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Amazonien-Synode: Tiefgreifender Paradigmenwechsel der Kirche

24. Juli 2019 in Weltkirche, 46 Lesermeinungen
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Die Synode sei ein ‚unüberhörbares Signal des Aufbruchs“, schreiben die Hauptgeschäftsführer der deutschen bischöflichen Hilfswerke ‚Adveniat’ und ‚Misereor’.


Essen (kath.net/lifesitenews/jg)
Die Hauptgeschäftsführer zweier Hilfswerke der deutschen Bischöfe haben die Amazonien-Synode als „unüberhörbares Signal zum Aufbruch“ bezeichnet. Pater Michael Heinz vom Lateinamerika-Hilfswerk „Adveniat“ und Pirmin Spiegel vom Werk für Entwicklungszusammenarbeit „Misereor“ haben diese Formulierung in ihrem gemeinsamen Vorwort zur deutschen Übersetzung des „Instrumentum laboris“ für die Synode verwendet.


Das kirchliche Pan-Amazonien Netzwerk REPAM (Red Eclesial Panamazónica) hat eine große Rolle in der Vorbereitung der Synode und in der Erstellung des Arbeitsdokuments gespielt. „Adveniat“ und „Misereor“ gehören REPAM seit dessen Gründung 2014 an.

Sie würden hoffen, „dass Wandel in Politik, Wirtschaft, Technik und nicht zuletzt auch in Kirche (sic!) möglich ist“, schreiben Heinz und Spiegel wörtlich. Sie berufen sich dabei auf einen besonderen Geist: Es gehe darum, „auf die Herausforderungen der Zeit zu reagieren im Hören auf den Geist, der die Verteidigung des Lebens von Menschen, Völkern und Schöpfung insgesamt fordert“, heißt es wörtlich.

Auch die Überlieferung der indigenen Völker spiele eine Rolle. Die „Kosmologien Amazoniens“ seien „eine wesentliche Quelle der Inspiration einer ganzheitlichen Ökologie. Die ökologische Umkehr (IL 99-104) ist der Kern der Botschaft der Enzyklika Laudato Si’, die Papst Franziskus 2015 veröffentlicht hat“, schreiben die Autoren.

Das Arbeitsdokument enthalte „zahlreiche Ansätze für einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel der Kirche“, der Auswirkungen auf die gesamte Kirche haben werde, schreiben sie weiter. Sie sind der Ansicht, dass jetzt „Dezentralisierung“ angesagt sei, „damit Ortskirchen gemäß dem Subsidiaritätsprinzip selbst entscheiden können, was sie direkt betrifft“.

Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen und Präsident von „Adveniat“ hat im Mai davon gesprochen, dass die Amazonien-Synode eine „Zäsur“ in der katholischen Kirche sein werde, nach der nichts mehr so sein werde wie vorher.


Foto: Symbolbild


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