
Bischof kritisiert stockenden Wiederaufbau nach Erdbeben in Italien21. Juli 2019 in Aktuelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Arbeiten in Amatrice "fast bei Null oder wenig mehr", angekündigte Programme wurden wiederholt abgesagt
Rom (kath.net/KAP) Der Bischof des mittelitalienischen Rieti, Domenico Pompili, gibt den wechselnden Regierungen in Italien eine Schuld am stockenden Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 2016. Die Arbeiten in Amatrice stünden "fast bei Null oder wenig mehr", sagte Pompili der italienischen Tageszeitung "Avvenire" (Donnerstag). Als Grund nannte er wiederholte Annullierungen bestehender Programme. Es sei ein "absolut kurzsichtiger" Anspruch der jeweiligen politischen Führung, sich die Verdienste für den Aufbau zuschreiben zu wollen. 
Der Bischof äußerte sich anlässlich eines Besuchs von Staatspräsident Sergio Mattarella in Amatrice. Der Ort im Norden Latiums wurde durch das Beben vom 24. August 2016 nahezu völlig zerstört. Mattarella sagte bei der Einweihung eines neuen Schulkomplexes am Donnerstag, mit dem Wiederaufbau in der Erdbebenregion stehe "die Zukunft Italiens insgesamt" auf dem Spiel. Nach Angaben Pompilis verringerte sich die Einwohnerzahl von Amatrice seit dem Beben um 40 Prozent. Mattarella treffe in dem Ort auf müde und ernüchterte Menschen, "die irgendetwas an Wiederaufbau sehen wollen, um wieder an eine Zukunft für Amatrice zu glauben", so der Bischof. Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten Archivfoto: Erdbebenschäden in Amatrice
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