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Institut Johannes Paul II: Studenten veröffentlichen Protest-Brief

31. Juli 2019 in Familie, 21 Lesermeinungen
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Studenten: „Warum sollte jemand noch am Johannes Paul-Institut studieren, wenn es anscheinend nichts Neues zu bieten hat im Vergleich zu dem, was in den Lehrplänen der säkularen Universitäten, und zwar oft noch attraktiver und effektiver, zu finden.“


Rom (kath.net) Mit einem Brief an die Leitung des „Päpstlichen Theologischen Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften“ in Rom reagieren Studenten auf die Entlassungen und Änderungen inmitten ihres laufenden Studiums. Der in mehreren Sprachen veröffentlichte Brief wurde inzwischen von etwa 250 Studenten und ehemaligen Studenten unterschrieben, es kommen weiterhin Unterschriften dazu. kath.net dokumentiert das Schreiben in voller Länge:

Rom, am 24. Juli 2019
An Msgr. Pierangelo Sequeri
Vorstand des Päpstlichen Theologischen Instituts Johannes Paul II.
Zur Kenntnisnahme an Seine Exzellenz Msgr. Vincenzo Paglia
Großkanzler des Päpstlichen Theologischen Instituts Johannes Paul II.

Hochwürdigster Msgr. Sequeri!

In den vergangenen Stunden haben uns viele Studenten ihre große Sorge zum Ausdruck gebracht über die plötzliche Veröffentlichung der Neuen Statuten und der neuen Studienordnung unseres Instituts sowie über die traurige Nachricht, dass zwei Professoren entlassen wurden, deren Lehrstühle im Bildungsangebot des Instituts eine zentrale Rolle spielen. Angesichts der wachsenden Besorgnis, und um unserer Pflicht als Studentenvertreter nachzukommen, wenden wir uns an Sie als Institutsvorstand und damit Garanten für die Fortsetzung des Studiums und der Rechte der Studierenden unseres Instituts.

Wir sind traurig und bestürzt über die Art und Weise, wie wir von den einschneidenden Veränderungen, die uns als Studenten direkt betreffen, in Kenntnis gesetzt wurden, und so möchten wir zunächst unsere größte Sorge zum Ausdruck bringen: den Verlust der Ausbildungslinie und damit der Identität des Päpstlichen Theologischen Instituts Johannes Paul II., die in jedem Fall der Hauptgrund dafür war, dass die meisten Studenten (und ihre Vorgesetzten) dieses Institut für ihre Ausbildung gewählt haben.

Die Identität des Instituts Johannes Paul II

Da Papst Franziskus selbst in seinem Motu proprio Summa familiae cura bereits im ersten Artikel (1) seinen Wunsch ausdrückt, die ursprüngliche Inspiration von Johannes Paul II., d. h. dessen besonderes Lehrangebot in der Kirche, fortzusetzen, sind wir überrascht über die Tatsache, dass sich in der neuen Studienordnung weder eine Vorlesung über die Theologie des Leibes oder über die Lehre von Johannes Paul II. findet noch davon die Rede ist, sondern dass sich alles auf die Einführungsvorlesung „La Communio personarum....“ zu beschränken scheint. Daher stellen sich folgende Fragen:

1. Wie wird diese Identität, die der Mittelpunkt der Lehren Johannes Pauls II. ist, spezifisch gewahrt werden?

2. Wie wird verhindert, dass der „Dialog mit anderen Disziplinen“ – der ja bereits im alten Studienplan vorhanden ist – zu einer bloßen Überlagerung verschiedener Sichtweisen zum gleichen Thema ohne inneren Zusammenhalt wird, wie dies für die interdisziplinären Studien der meisten säkularen Universitäten typisch ist?

3. Warum sollte jemand noch am Johannes Paul-Institut studieren, wenn es anscheinend nichts Neues zu bieten hat im Vergleich zu dem, was in den Lehrplänen der säkularen Universitäten, und zwar oft noch attraktiver und effektiver, zu finden ist?

Dagegen bekundete Johannes Paul II. in seiner Apostolischen Konstitution Magnum Matrimonii Sacramentum, Absatz 8, seine Absicht, dass das Institut „der besonderen Schirmherrschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria von Fatima anvertraut wird“. Wir wissen um die enge Beziehung, die unser Institut seit dem Attentat vom 13. Mai 1981 immer mit dieser marianischen Anrufung hatte.


Deshalb glauben wir, dass es von entscheidender Bedeutung ist, dieses Institut, das von Papst Franziskus zum Ziel der Verbesserung und Stärkung
neu gegründet wurde, der Muttergottes von Fatima zu weihen. Lehrstuhl für Fundamentalmoral

Im Mittelpunkt unserer Sorge um die Identität des Instituts steht die Abschaffung des Lehrstuhls für Fundamentalmoral. Wir wissen, wie wichtig für den heiligen Johannes Paul II. das Studium des menschlichen Handelns war, sodass er diesen Lehrstuhl dem ersten Institutsvorstand, Kardinal Carlo Caffarra, übertragen hat. Zudem wurde die Tätigkeit dieses Lehrstuhls, insbesondere in dem von Kardinal Scola eingerichteten Forschungsbereich, von Benedikt XVI. ausdrücklich gewürdigt. Aus diesem Grund erweist sich die für die Abschaffung dieses Lehrstuhls offiziell angeführte Begründung als unverständlich, nämlich, dass er Teil des theologischen Grundstudiums sei. Wenn dem so ist, warum gibt es dann weiterhin einen Lehrstuhl für Theologische Anthropologie und sogar einen neuen für Fundamentaltheologie? In den Lehrveranstaltungen von Msgr. Melina ging es nicht nur um die allgemeinen Prinzipien der grundlegenden Moral, sondern sie waren eng mit der Ehe- und Familienmoral verbunden, wie wir in seinem Unterricht erfahren durften. Und warum erscheint dieses Hindernis plötzlich so unüberwindbar, wenn es sich um einen Lehrstuhl handelt, der seit 38 Jahren besteht?

In diesem Sinne möchten wir als Studenten betonen, wie wichtig dieser Lehrstuhl für uns war:
Zweifellos gehört er zu den größten Neuheiten und Schätzen, die das Institut bis heute der Kirche und der Gesellschaft geboten hat. In einer Welt, in der alles zwischen einer relativistischen und einer legalistischen ethischen Sichtweise gespalten zu sein scheint, erlaubt uns die vom Institut gelehrte Sichtweise, die Sittlichkeit als einen Weg der Fülle und Sinnhaftigkeit für den Menschen zu verstehen, wo der Mensch für seine Handlungen verantwortlich ist, aber gleichzeitig immer auf die Hilfe der Gnade und der Tugenden zählt, die ihm helfen, ein gutes Leben zu führen. Diese Moralauffassung, in der die Heiligkeit im Mittelpunkt steht, erlaubt uns, den so vielen schwierigen Fällen in Ehe und Familie mit Hoffnung zu begegnen.

Entlassungen unserer Professoren

Was die unerwartete Entlassung zweier unserer Professoren des Instituts, Msgr. Livio Melina und P. José Noriega, betrifft, so sind wir über mehrere Dinge besorgt und alarmiert:

1. über die für uns plötzliche und unverständliche Art und Weise, in der ohne wirklichen Grund zwei Professoren entlassen wurden, die nicht nur innerhalb des Instituts ein hohes Ansehen genießen, sondern einen internationalen Bezugspunkt darstellen, wie ihre lange akademische Laufbahn zeigt. Insbesondere im Fall von Prof. Melina bedeutet die Kündigung, nach 32 Jahren Lehrtätigkeit, davon 28 als Ordentlicher Professor, und nach Jahren als Vorstand unseres Instituts, das unter seiner Leitung weltweit expandiert hat, nicht irgendein Verdienst von ihm anzuerkennen.

2. über die Tatsache, dass mit der Entlassung eine der tragenden Säulen des Bildungsangebots des Instituts geschwächt wird, wie es die Fundamental- und Spezialmoral sind.

3. über die Tatsache, dass uns die sofortige Entlassung von Msgr. Melina und Prof. Noriega zwei Monate vor Beginn des neuen Studienjahres 2019/20 mitgeteilt wird, für das es bereits einen vom Institut selbst im Juni davor bekannt gegebenen Vorlesungsplan gab, für den sich bereits viele Studierende registriert haben; dabei hat jeder von beiden jedes Jahr eine Pflichtvorlesung, ein Wahlfach und zwei Seminare angeboten und darüber hinaus viele noch laufende Doktorarbeiten betreut. Außerdem leitet Prof. Noriega unter großem Erfolg und Anerkennung die internationale Zeitschrift Anthropotes und die Herausgebertätigkeit des Instituts.

4. dass die hohe Wertschätzung nicht berücksichtigt wurde, die beide Professoren bei den Studenten genießen, wie aus den Beurteilungsbögen für Lehrende sowie aus der Anzahl der Studenten, die sie jedes Jahr als Betreuer ihrer Abschlussarbeit wählen, hervorgeht.

Zur neuen Studienordnung

Aufgrund all dieser Überlegungen und nach Prüfung des Dokuments, das gestern, am 23. Juli, auf der Website des Instituts veröffentlicht wurde, ersuchen wir Sie um eine klare Antwort auf die folgenden Punkte:

1. Was wird mit den anderen akademischen Angeboten unseres Instituts geschehen, wie beispielsweise dem Sonderzyklus Master in Ehe- und Familienwissenschaften, dem Master in Bioethik und Bildung, dem Master in Fruchtbarkeit und Sexualität in der Ehe sowie dem Master und Diplom in Familienpastoral?

2. Wird denjenigen, die Prof. Melina oder Prof. Noriega als Betreuer haben, gewährleistet, ihre Arbeit mit den gleichen Betreuern abschließen zu können?

3. Welche Gewährleistung erhalten jene, die sich bereits für Vorlesungen oder Seminare von Prof. Melina oder Prof. Noriega angemeldet haben?

4. Obwohl die Lehrstühle von Prof. Melina und Prof. Noriega entfernt wurden, gibt es die Lehrveranstaltung „Moraltheologie der Liebe und der Familie“. Warum können die beiden Professoren nicht in diesem Kurs lehren?

5. Die veröffentlichte Studienordnung beschränkt sich darauf, die Lehrveranstaltungen zu nennen, mit Titeln, die nicht viel über ihren Inhalt aussagen. Wir ersuchen, dass der Inhalt, die Bibliographie und die Namen der Professoren der einzelnen Vorlesungen veröffentlicht werden, damit die Studenten informiert sind und entscheiden können, ob sie nach dem neuen Studienplan studieren wollen oder nicht.

6. Es werden Wahlfächer erwähnt, aber es scheinen nicht einmal ihre Titel auf.

7. Die Unsicherheit durch die Änderungen ist so groß, dass einige Studierende sich erkundigen, wie die bereits eingezahlten Studiengebühren rückerstattet werden können, für den Fall, dass die Situation nicht geklärt würde oder keine zufriedenstellende Antwort auf die Anfragen der Studenten gegeben würde.

Unsere Rechte als Studenten Art. 89, § 1 der neuen Statuten garantieren, dass „Studenten, die in der Geltungsperiode der vorherigen Studienordnung inskribiert waren, den darin vorgesehenen Ausbildungsweg fortsetzen können“, und § 2 besagt: „Die alten Studienpläne werden drei Jahre nach Genehmigung der neuen Studienordnung erlöschen“. Allerdings wurden zwei Professoren, die innerhalb des alten Systems grundlegende Professuren innehaben, entlassen. Wie wollen Sie als Institutsvorstand die Einhaltung der in Kraft getretenen Statuten und die Rechte der Studenten sicher stellen?

In diesem Sinne ersuchen wir:

• dass uns für drei Jahre, der von den Statuten vorgesehenen Übergangszeit, die Fortsetzung der Lehrtätigkeit der Professoren Melina und Noriega garantiert wird, sowohl in den für das Studienjahr 2019/20 bereits genehmigten Kursen als auch bei ihrer Betreuertätigkeit. Andernfalls würde gegen Artikel 89 verstoßen, der den Übergang regelt.

• dass zumindest im selben Zeitraum die Fortsetzung der Lehrtätigkeit aller bisher anwesenden Lehrkräfte garantiert wird, sowohl der ständigen Professoren als auch der Lehrbeauftragten in Voll- oder Teilzeit.

• Wir ersuchen, dass Professor José Granados zumindest für die nächsten drei Jahre des Übergangs als Stellvertretender Vorstand bestätigt wird, damit die Studenten auch auf diese Weise Garantie der Kontinuität der „weitblickenden Intuition“(2) des Gründers, des heiligen Johannes Paul II. erhalten, jener Intuition, die von Papst Franziskus bestätigt wurde.

Auch wenn es nicht direkt mit unserem Studienplan zusammenhängt, ersuchen wir Sie ferner, die Fortsetzung der Arbeit des gesamten nicht lehrenden und administrativen Personals unseres Instituts zu gewährleisten: Auch sie sind es, die uns seit Jahren jeden Tag in einem familiären Geist ein ernsthaftes und ruhiges Studium in einer Atmosphäre des Empfangs und der Einheit ermöglichen.

Abschließend möchten wir noch einmal betonen, dass die Studentenschaft entschieden hat, sich an Sie, Msgr. Sequeri, zu wenden, und zwar sowohl wegen des Vertrauens, das Ihnen als Mann von erwiesener akademischer Reputation bisher immer entgegengebracht wurde, als auch wegen Ihrer Funktion als Vorstand und damit Garant für die Kontinuität des Erbes des Instituts Johannes Paul II. sowie Garant für die Rechte der Studenten.

Wir wären dankbar, wenn Sie uns eine ausreichende und wirklich zeitnahe Antwort auf die Anfragen dieses Briefes geben, damit wir infolgedessen Entscheidungen treffen und unsere akademische und persönliche Zukunft planen können, auch in Absprache, wo nötig, mit unseren Vorgesetzten oder Verantwortlichen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Gott segne Sie und der heilige Johannes Paul II. leite Ihre Schritte.

Marc Adrien
Studentenvertreter Lizenziat und Doktorat

Nicole Haddad
Studentenvertreterin Master


Der Brief findet sich in mehreren Sprachen auf der neuen Website der Studentenvertretung www.appellostudentigp2.com.

Er kann hier von allen unterzeichnet werden, die ihre Unterstützung zeigen wollen:

Zur Unterschrift des Briefs der Studenten


Fußnoten
1 „Es wird sich jedoch gebühren, dass die ursprüngliche Inspiration, aus der das aufgelöste Institut für Studien über Ehe und Familie hervorgegangen ist, auch weiterhin das breitere Betätigungsfeld des neuen Theologischen Instituts fruchtbar macht...“. Papst Franziskus, Motu proprio Summa familiae cura, 08.09.2017
2 Vgl. Papst Franziskus, Motu proprio Summa familiae cura, 08.09.2017


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 2. August 2019 
 

Priesterseminare

@schlicht
Anwärter für das Priesteramt aus den Bistümern Osnabrück, Aachen, Essen und Münster erhalten derzeitig ihre Ausbildung im Priesterseminar MÜNSTER.


2

0
 
 schlicht 1. August 2019 
 

Was würde

der Hl. Ignatius von Loyola, dessen Gedenktag gestern war, wohl über die Umtriebe seiner Ordensmitglieder sagen?


11

0
 
 Bernhard Joseph 1. August 2019 
 

@schlicht

"Ich meinte mit meiner Kritik insbesondere St. Georgen in Frankfurt..."

Aus verlässlicher Quelle weiß ich, dass in besagtem Priesterseminar schon Anfang der 80er Jahre nächtlich eines nicht getan wurde: GEBETET!

