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Seligsprechungsprozess für von Nazis und KP verfolgten Jesuiten

2. August 2019 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Tschechische Bischöfe billigen Einleitung des Seligsprechungsverfahrens für den Priester und Journalisten Adolf Kajpr, der u.a. im Konzentrationslager Mauthausen inhaftiert war


Prag (kath.net/KAP) In Tschechien wird ein Seligsprechungsverfahren für den von Nationalsozialisten und Kommunisten verfolgten Jesuitenpater und Journalisten Adolf Karel Kajpr (1902-1959) eröffnet. Die tschechischen Bischöfe hätten bei ihrer jüngsten Vollversammlung die Einleitung des diözesanen Verfahrens für den Ordensmann, der u.a. in Innsbruck zum Priester geweiht wurde und im Konzentrationslager Mauthausen inhaftiert war, gebilligt, heißt es in einer Mitteilung auf dem Onlineportal der Bischofskonferenz.

Der aus Mittelböhmen stammende Kajpr war 1918 in den Jesuitenorden eingetreten. Er absolvierte ein Philosophiestudium in Belgien und von 1932 bis 1936 das Theologiestudium in Innsbruck. In der Tiroler Landeshauptstadt wurde er am 26. Juli 1936 auch zum Priester geweiht.


Von 1937 bis 1939 studierte der Jesuit an der Prager Karlsuniversität Soziologie und entfaltete eine intensive Tätigkeit als Lehrer und Journalist. Unter anderem ein Artikel, in dem er sich gegen die missbräuchliche Berufung von Nazi-Kollaboranten auf den Landespatron Wenzel wandte, trug ihm vier Jahre Konzentrationslager ein: in Theresienstadt, Mauthausen und ab 1942 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Dachau.

Als Teilnehmer am Widerstandskampf wurde Kajpr 1947 von Präsident Edvard Benes ausgezeichnet. Am 14. März 1950 wurde der Priester wegen "Hassartikeln" gegen das volksdemokratische Regime, "umstürzlerischen Predigten" und "Spionage zugunsten des Vatikans" festgenommen. Ab 1951 war er im slowakischen Leopoldov kaserniert, wo er am 17. September 1959 einem zweiten Herzinfarkt erlag.

Nach dem Ende des "Prager Frühlings" wurde er exhumiert und am 25. Oktober 1968 in der Ordensgruft der Jesuiten auf dem Prager Vysehrad beigesetzt. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) bezeichnete Kajpr als einen Ordensmann, der auch unter den Bedingungen der Verfolgung "ein Beispiel großer Würde mit einem Leben christlicher Tugend" zu geben vermochte; er sei "im Ruf der Heiligkeit verstorben".

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 mphc 2. August 2019 

Wann wird der Seligsperchungsprozess

für den tapferen slowakischen Jesuiten und Geheimbischof Paul Hnilica eröffnet?


6
 
 Chris2 2. August 2019 
 

Ein wichtiges Zeichen gerade in einer Zeit,

in der in manchen Ländern der "Kampf gegen Rechts" längst massiv für parteipolitische Zwecke und den eigenen Postenerhalt instrumentalisiert wird (Wie bereits der ganz bewusst verkürzte Begriff "Rechtsextremismus" belegt).
Dabei haben Nationalsozialisten wie Sozialisten im 20. Jhdt. jeweils zweistellige Millionen Opfer ihrer Ideologien zu verantworten
A propos:
Sozialisten: Die "Genossen" stellten Fünfjahrespläne auf
Nationalsozialisten: Die "Parteigenossen" stellten Vierjahrespläne auf
Merke: "Wenn der Faschismus wiederkommt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus, sondern: 'Ich bin der Antifaschismus'"


5
 

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