Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  9. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  12. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. "Ich glaube, dass ich glaube"
  15. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“

Die Tür zum Himmel

25. August 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: es gibt keinen ‚Numerus clausus’ für das Paradies. ‚Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen’. Appell für das von Bränden heimgesuchte Amazonien. Vom Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Sie werden von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Und siehe, da sind Letzte, die werden Erste sein, und da sind Erste, die werden Letzte sein“: Angelus am einundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Lk 13,22-30): Jesus lehre in Städten und Dörfern auf dem Weg nach Jerusalem, wo er wisse, dass er am Kreuz sterben müsse, um alle Menschen zu retten.

In dieses Bild sei die Frage eines Mannes eingefügt, der sich an ihn wende und sage: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ (V. 23). Das Thema sei zu jener Zeit diskutiert worden, und es habe verschiedene Arten gegeben, die Schrift zu interpretieren. Aber Jesus stelle die Frage auf den Kopf und stelle die Antwort auf die Ebene der Verantwortung und fordere uns auf, die gegenwärtige Zeit gut zu nutzen. Tatsächlich sagt er: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen“ (V. 24).


Mit diesen Worten mache Jesus deutlich, dass es sich nicht um Zahlen handle. Es gebe keinen „Numerus clausus“ im Paradies. Sondern es gehe darum, bereits jetzt den richtigen Weg ein zuschlagen, der für alle, aber eng sei. Jesus wolle uns nicht täuschen. Er sage uns die Dinge so, wie sie seien: der Weg, „der Durchgang ist eng“, in dem Sinne, dass man Gott und seinen Nächsten lieben müsse, um gerettet zu werden, „und das ist nicht bequem“. Es sei eine „enge Tür“, weil es anspruchsvoll sei. Es erfordere Engagement, „Anstrengung“, das heißt einen entschlossenen und ausdauernden Willen, nach dem Evangelium zu leben, den guten Kampf des Evangeliums.

Um sich besser zu verständlich zu machen, erzähle Jesus ein Gleichnis. Es gebe einen Herrn, der für Gott stehe. Sein Haus symbolisiere das ewige Leben, die Erlösung. Und hier kehre das Bild der Tür zurück. Jesus sage: „Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt und ihr draußen steht, an die Tür klopft und ruft: Herr, mach uns auf!, dann wird er euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid“ (V. 25).

Diese Leute würden dann versuchen, sich bekannt zu machen und den Herrn daran zu erinnern, mit ihm gegessen und getrunken und seine Lehren gehört zu haben. Aber der Herr werde wiederholen, dass er sie nicht kenne: „Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan!“ (V. 27). Der Herr werde uns nicht wegen unserer Titel erkennen, sondern für ein demütiges und gutes Leben, ein Leben des Glaubens, das sich in Werke umsetze.

Für uns Christen bedeute dies, dass wir aufgerufen seien, eine wahre Gemeinschaft mit Jesus aufzubauen, zu beten, in die Kirche zu gehen, uns den Sakramenten zu nähern und uns an seinem Wort zu nähren. Dies halte uns im Glauben, nähre unsere Hoffnung und belebe die Nächstenliebe. So könnten und müssten wir mit der Gnade Gottes unser Leben zum Wohl unserer Brüder und Schwestern aufwenden und gegen jede Form des Bösen und der Ungerechtigkeit kämpfen.

Maria „ging durch die schmale Tür, die Jesus ist, sie nahm ihn von ganzem Herzen an und folgte ihm jeden Tag ihres Lebens, auch wenn sie es nicht verstand, auch wenn ein Schwert ihre Seele durchbohrte. Aus diesem Grund rufen wir sie als ‚Tor des Himmels’ an. Ein Tor, das genau der Form Jesu habe: das Tor des Herzens Gottes, anspruchsvoll, aber offen für uns alle“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die verheerenden Brände, die seit Tagen das Amazonasgebiet verwüsten:

„Wir sind alle besorgt über die gewaltigen Brände, die sich in Amazonien entwickelt haben. Wir beten darum, dass sie mit dem Einsatz aller so schnell wie möglich unter Kontrolle gebracht werden. Diese grüne Lunge ist lebenswichtig für unseren Planeten“.

Papst Franziskus Angelus 25.8.2019



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  11. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  12. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  13. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz