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"ER hat alles in der Hand, nicht ich"

14. August 2019 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Gott nutzt wirklich jede Chance, um eine Überraschung aus dem Boden schießen zu lassen - Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)
„Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.“ Psalm 126,5
Diese Verheißung habe ich schon des öfteren bekommen. Liegt vielleicht auch daran, dass ich recht emotional bin ;)

Gott hält sein Wort und das auf eine Art und Weise und mit einem Timing, wie ich es niemals geahnt hätte! Die Türe, die sich in meinem letzten Artikel geschlossen hat, schließt sich immer noch. Aber gestern habe ich einen Blick durch die neue, sich öffnende Tür werfen dürfen und jetzt quietsche ich schon den ganzen Tag durch die Gegend, weil ich mein Glück nicht fassen kann.

Kennst du den Moment, wo du dir eingestehst: „Dann hat Gott also wirklich einen anderen Plan für mich.“ Musstest du schon einmal einen Traum loslassen? Ich habe das vor einigen Wochen gemacht. Einen richtig großen Traum buchstäblich begraben. Nicht, weil da keine Sehnsucht mehr war - im Gegenteil. Aber ich habe erkannt, dass Jesus der Herr ist. Nicht ich. Er hat alles in der Hand, nicht ich.


„Jesus, ich vertraue dir. Dein Wille geschehe.“ Das waren meine Worte. Ich war mir sicher, dass die Erfüllung meiner Hoffnung in sehr weiter Ferne liegt. An diesem Abend habe ich tatsächlich losgelassen. Das gelingt mir nicht oft und es war viel Gnade und Hilfe nötig. Ich habe mein Senfkorn des Vertrauens unter vielen Tränen gesät.

Es kann nicht aufgehen, solange ich es in meiner Hand halte und nicht loslassen will. Der Samen keimt nicht in meiner Hand, ich muss ihn Gott überlassen. Ich muss ihn in Ruhe lassen, wenn ich ihn erst mal in die Erde gesteckt habe. Nicht gleich wieder rausholen und nachschauen, ob da schon was weitergeht. Das macht nur viel kaputt.

Gießen, beten und vertrauen. Anerkennen und respektieren, dass Gott die Fäden in der Hand hat. Glauben, dass er auf meiner Seite ist und weiß, was er tut. Glauben, dass sein Timing nicht rücksichtslos und willkürlich, sondern perfekt ist.

Und das ist es. Ich habe nicht damit gerechnet, nichts Weltbewegendes erwartet. Genau jetzt, wo ich endlich Frieden mit meinen Umständen geschlossen habe, genau jetzt kommt ein Wunder auf mich zugerollt und reißt mich einfach mal so von den Socken. Die Tränen fließen wieder, aber diesmal vor Freude. Mein Herz läuft über und über, weil Gott so herrlich ist und es so gut mit mir meint!

Heute bin ich mittags durch die Stadt geradelt und habe die ganze Welt angegrinst, als hätte ich im Lotto gewonnen. Am liebsten hätte ich alles und jeden umarmt. Jetzt während ich das schreibe, gelingt es mir endlich, mich ein wenig zu sammeln und wieder ruhiger zu werden.

Langsam sackt es. Aber ganz realisieren kann ich es noch nicht.
Gott nutzt wirklich jede Chance, um eine Überraschung aus dem Boden schießen zu lassen.

Ich lerne daraus. Ich will ab heute meine Samen betend säen und einfach kommen lassen, was kommt. Ohne Druck. Ohne Angst. Ohne Sorgen. Jesus ist der Herr. „Auf Gott, dessen Wort ich lobe, auf Gott vertraue ich.“ (Psalm 56,5)


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