Typen, wie der Nacktselfie Bischof Zanchetta müssen ja irgendwo ihre "theologische" Bildung - mit kuriosen Nebenfächern - erhalten haben!


6

0
 
 Bernhard Joseph 31. Juli 2019 
 

Super Studenten!

Aufrechter katholischer Glaube und Mut zur Lehre und Tradition der Kirche zu stehen!

Papst Franziskus wird wohl erst dann mit seinem Adlatus zufrieden sein, wenn die alle aus dem Institut verschwunden sind.


11

0
 
 schlicht 31. Juli 2019 
 

@Hadrianus

Es ist schon aus dem Grunde besser, die guten Priesterseminare nicht zu nennen, um sie nicht weiter in die Schusslinie bestimmter "Strömungen" zu bringen. Ich meinte mit meiner Kritik insbesondere St. Georgen in Frankfurt oder das Priesterseminar des Bistums Osnabrück. Ausserdem seit kurzem auch die Priesterseminare des EB Köln wo nach Aussage des GV auch homosexuelle Kandidaten nicht ausgeschlossen werden. Auch sind in der Schweiz (abgesehen von Chur, dessen Zukunft ungewiss ist) die Priesterseminare fest in "progressiver" Hand.


8

0
 
 Zeitzeuge 31. Juli 2019 
 

Es gibt in Österreich auch ein

Internationales Theologisches Institut
für Studien zu Ehe und Familie und zwar
im Schloss Trumau, früher Kartause Gaming!

Dieses wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes-Paul II. errichtet und ist somit, wie z.B. auch Heiligenkreuz,
päpstlichen Rechts.

Dort können auch akademische Abschlüsse
erworben werden.

Näheres auf der (engl.) Internetseite
dieses Instituts

iti.ac.at


14

0
 
 Hadrianus Antonius 31. Juli 2019 
 

@Schlicht @gebsy

Geehrter @Schlicht, es gibt im deutschsprachigen Raum einige sehr gute und gediegene Priesterseminare.
Den Namen verrate ich nicht, weil ich dann wg. "verdeckter /ungewünschter Werbung" gesperrt werde.
Porta patet-magis cor.
Geehrter @Gebsy,
Das Prinzip der Stellvertretung ist im Christentum äusserst wichtig.
Ob Ihr Schweigen feige war oder nur still-demütig: das wird die höchste Instanz beurteilen.
Stellvertretend für Sie sind mit Sicherheit andere in die Frontlinie gegangen und haben robust gewerkelt und auch die Prügel eingesteckt ;-)
Hauptsache: Nicht verzagen!


7

0
 
 Andrzej123 31. Juli 2019 
 

"Neugründung in einem Umfeld,

das so ein Institut schätzt und
schützt, möglichst in einem außerkirchlichen Trägerbereich!"

Dies dürfte auch die einzig nachhaltige & realistische Option für die gegenwärtig "Kommissaren" unterstellten katholischen Ordensgemeinschaften sein.


6

0
 
 Eisenherz 31. Juli 2019 
 

Es gibt eigentlich nur eine Lösung - Neugründung in einem Umfeld, das so ein Institut schätzt und

schützt, möglichst in einem außerkirchlichen Trägerbereich! Vielleicht in Ungarn, Polen oder USA?


23

0
 
 Smaragdos 31. Juli 2019 
 

Widerstand angesagt

Eines haben diese Studenten (bitte nicht "Studierende": dieses hässliche und künstliche Wort gebrauchen nur Gender-Ideologen) verstanden: dass Widerstand angesagt ist. An den Änderungen an diesem Institut stinkt einfach alles. Es ist doch ganz klar, dass das neue Institut die Lehre JPII relativieren und somit saft- und kraftlos machen soll, also vollkommen unbrauchbar und irrelevant. Ganz auf der Linie von AL. Diesem Spuk muss Einhalt geboten werden.

Also, liebe Studenten, leistet weiterhin kräftig Widerstand! Ihr habt die unwürdige List durchschaut. Und zur Not steht alles in den Enzykliken von JPII, hier besonders in Veritatis Splendor, und seinen Katechesen über die Theologie des Leibes.


23

0
 
 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 31. Juli 2019 
 

Genau der richtige Weg

Ruhig und sachlich,klar und bedacht formuliert,die große Sorge zum Ausdruck bringend und öffentlich gemacht.Vernünftig und nachvollziehbar.
Keine Reaktion darauf wäre auch ein deutliches Zeichen.
Ich wünsche den Studenten von Herzen Gottes reichen Segen,den Schutz der Jungfrau von Fatima und Unterstützung durch treue Diener Jesu Christi!


18

0
 
 schlicht 31. Juli 2019 
 

Manipulative Berichterstattung im Kampf

gegen die eigenen Studenten und andere konservative Christen. Absetzung von verdienten Professoren nur aufgrund ihrer klaren Haltung und Treue zur katholischen Lehre ("unglaublich barmherzig"). Einsetzung von Klerikern mit zweifelhaftem Ruf und begrenztem sprituellen Vermögen in entscheidende Positionen. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es kaum noch Priesterseminare, die diesen Namen auch verdienen. Wie kann man so eine Organisation noch bezeichnen? Progressiv-subversive Freude-der-Liebe-Mafia?


18

0
 
 Diadochus 31. Juli 2019 
 

@wedlerg

Mit Papst Franziskus muss man die Sprache sprechen, die er versteht. Mit Briefen scheint er ein grundsätzliches Problem zu haben. Das bringt es nicht. Mit der Moral hat er ebenso ein grundsätzliches Problem. Trotzdem hat er die Mehrheit im katholischen Lager hinter sich. Ich denke auch, die Institutsänderungen sind nur ein kleiner Nebenschauplatz. Das interessiert nur die betroffenen Studenten selbst. Der große Kuchen wird auf der Amazonien-Synode gebacken, ob er nun süß, giftig oder beides ist. Letztlich hilft da nur der Studienabbruch.


16

0
 
 wedlerg 31. Juli 2019 
 

@Diadochus: glaube der Protest nutzt schon was

Er muss nur jetzt gestützt werden. Paglia und Co kann man sicher Falschaussagen nachweisen. Die Dementi klingen in etwa so, wie die PR-Aktion um den Brief von Benedikt, der dem Chef von VatikanNews am Ende den Kopf gekostet hat.

Es müssen nur viele mitmachen und die Medienvertreter am Ball bleiben, die schon gebohrt haben.

PF wird sich jedem medialen Druck beugen, der ihm ungelegen kommt. Ansonsten wird er alles aussitzen.


20

0
 
 Stefan Fleischer 31. Juli 2019 

Wir müssen aufpassen

Es ist durchaus möglich, dass die Institutsleitung zum Zeitpunkt, als sie ihre Rechtfertigung verfasste, noch nicht im Besitz des Schreibens war. Das müssen wir - bis zum Beweis des Gegenteils - als gegeben akzeptieren. Dagegen scheint mir höchst unwahrscheinlich, dass sie nichts vom Unmut in der Studentenschaft und der laufenden Unterschriftensammlung gewusst hatte. Solche Aktionen lassen sich kaum geheim halten.
Verwerflich scheint mir, dass sie alles als rein organisatorischer Natur darzustellen versuchen und gar nicht auf die ihnen sicher bekannten Befürchtungen eingehen. Dass ihnen niemand unterstellt hat, sie würden das Thema ändern, das hätte ihnen klar sein müssen. Dass es den Kritikern um die zu befürchtende Änderung des Blickwinkels geht, aus welchem heraus die behandelten Themen angegangen werden, das war aber jedem aufmerksamen Beobachter klar. Deshalb diesen Herren ins Stammbuch: «Die halbe Wahrheit ist auch hier eine ganze Lüge.»


12

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 Diadochus 31. Juli 2019 
 

Studienabbruch

Wenn Papst Franziskus seinen Daumen gesenkt hat, sind Protestbriefe sinnlos. Nun gut, probieren kann man es trotzdem. Ich rate den Studenten, geschlossen das Studium abzubrechen. Was ist daran noch katholisch?


21

0
 
 wedlerg 31. Juli 2019 
 

Eine Chance für kath.net

Hier zu recherchieren und der PR-LInie von VaticanNews fehle nachzuweisen, wäre doch eine große Chance.

Es fällt auf, dass der link von @Herbstlicht z.B. von nur einem Brief von einer Studentenvertretung spricht, 150 Studierende leugnet, wohingegen kath.nt hier davon spricht, dass 250 Studenten bzw. ehemalige unterschrieben haben.

Das ganze riecht nach Manipulation seitens des Presseorgans des Instituts und VaticanNews protegiert das ganze.

Am Ball bleiben, lohnt sich - glaub ich!


28

0
 
 Herbstlicht 31. Juli 2019 
 

Vatikan News - objektiv sieht anders aus.

Aus Vatikan News:

Falsch sei ferner die Meldung, wonach 150 Studierende dem Institut einen Protestbrief gegen die Neuerungen geschickt hätten. Vielmehr sei ein einziger Brief einer Studierendenvertretung eingelangt, der um Erläuterungen zu den neuen Entwicklungen gebeten habe.

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2019-07/vatikan-familieninsitut-johannes-pau-ii-vorwuerfe-zurueckweisung.html

Interessant, wie sehr Vatikan News hier versucht, das Schreiben der Studenten herunterzuspielen.
Es ist nur davon die Rede, dass um Erläuterung gebeten wurde.

Nichts wird gesagt von der Bestürzung und der Verunsicherung der Unterzeichner.
Auch nichts von ihrem Unverständnis der Entlassung der beiden hochanerkannten Lehrkräfte Noriega und Professor Melina.


24

0
 
 Wasserspeier 31. Juli 2019 
 

Ein mutiges Schreiben, ...

... das sich jedoch in erster Linie auf die nächsten drei Jahre bezieht. Und was dann?

Es ist schwer nachvollziehbar, wie die Moral vom Glauben zu trennen wäre. Doch aus "pastoralen Gründen" scheint sogar dies möglich zu sein.

Genauso wie Toleranz eine eigene Überzeugung voraussetzt, sind klare Regeln Bedingung, um überhaupt barmherzig sein zu können.

Die Regeln findet man ... in der Heiligen Schrift? Und interpretiert werden sie ... von der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche?!?


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 Ginsterbusch 31. Juli 2019 

Liebe Studenten,

Regel Nummer eins:
Protestbriefe von Katholiken werden generell nicht beantwortet!
Aber ich finde es trotzdem toll von euch und drücke euch von Herzen die Daumen.


28

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 gebsy 31. Juli 2019 

Auf Spanisch

unserem Heiligen Vater geschrieben:
ALLES oder nichts.
Hat die ganze Tragik ihren Ursprung in einer Sehnsucht, die jedem Menschen innewohnt und leicht auf Abwegen zu stillen versucht wird?
Eine unvorstellbare Not, die sich nun nicht mehr verbergen lässt. Die Sexualität als geschenkte Gabe des Schöpfers zu erleben, ist DIE FORMENDE LEBENSERFAHRUNG: Der Geist hat nicht dem Trieb zu gehorchen, sondern umgekehrt - EIN VERSUCH ÜBERZEUGT - Meditieren statt Masturbieren befreit. Mann & Frau mit dieser Erfahrung werden fruchtbar gemeinsam beten und Gottes Willen erkennen, wenn ER mit ihnen einen neuen Menschen schaffen will ... triebabhängig ist der Mensch gefährlich – für sich selbst und die Welt; geistbeflügelt sind wir die nötige Bereicherung menschlichen Zusammenlebens ...
Für über 35 Jahre feiges Schweigen um Verzeihung bittend,
Gebhard Blesl, http://www.gebsy.at


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