Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  7. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  11. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  15. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden

McCarrick: Strategien eines typischen Missbrauchstäters

14. August 2019 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die missbrauchten Personen seien die ersten Opfer des ehemaligen Kardinals. Er und andere Missbrauchstäter hätten aber alle belogen, missbraucht und benutzt, sagt James Grein, ein Opfer McCarricks.


Vatikan (kath.net/jg)
Das Verhalten von Theodore McCarrick entspricht dem eines typischen Missbrauchstäters. Das zeigen Briefe des ehemaligen Kardinals und Erzbischofs von Washington an seine Opfer, die von der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) veröffentlicht worden sind.

Church Militant hat mit James Grein über das Vorgehen McCarricks gesprochen. Grein war das erste Opfer, das 2018 an die Öffentlichkeit gegangen ist, nachdem die Erzdiözese New York bekannt gegeben hatte, es gebe „glaubwürdige Vorwürfe“ gegen McCarrick.

Der Artikel der AP lege das Verhalten von Missbrauchstätern offen. Alle gefährdeten Männer und Frauen könnten daraus lernen und erkennen, was mit ihnen passiere. Der Artikel habe daher über den Fall McCarrick hinaus große Bedeutung, sagte Grein.

Die erste Strategie bestehe darin, zu den Opfern ein Naheverhältnis aufzubauen. McCarrick ließ sich von den Jugendlichen „Onkel Ted“ nennen und bezeichnete sie als seine „Neffen“. Auf diese Weise entstehe eine quasi-familiäre Beziehung zwischen Tätern und Opfern. So entstehe bei den Opfern eine Hemmschwelle, den Täter anzuzeigen, sagte Monica Applewhite, eine Expertin für die Bekämpfung sexuellen Missbrauchs.


Eine weitere Strategie bestehe darin, so zu tun als ob nichts zu verbergen sei. McCarrick habe Postkarten an seine Opfer geschrieben, die er den Eltern gab, damit diese sie gemeinsam mit ihren Briefen an die jugendlichen Opfer schicken könnten. Grein war als Jugendlicher in einem Internat. McCarrick lud ihn per Postkarte zu sich ein, sobald er wieder zurück sei. Postkarten wie diese waren wiederholt Briefen seines Vaters beigelegt. Dies trug dazu bei, dass die Eltern keinen Verdacht schöpften. McCarrick schien nichts zu verbergen zu haben.

Als Kardinal und Erzbischof von Newark und Washington ließ McCarrick gegenüber seinen Opfern immer wieder seine Autorität und seinen Einfluss anklingen. Er berichtete ihnen von wichtigen Aufgaben und besonderen Privilegien, die ihm in seiner Position zukamen. Diese Strategie wandte er in erster Linie gegenüber Seminaristen an, die er missbrauchte. Einem von ihnen schrieb er über seine Reisen in die Sowjetunion und nach Polen im Jahr 1987, also noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Später schrieb er ihm, dass er Papst Johannes Paul II. auf seiner Reise durch die USA begleitet habe.

Die Botschaft, die er damit vermittelte, lautete: Wer treu zu ihm stehe, den könne er an seinen Privilegien und an seinem Einfluss teilhaben lassen, sagte Elizabeth Jeglic, eine Professorin für Psychologie am John Jay College of Criminal Justice.

Die von McCarric sexuell missbrauchten Personen seien dessen erste Opfer. McCarrick und die anderen Missbrauchstäter hätten aber auch alle anderen zu ihrem eigenen Nutzen belogen, missbraucht und benutzt. Die Aufdeckung der Missbrauchsfälle habe es ermöglicht, dass in der Kirche und in der Welt Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung einzurichten, sagte Grein.


Link zum Artikel auf Church Militant (englisch):

Newly Published McCarrick Letters: Inside the Mind of a Clerical Predator



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  9. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  10. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  11. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  12. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  13. Das Licht der Osternacht und der Weg der Versöhnung
  14. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  15. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz