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Gott allein genügt

7. August 2019 in Jugend, 29 Lesermeinungen
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Vielleicht ist es ja genau dieser Moment, wo man feststellt, dass man nichts mehr hat außer Gott, in dem man zugleich lernt, dass man nicht mehr braucht als Gott, denn Gott ist genug - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net) In den letzten Wochen und Monaten ist mir da Leben zunehmend zu einer Herausforderung geworden, von der ich dachte, ihr nicht mehr gewachsen zu sein.

In dieser Zeit las ich ein Zitat von Timothy Keller: „Job never saw why he suffered, but he saw God, and that was enough.“ Anfangs konnte ich diese Worte nur mit meinem Verstand begreifen, ich bewunderte Hiob dafür, wie er weitermachen konnte und in manchen Momenten beneidete ich ihn wohl.

Doch Gott hat mir die Gnade geschenkt diese Worte, die vielleicht nur allzu einfach dahinzusagen, aber viel weniger einfach zu leben sind, mit dem Herzen zu verinnerlichen.

Lassen wir das mal sickern: Hiob hat nie gesehen, warum er litt, aber er sah Gott und das war genug.


Wir erfahren hier drei wesentliche Dinge über Hiob:

Er hat gelitten.

Er wusste nicht warum.

Sein Blick galt Gott.

Und als vierter Punkt beinhaltet dieser Satz die entscheidende Wahrheit: Gott ist genug. Egal wie schwer ein Leid auch sein mag, Gott ist genug. Und wenn es uns zu tragen unmöglich erscheint, gilt doch: Gott ist genug.

Es ist der Blick auf Ihn, der das schwerste Leid annehmbar und es sogar wertvoll machen kann. Es ist der Blick auf Ihn, der vielleicht nicht auf jedes Warum in der Art und Weise antwortet, wie wir es gerne hätten, aber seine Antwort beinhaltet immer: „Ich liebe dich und ich brauche dich.“ Während wir oftmals Gott nur noch anblicken, um nachdem Warum zu fragen, blickt Gott uns an, um uns diese Wahrheit zuzusprechen.

Hiob war eine besondere Tiefe zu eigen – sein Blick galt nicht dem bloßen Warum, sondern er galt Gott selbst.

Mutter Teresa sagte einmal, dass Gott uns vielleicht niemals Klarheit gebe und alles was wir tun können, sei zu vertrauen.
Gott selbst in den schwersten Momenten, in denen man einfach nicht mehr will oder nicht mehr kann, zu vertrauen, das ist Gottesliebe. Das ist die Art von Liebe, die es ermöglicht zu leiden, das Warum dahinter zu tragen und noch immer auf Gott zu schauen und Gott dabei genug sein zu lassen als Antwort.

In Gott ist jede Antwort verborgen und auf jede Frage, die für uns unbeantwortbar scheint, dürfen wir mit Teresa von Avila sagen: Gott allein genügt.

Vielleicht ist es ja genau dieser Moment, wo man feststellt, dass man nichts mehr hat außer Gott, in dem man zugleich lernt, dass man nicht mehr braucht als Gott, denn Gott ist genug.


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Lesermeinungen

 horologius 14. August 2019 
 

@JP2B16

Habe noch mal zufällig reingeschaut.
JP2B16, Sie sprechen etwas sehr wichtiges an! Trifft bei mir zwar nicht zu, war schon bei Priestern des Heilungs- und Befreiungsdienstes. Aber die vielfältigen geistigen Belastungen darf man nicht unterschätzen. Sei es durch "geerbte" aus der Familiengeschichte, oder durch die bunte Welt der Esoterik bis hin zum Okkulten. Wichtig ist für uns Katholiken, im Stand der Gnade zu bleiben (Beichte, Eucharistie...).


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 Zeitzeuge 14. August 2019 
 

Lieber horologius!

Teil 2:

"Aber, in den schlimmsten Phasen meines
Lebens sah ich nur eine Spur! Da sprach ich zum Herrn: "Herr,
wo warst Du, als es mir schlecht ging
und ich Dich am Meisten gebraucht hätte? Ich sehe nur eine Spur!

Da sprach der Herr:

"Mein Kind, das ist meine Spur, denn
als es Dir schlecht ging, habe ICH dich
getragen!"

Ich wünsche Ihrer lieben Frau und Ihnen von Herzen Gottes Segen, immer das nötige Gottvertrauen, Gesundheit und
alles Gute, ad multos annos!

Ihr echter
Zeitzeuge!


3

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 JP2B16 12. August 2019 
 

Noch ein Gedanke zu den herzzerreißenden Leiden

Vielleicht noch ein vorsichtiger Gedanke zur scheinbaren Gottesferne im Leiden. Ich habe um die Wirkmächtigkeit lange Zeit selbst nicht gewusst. Nachdem ich las wie @horologius sich dem Herrn mit rührender Ganzhingabe überlassen aber dennoch so gar keine Antwort bekommen hat, die zumindest das Herz etwas leichter werden lässt, kam mir der Gedanke an eine mögliche Belastung, die einer Antwort Gottes noch entgegensteht, um die man selbst gar nicht weiss, deren Ausgang vielleucht lange, sehr lange im Leben zurückliegen kann, die man selber vielleicht gar nicht zu verantworten hat und die letztlich nur durch den Befreiungsdienst aufgelöst werden kann. Bis ich davon in den späten 90er erfuhr, hätte ich nie für möglich gehalten, dass das auch tiefgläubige Katholiken treffen kann bzw. konnte. Im Gebet und Euren schweren Leiden (irgendwie) verbunden.


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 horologius 8. August 2019 
 

Ewiges Vergeltsgott, Menschenfischer!


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 Menschenfischer 8. August 2019 
 

Liebesbrief an @horologius

Lieber Bruder im Herrn,
das, was Sie bzw. Ihre Frau da erleben, ist/klingt wahrlich schmerzreich und Sie beide haben mein ehrliches Mitgefühl und bekommen im Anschluss an diese Zeilen den priesterlichen Segen von mir.

Oft sind Trostworte schwer zu formulieren, aber vergessen Sie und Ihre Liebste eines nicht:
Der Herr schickt seinen Bevorzugten oft Liebesbriefe, diese sind aber auch meist mit dem Kreuz unterschrieben.
Er möge Ihnen beiden Kraft, Geduld und Frieden schenken und vor allem Heilung nach dem Seinem Willen, zu Ihrer Stärkung im Glauben nach dem Maß Ihres Vetrauens und zu Seinem Lobe.
Seien Sie beide fest gesegnet.
Benedicat vos...


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 horologius 8. August 2019 
 

Mit so viel Resonanz

auf meinen Kommentar habe ich wahrlich nicht gerechnet. Herr Fleischer, Sie brauchen sich mit Ihrer Geschichte nicht zu verstecken. Danke für das Zeugnis. Herzlichen Dank an alle für die wertvollen Worte. Vielen Dank, Frau Preineder für die Stellungnahme und Aufmunterung... Wer mitbeten möchte, sehr gerne. Save the date: 22.-26.8. in Münster, EMAH-Zentrum. Meine Frau leidet an komplizierten angeborenen Herzfehlern, eine Ersatzklappe ist wieder hinüber, der Schrittmacher defekt ("kommt ganz selten vor", toll). Verzeiht mein Jammern, ständige Katastrophen machen einen mürbe... Vielen Dank für alles. Vielleicht gebe ich mal einen kurzen Bericht. Ein Gedanke: @Redaktion, vielleicht könnte man kath.net aufmotzen mit Rubriken wie "aufbauende Zeugnisse" oder "Gebetsanliegen"?!


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 Apfelb?umchen 8. August 2019 
 

Friede und Zuversicht gefunden im Leid

Vier Dinge haben mich in den schwierigen Zeiten meines Lebens Zuversicht und inneren Frieden finden lassen:
- die feste Zuversicht dass in der Liebe und Weisheit Gottes alles einen Sinn hat, wenn ich ihn auch nicht erkenne.
- ein ins Dunkel hinein gesprochener Lobpreis: "Herr, ich verstehe nichts, aber ich preise Dich, für das, was Du jetzt vor hast."
- zu tun was Jesus sagt: segnet eure Feinde und betet für die, die euch hassen. (Ich habe nach einiger Zeit bemerkt, wie ich innerlich ruhig wurde, und bin überzeugt, dass böse Wünsche oder Reden von anderen dadurch unwirksam werden oder zumindest gemildert werden.) Schließlich heißt es auch: Jenen, die Gott lieben gereicht alles zum Guten.
- oft habe ich auch in der Bibel gesucht, oder traf "zufällig"? auf eine Stelle, die mich zutiefst positiv angesprochen hat, sodass ich mein "ja" zu sagen vermochte, oder ich konnte mich mit Jesus solidarisieren: warum sollte es Seinem Jünger anders ergehen als dem Meister?


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 maex.pr 8. August 2019 

@Horologius

(2/2)
halten Sie durch in dem Wissen, dass Sie niemals alleine sind und eine Krise immer mit einer Chance einhergeht: Der Chance zu einem neuen, tiefer verwurzelten Aufblühen, der Chance zur Veränderung, der Chance für Viele am Kreuzesweg ein Vorbild zu sein - vielleicht sind Sie es, dem irgendjemand das Fortdauern seines Lebens verdanken wird, da Sie ihm zum Licht und Hoffnungszeichen geworden sind. Aus Staub und Asche macht unser Gott wunderbares. Verzagen Sie nicht!

Ich trage Sie im Gebet,
Magdalena


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 Ph?nix 8. August 2019 

"Hyperions Schicksalslied" Friedrich Hölderlin

"Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab."

Der schweigende Gott ist in der Tat ein schweres Problem im menschlichen Leben.


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 hauch 8. August 2019 
 

Lieber Herr Stefan Fleischer, das ist ein wunderschönes/liebevolles Zeugnis welches Sie nicht nur Herrn @horologius geben sondern uns allen
Danke Ihnen von Herzen


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 Rechner 8. August 2019 
 

Geehrter @horologius

Ich kann Ihnen nicht gut raten, und es gibt Situationen, die nach menschlichem Ermessen auswegslos erscheinen.
An Jesus soll man sich immer wenden, sich Ihm ganz übergeben und Er wird das Richtige tun.

Eine kleine Hilfe vielleicht:

JESUS SPRICHT ZUR SEELE

Warum laßt ihr euch beunruhigen und verwirren? Überlaßt mir eure Sorgen und alles wird sich beruhigen... Sich mir hingeben heißt nicht: sich ängstigen, sich beunruhigen und verzweifeln und dann ein erregtes Gebet an mich richten, damit ich euch beistehe. Sich mir hingeben heißt: die Augen der Seele ruhig schließen und sich mir überlassen, damit ich allein euch ans andere Ufer trage. Wie schlafende Kinder auf den Armen der Mutter... Wie vieles wirke ich, wenn die Seele sich in ihren Bedürfnissen an mich wendet, mich anschaut und während sie voll Vertrauen sagt: SORGE DU!, die Augen schließt und in meinen Armen ruht... OH JESUS, ICH GEBE MICH DIR HIN, SORGE DU!


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 Stefan Fleischer 8. August 2019 

@ horologius

Ich kann sehr gut mitfühlen mit Ihnen, auch wenn mein Fall wahrscheinlich nicht ganz so schwer war wie Ihrer. Aber als mein Schatz nach 42 glücklichen Ehejahren mittels fürsorglichem Freiheitsentzug zuerst in eine psychiatrische Klinik und anschliessend in ein Heim für Demenzbetroffene eingewiesen werden musste, da habe auch ich mir viele Fragen gestellt. Sie durfte nun vor drei Jahren, nach sechs Jahren im Heim, friedlich einschlafen und heimkehren zu Gott und zu ihrer geliebten Mamma, der Muttergottes. Alles in allem war es schlussendlich für mich auch eine sehr wertvolle Zeit, gerade für meine Gottesbeziehung, welche dadurch tiefer und reifer, reicher geworden ist. Und es gab auch immer wieder schöne Momente, z.B. wenn sie in der letzten drei Jahren, als sie Zärtlichkeiten von mir nicht mehr sofort zurückwies, manchmal in meinem Arm auf dem Sofa einschlief, da fühlte ich mich oft wie frisch verliebt. Heute bin ich Gott auch für diese ganze Zeit uneingeschränkt dankbar.


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 Kirchental 8. August 2019 

@horologius

Ich kann Sie so gut verstehen. Ihnen und Ihrer Frau gilt mein ganzes Mitgefühl und mein Gebet.

Sie tragen besonders schwer, weil Sue Ihre Frau leiden sehen und nicht helfen können. Und jetzt fühlen Sie sich wirklich von Gott und der Welt verlassen.

Hadern Sie mit Gott. Streiten Sie mit ihm. Werfen Sie ihm Ihr ganzes Unglück vor die Füße. Weinen Sie vor ihm. Zusammen mit Ihrer Frau.

Gott verträgt das. Und er hat Verständnis. Vielleicht tröstet er sogar. Ich würde es Ihnen von Herzen wünschen.


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 St. Hildegard 8. August 2019 
 

Lieber @horologius,

hier wurden schon viele kluge Dinge gesagt, aber auch ich möchte Ihnen mein Mitgefühl aussprechen.
Erst einmal finde ich wichtig: Die Wüste muss man Wüste nennen dürfen - die kann man nicht zum "Rosenbeet" umdeklarieren, mögen solche Situationen später auch Früchte hervorbringen. Anders ausgedrückt: Wer um Heilung bittet, der bittet nicht um einen Skorpion!
Mir persönlich hilft es, von einem grundsätzlichen Heilungswillen Gottes ausgehen zu dürfen. Denn nichts ist schlimmer als die Unsicherheit: WILL Gott überhaupt? Da schleichen sich Zweifel ins Gebet.
Pfingstler sagen in solchen Situationen - in Anlehnung an Mt 14, 25-33 - "Schau auf Jesus, nicht auf deine Umstände" (so schwer dies auch fällt). Hier pflichte ich @Stefan Fleischer bei: Dankbarkeit tut not. Und wenn man nicht mehr weiß, wofür, dann zumindest dafür, dass Christus das Böse bereits besiegt HAT! (Auch Hiob musste erst den Blick auf die Größe Gottes richten, bevor Gott sein Schicksal änderte).
Alles erdenklich Gute.


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 Diadochus 8. August 2019 
 

Kreuzesschule

Der Wille Gottes kann ganz schön hart sein, sehr hart. Er geschieht. Eins weiß ich aber ganz sicher. Gott mutet einem nicht mehr zu, als was man tragen kann. Jedes Kreuz ist irgendwie tragbar. Jedes Kreuz ist anders. Die Kreuze können wir uns nicht selber aussuchen. Wir können sie nur annehmen und dabei auf Jesus schauen - für Dich, mein Jesus. Das Leben ist eine Kreuzesschule. Ich weiß, das sind schöne Worte. Nur schöne Worte? Letztlich trägt nur das Gebet. Nur im Gebet kann Er uns in unserer Schwachheit stützen. Selbst Jesus ist dreimal unter dem Kreuz gefallen. Wie sollte es uns da anders ergehen? Jesus richtet wieder auf. Er gibt auch viel. Richten wir den Blick auf den verklärten Christus. Er ist die verheißene Hoffnung, das verheißene Erbe. Im Blick auf Ihn können wir tapfer, geduldig und beharrlich sein, uns in den Tugenden üben. Bleiben wir vor allem geduldig im Gebet. Das hat bei mir viele Jahre gedauert. Nein, der Herr gibt keinen Skorpion, wenn man Ihn um einen Fisch bittet.


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 horologius 8. August 2019 
 

Vielen Dank

für die Zuschriften. Lebensübergabe, Segen, Gebet, "Sorge Du" etc., alles schon gemacht. Keine Reaktion... Mir fehlt halt auch die Größe eines Hiob, um sagen zu können: Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, gepriesen sei der Herr. Leider fehlt mir die Zeit, um weiter auf alles einzugehen. Nochmals Danke @ Stefan Fleischer und ihr anderen, bitte betet um Hoffnung und Zuversicht für meine Frau. Sie hat zu lange zu viel mitgemacht, um noch hoffen zu können, dass Gott einen guten Plan hat. Er mutet einem manchmal doch mehr zu, als man tragen kann.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 7. August 2019 
 

@horologius,was Sie geschrieben haben,hat mich sehr betroffen gemacht.
Es klingt wie ein Hilfeschrei aus der Verzweiflung heraus...Es gibt eine Stelle,wo Jesus einen Vergleich gebraucht.Er spricht von einem Menschen,der wie in Treibsand geraten ist.Er ist verzweifelt,er will sich befreien,aber je mehr er sich selbst abmüht und strampelt,desto tiefer gerät er in den Sand.Erst als er ruhig wird und es zulässt,kann er gerettet werden.Aus meiner eigenen Erfahrung kann es sein,dass man an den Punkt kommen muss,an dem man sagt:"Ich ergebe mich. Tu mit mir was Du willst.So oder so."-und Gott greift zu und rettet!
Sie haben hier Ihre große Not ausgesprochen.Es wird auch anderen Lesern nicht gleichgültig sein und man wird,wie ich auch, für Sie und Ihre Frau beten ,und vielleicht wird auch der eine oder andere Priester Ihnen den Segen spenden.Lassen Sie los,lassen sie uns tragen helfen,sie sind nicht allein. Alles Liebe


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 Mariat 7. August 2019 

@horologius

das was Sie @Stefan Fleischer geschrieben haben, schmerzt sehr! Sie fühlen sich im Stich gelassen - auch von Gott.
Ich verstehe, dass Sie " keinen Horizont sehen", dass Sie fast verzweifeln.
Doch aus Erfahrung weis ich, wenn man um Heilung bittet - all das Schwere, das Kreuz endlich ablegen möchte, wird es manchesmal schwerer. Liegt es daran, dass man das Augenmerk zu sehr auf Heilung legte? Oder kann es sein, dass Gott das Beste im Menschen hervorbringen möchte?
Wir wissen und glauben, dass Gott uns nie alleine läßt. Jesus versprach uns den Tröster. Er ist da - bei Ihnen und Ihrer Familie.
Manchmal verspürt man IHN nicht - da man das Herz geschlossen hat.
Mein Rat wäre: Legen Sie sich, Ihre Frau, Ihre Familie in das hl. Herz von Jesus Christus. Sprechen Sie mit IHM. Sagen Sie IHM ehrlich alles was Sie belastet. Machen Sie eine Lebensübergabe - ohne Furcht - dass es dadurch schwerer wird.
Beten Sie für die Ärzte, die Ihre Frau operieren und bitten Sie Jesus dazu.
Gottes Segen
Mariat


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 Joy 7. August 2019 
 

Es erschüttert,

sowohl der sehr dunkle - wiewohl auch trostvolle - Kommentar, als auch die Leserrekationen, wo viel Bitterkeit, Ringen, Traurigkeit zu spüren ist. Wagen wir wieder die Freude über Christus, ER hat uns gerettet!


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 lesa 7. August 2019 

Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn (aus Psalm 27)

Liebe Frau Preineder, Gott möchte Sie vielleicht stark machen. Vielleicht könnten Sie in diesem Zusammenhang Jesus Sirach 2 durchlesen!

Gewiss nehmen Sie ja auch die Fürsprache der Mutter Gottes, der Hl. Engel (besonders Ihres Schutzengels) und auch die Hilfe der "Armen Seelen" in Anspruch …
Es gibt jetzt für viele Menschen, auch für junge, die verschiedensten Anfechtungen. Aber Jesus ist da. Er kann und wird, wie es Psalm 34 sagt, "allem entreißen".
Wir beten ...


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 horologius 7. August 2019 
 

@Stefan Fleischer

Bestimmt haben Sie Recht. Ja, Sie haben Recht! Aber wenn das Wasser immer höher steigt, die geliebte Ehefrau in zwei Wochen wieder einmal sich einer schweren Operation unterziehen muss, man v. a. von den Katholiken (!) total im Stich gelassen wird und die Umstände immer widriger werden- wo ist er, der Geist, der Tröster, Helfer? Was macht man falsch? Betet man falsch, zu wenig? Da ist es sehr schwer, zu vertrauen und zu hoffen, schon deshalb, weil man noch nie Hilfe erfahren konnte. Man kann auf keine derzeit erkennbaren geistlichen "Erfolgserlebnisse" zurückgreifen... Bislang ist alles immer nur schlimmer geworden.


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 Ehrmann 7. August 2019 

Gottesliebe hat mit Vertrauen zu tun -das ist, was Job auszeichnete: er hat Gott nie geflucht

Denn das wollte der Satan mit seinen Prüfungen bewirken. Und ich meine auch, daß Job zuletzt doch erfuhr, wozu es für ihn gut war: in dem Vers "hätte sich sonst dein Notschrei gerüstet und all deine Kraftanstrengung?" - durch die Prüfungen, die wir im Vertrauen auf Gott durchleiden, kommen wir heraus"wie durch Feuer geläutertes Gold" heißt es im NT. Wachstum bedeutet auch in Kindheit und Jugend meist Leiden, angefangen bein Zahnen, aber zum Wachstum sind wir berufen. Das dunkle Tunnell der kleinen hl. Terese ist, meine ich das beste Bild, Vertrauen und Hoffnung gegen allen Augenschein zu bewahren auch wenn Gefühle uns im Stich lassen.


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 horologius 7. August 2019 
 

Und oft genug

merkt man, wie weit entfernt man von der Gottesliebe ist, gerade in den schwersten Momenten. Da bittet man um Heilung, schreit um inneren Frieden, bettelt um Seine spürbare Gegenwart- nichts geschieht. Man bittet den Vater um einen Fisch, und erhält gleich mehrere Skorpione zusätzlich. Dann hat man einfach keine Kraft mehr zu lieben und zu vertrauen- und sollte es doch tun...


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 Stefan Fleischer 7. August 2019 

@ follower

"Die christliche Religion ist eine Beziehungsreligion; Gott will geliebt werden."

Das ist das erste und wichtigste Gebot: Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. (Dtn 6,5)

Wie oft geht nicht dies in der heutigen Verkündigung vergessen!


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 Diadochus 7. August 2019 
 

Schöner Impuls

Es lohnt sich immer, über das Leid nach zu sinnieren, nicht nur in der Fastenzeit. Das Leid gehört elementar zum menschlichen Dasein. Hiob ist ein Beispiel für das Leid des Unschuldigen. Gott prüft. Im Leid reifen wir, weil Jesus in uns wächst, in uns wachsen will. Im Leid sind wir nie alleine. Die Mutter Jesu geht den Kreuzweg schweigend mit. Jesus ist seiner Mutter im Leiden begegnet. Ihre Blicke trafen sich schweigend. Wer litt mehr? Liebe Frau Preineder, im tiefsten Schmerz kommt Maria und legt schweigend die Worte ins Herz: "Gott liebt Dich, vertraue!" Die Mutterliebe ist "die Art von Liebe, die es ermöglicht zu leiden, das Warum dahinter zu tragen und noch immer auf Gott zu schauen und Gott dabei genug sein zu lassen als Antwort."


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 gebsy 7. August 2019 

Was für das Leiden gilt,

ist auch in JEDER Versuchung ERFAHRBAR:
G O T T I S T G E N U G
Dieses Schlüsselerlebnis ist JEDEM Menschen zu wünschen und zu erbeten ...


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 Mariat 7. August 2019 

Gott allein genügt; wer dies sagen kann, ist bereist durch eine schwere Schule gegangen.

Liebe Frau Preineder, zum Durchhalten gehört Mut und Vertrauen, dass Jesus unser Kreuz mitträgt.
Ich DANKE Ihnen aus ganzem Herzen, dass Sie weiterleben möchten.
Legen Sie Ihr Leben und Ihr Leiden ganz in das Hl. Herz unseres Vaters im Himmel.Es ist nicht umsonst.
Durch Ihr Leiden können viele Seelen gerettet werden und Ihre eines Tages in den Himmel aufsteigen.
Es war eine große Prüfung. Sie haben Durchgehalten, dafür sei Gott gelobt und gepriesen - der Sie in dieser Zeit getragen hat, darüber bin ich mir sicher. Amen.

Gottes reichen Segen und Liebe, wünsche ich Ihnen aus ganzem Herzen.
Mariat


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 Zabaot 7. August 2019 
 

...Danke ..!!!


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 follower 7. August 2019 

Gott ist Liebe

ist die alles entscheidende Erkenntnis, zu der man kommt, wenn man die Wahrheit sucht. Die christliche Religion ist eine Beziehungsreligion; Gott will geliebt werden. Wir sind schon geliebt durch unser Sein und die unvorstellbare Liebestat Jesu, also Gott, der Mensch wird und unsere Rechnungen bezahlt hat. Was will ich mehr, als ihm nahe zu sein, und das können wir bei jeder heiligen Kommunion. "Ich liebe dich" sind die schönsten drei Worte nach dem Empfang des Leibes Christi und jeden Tag. Und daraus erwächst die Bereitschaft, Dinge zu ertragen also Kreuze zu tragen.


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