25 Juli 2019, 23:30
Ukraine-Konflikt: Bartholomaios mit versöhnlichen Tönen an Moskau
 
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Ökumenischer Patriarch bei Bischofsweihe in Antalya: "Wir lieben die Kirche Russlands, was auch immer geschehen mag"

Antalya (kath.net/KAP) Im Konflikt zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und dem Russisch-Orthodoxen Patriarchat von Moskau um die neugegründete "Orthodoxe Kirche der Ukraine" könnte Bewegung kommen. So berichtete die Stiftung "Pro Oriente", dass der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. (Archivfoto) erste zaghafte Signale einer Versöhnung in Richtung Moskau gesendet habe: "Unglücklicherweise wollte die Schwesterkirche die Gemeinschaft mit uns, dem Ökumenischen Patriarchat, unterbrechen, um ihre Unzufriedenheit im Hinblick auf die Kirche der Ukraine zu zeigen. Wir lieben die Kirche Russlands, was auch immer geschehen mag", sagte Bartholomaios demnach bei einer Bischofsweihe am Wochenende in Antalya.

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Der Abbruch der Beziehungen zwischen Moskau und dem Ökumenischen Patriarchat in Folge der Verleihung der Autokephalie für die "Orthodoxe Kirche der Ukraine" durch Bartholomaios im heurigen Jänner sei höchst "unerfreulich" und eine "Prüfung für uns alle", zitiert "Pro Oriente" den Patriarchen, der am Wochenende den neuen Titularbischofs von Tokat (Eudoxia), Ambrosios, weihte. Ambrosius wird neuer Vikarbischof des Metropoliten von Pisidien, Sotirios (Trambas), für die slawophonen Gläubigen. "Es ist mein Herzenswunsch, dass bald der Friede und die Liebe in unseren gegenseitigen Beziehungen zurückkehren".

Zugleich ließ Bartholomaios erkennen, dass er vom russischen Patriarchat ebenfalls klare Zeichen des Willens zur Aussöhnung vermisse: So trage die russische Kirche zur Prolongierung des bestehenden Konflikts bei, "sie schafft zusätzliche Probleme, indem sie - gegen das Kirchenrecht - Priester entsendet, die in verschiedenen Gegenden der Türkei zelebrieren", so Bartholomaios.

Hintergrund des Konflikts ist die Anerkennung einer selbstständigen orthodoxen Kirche in der Ukraine durch Bartholomaios in seiner Funktion als Ehrenoberhaupt der orthodoxen Weltkirche. Das Moskauer Patriarchat mit Patriarch Kyrill I. an der Spitze betrachtet dagegen die Ukraine als eine weiterhin unter seiner kirchlichen Oberhoheit stehende Region und hat im Zuge des Konflikts u.a. die eucharistische Gemeinschaft mit Konstantinopel beendet.

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