuer der Heiligkeit verpflichtet fühlen
  4. Der Weizen und das Unkraut: eine Vision der Geschichte
  5. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  6. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  7. Petrus – der auf Christus errichtete Fels
  8. Das Reich Gottes: das Reich der unentgeltlichen und dankbaren Liebe
  9. Drei Prüfungen
  10. Die mystische Wirkung und die gemeinschaftliche Wirkung








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Kontroverse um die "Tagespost"
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  9. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  10. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  11. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  12. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  13. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  14. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  15. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz