27 Juli 2019, 08:00
Niederländische Studie: Kirchgänger sind sozial engagierter
 
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Nur ein Sechstel der Niederländer besucht regelmäßig einen Gottesdienst - Die Kirchgänger sind aber um 20 Prozent engagierter als andere Menschen.

Utrecht (kath.net/ KAP)
Menschen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, engagieren sich im Gegensatz zu Nicht-Kirchgängern vermehrt in der Gesellschaft. Außerdem haben Kirchgänger mehr Vertrauen in ihre Mitmenschen und die Gesellschaft: Dies geht aus einer Mitte Juli vom niederländischen Zentralamt für Statistik (CBS) veröffentlichten Langzeitstudie hervor. Auch das ehrenamtliche Engagement ist der Studie zufolge unter Kirchgängern ausgeprägter: Etwa die Hälfte aller Kirchgänger engagiert sich ehrenamtlich - unter den Nicht-Kirchgängern liegt der Anteil bei 43 Prozent.

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Die Erhebung im Zeitraum zwischen 2012 und 2017 ergab, dass etwas mehr als die Hälfte aller Niederländer über 15 Jahren einer Religions- oder Glaubensgemeinschaft angehört. Der Anteil der römisch-katholischen Gläubigen an der Gesamtbevölkerung liegt bei etwa 23 Prozent.

Etwa ein Sechstel der Niederländer (16 Prozent) besucht regelmäßig einen Gottesdienst. Dass sich diese Kirchgänger laut Studie deutlich stärker sozial engagieren als Nicht-Kirchgänger dürfte auch damit zusammenhängen, dass Kirchgänger eine höhere Affinität zu Vereinen und Vereinsbindungen aufweisen: So zeigte die Studie, dass mehr als Zwei Drittel aller Gottesdienstbesucher in Vereinen aktiv während nur 46 Prozent aller Nicht-Kirchgänger in diesem Bereich engagiert sind.

Am stärksten sei das Engagement unter Protestanten - sie bilden mit rund 10 Prozent die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in den Niederlanden. Fast 80 Prozent von dieser Gruppe war im Monat vor der Studienanfrage in Vereinen aktiv während 56 Prozent sich im letzten Jahr freiwillig engagiert hat. Auch unter den Katholiken ist diese Tendenz zu erkennen: Fast Zwei Drittel engagierten sich in Vereinen und 58 Prozent war ehrenamtlich tätig. Im Gegensatz dazu engagiert sich von den Katholiken, die keine Gottesdienste besuchen, nur knapp die Hälfte. Auch was soziale Kontakte betrifft, liegen die katholischen Kirchgänger im Spitzenfeld: 72 Prozent haben mindestens einmal pro Woche Kontakt mit den Nachbarn.


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