Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  14. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

"Beeilen wir uns zu lieben"

17. Juli 2019 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Zuletzt fällt mir immer wieder auf, dass wir Menschen eine schlechte Angewohnheit haben: Immer und überall das Schlechte zu sehen" - Jugendkolumne von kath.net - Von Viktoria Samp


Linz (kath.net)
Zuletzt fällt mir immer wieder auf, dass wir Menschen eine schlechte Angewohnheit haben: Immer und überall das Schlechte zu sehen – in einem Ereignis, in uns selbst, aber auch im anderen Menschen. Und ich glaube, darin kann man etwas wundervolles erkennen: All das Gute ist schon so sehr zur Normalität geworden, dass es uns gar nicht mehr auffällt! Wie gut es uns doch gehen muss. Doch warum sehen wir das so selten?

Ich glaube es liegt daran, dass wir einfach vergessen haben, es auszusprechen, dass wir vergessen haben, „Danke“ oder „Wie gut, dass es Dich gibt“ zu sagen. Vor allem im Kontakt mit anderen Menschen machen wir immer wieder die Erfahrung, dass erst dann, wenn wir jemanden verlieren, umziehen oder wenn der Kontakt aus irgendeinem anderen Grund abgebrochen wird, wirklich zu schätzen wissen, wie viel uns diese Person bedeutet und wie sie uns und unser Leben, unseren Alltag bereichert hat. Wie viel würden wir dann geben, um diese Person wieder zurückzugewinnen? Sobald wir einmal wegziehen, sind wir in der Lage unseren ganzen Tag umzuplanen, wenn wir erfahren, dass diese Person in der Nähe sein wird.


Schlimmer ist es, wenn wir jemanden
verlieren und wissen, dass wir diese Person im irdischen Leben nicht mehr wiedersehen werden. Nach einigen solchen Erfahrungen hat sich für mich ein wunderschöner Satz des polnischen Priesters und Lyrikers Jan Twardowski immer wieder bestätigt: „Beeilen wir uns die Menschen zu lieben, sie gehen so schnell“. Man möchte noch hinzufügen: „Beeilen wir uns auch, ihnen diese Liebe zu zeigen“. Die Gesellschaft setzt immer mehr auf Individualität, wir werden getrimmt, uns Ziele zu setzen und sie um jeden Preis zu erreichen und uns mit den Ellenbogen durchzukämpfen. Lob und Dankbarkeit sind da fehl am Platz. Und doch haben wir schon so oft die Erfahrung gemacht, wie hilfreich und aufbauend Dankbarkeit und Herzlichkeit ist, die uns entgegengebracht wird.

Wir wissen nie, in welcher Situation sich unsere Mitmenschen aktuell befinden, aber sicher ist, dass sie ebenso geliebt werden möchten, wie wir. Wie oft beten wir darum, die große Liebe, eine wahre Freundschaft, gute Menschen kennenzulernen und warten auf das große Wunder? Die wunderbare Nachricht ist, dass auch, wenn ohne Gottes Gnade nichts möglich ist, doch vieles auch an uns selbst hängt und Gott uns als Seine Werkzeuge einsetzen möchte, um den Menschen Liebe auszuteilen. Würden wir alle nur darauf warten, diese Liebe zu empfangen, wer würde sie dann noch geben? Sollten wir nicht auch darum beten, dass gerade wir für jemanden die große Liebe, die wahre Freundschaft, ein Segen sein können?

Nichts in unserem irdischen Leben können wir „unser“ nennen, alles ist uns nur auf Zeit gegeben. Diese Perspektive kann uns dabei helfen, all das, was wir erhalten haben, wert zu schätzen, es nicht als Selbstverständlichkeit zu erfahren, sondern als eine Gnade, aus der wir das beste schöpfen dürfen. Jeder Mensch ist einzigartig und niemanden wird es je nochmal geben.

Und doch gehen wir so oft so gleichgültig an ihnen vorbei… Schlimmer noch, wenn wir uns über sie ärgern, ohne sich wirklich bewusst zu sein, was für ein Wunder sie doch sind. Jeder Mensch ist von Gott gewollt und trägt etwas Gutes in sich. Auch wir als seine Mitmenschen sind dafür verantwortlich, das Beste aus ihm herauszuholen. Vor allem in Bezug auf unsere Nächsten – die eigene Familie, den Freundeskreis – haben wir eine große Verantwortung. Eine einfache, neue Angewohnheit könnte werden, unseren Mitmenschen mindestens so viele Komplimente wie Vorwürfe zu machen. Es hilft nicht nur uns selber, uns mehr auf das Positive zu konzentrieren, sondern auch unseren Mitmenschen selbst, denn es motiviert ihn, sich im Guten zu üben.

Beeilen wir uns, die Menschen zu lieben, ihnen zu zeigen, was sie für uns bedeuten, ihnen Zeit zu schenken und erfahren wir aufs Neue, wie viel Gutes in ihnen steckt.


Video-Blog mit Nicole - Die Tugenden - Teil 1 - Die Klugheit from kath.net on Vimeo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  6. Iranischer Christ warnt vor Ausbreitung des Islam im Westen
  7. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  8. Britischer Millionär finanziert Rechtskosten für Christen, die wegen Straßenpredigten angeklagt sind
  9. "Für kein Geld der Welt"
  10. Bartholomaios kritisiert Moskauer und Belgrader Patriarchen
  11. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. In Zell am Ziller eröffnet ein Museum über den Heiligen Engelbert Kolland
  14. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  15. Vor 100 Jahren: Guadalupe-Bild heimlich in Kleiderschrank versteckt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz