Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Beschließen ohne zu entscheiden?
  8. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  9. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Der stumme Gott unserer Zeit
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

Belgische Bischöfe zur Sterbebegleitung: Richtlinie lässt Fragen offen

18. Juli 2019 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Insbesondere der Umgang mit Euthanasiewilligen ist unklar. Zu den ‚letzten Dingen’ – Gericht, Himmel, Hölle, Fegefeuer – schweigt das Dokument.


Brüssel (kath.net/lifesitenews/jg)
Die katholischen Bischöfe Belgiens haben im Juni eine Richtlinie über die pastorale Begleitung von Sterbenden veröffentlicht. Euthanasie ist in Belgien seit 2002 legal und nimmt in dem Dokument viel Raum ein. Die Richtlinie lässt aber viele Fragen offen, schreibt Jeanne Smits in einem Kommentar für LifeSiteNews.

Das Dokument hat zwei Schwerpunkte: Die zunehmende Individualisierung und Isolierung in der belgischen Gesellschaft, wodurch die Sterbebegleitung eine besondere Rolle erhält, und eine Antwort auf die weitgehende Akzeptanz der Euthanasie.

Die sterbende Person sei verwundbar und brauche deshalb sowohl die Nähe als auch die materielle, psychologische und spirituelle Hilfe der Familie, der Freunde, Nachbarn und Seelsorger, von Priestern bis zu Freiwilligen aus der Pfarre, betont die Richtlinie.


Zum anderen vermittelt das Dokument eine Botschaft der „bedingungslosen Liebe“, welche die Seelsorger dazu auffordert, einer sterbenden Person nahe zu bleiben, auch wenn diese sich für die Euthanasie entschieden hat und diese auch bewilligt und durchgeführt wird.

In den Medien wird dies so aufgefasst, dass es für die Seelsorger keinen Unterschied macht, ob jemand durch Euthanasie aus dem Leben scheidet oder nicht. Die Richtlinie ist in dieser Frage nicht eindeutig. Sie führt einleitend an, dass viele lehramtliche Dokumente die Euthanasie verurteilt haben. Gleichzeitig wendet sie sich gegen eine unzumutbare Ausdehnung medizinischer Behandlungen.

Die Seelsorger haben die Aufgabe, Personen die sich für Euthanasie entschieden haben, davon wieder abzubringen, heißt es in der Richtlinie. Gleichzeitig sollen sie im Entscheidungsprozess auf ein Urteil verzichten. Dass Selbstmord eine schwere Sünde ist, durch die sich der Mensch von Gott und seiner Barmherzigkeit abwendet, wird in dem Dokument nicht explizit erwähnt. Diese Vorgaben lassen viele Fragen offen und helfen auch den Seelsorgern nicht weiter, schreibt Smits.

Das Dokument der belgischen Bischöfe enthält zwar viele soziologische und psychologische Abschnitte, aber wenig über die Fragen, die sich aus katholischer Sicht am Ende des Lebens stellen wie Gewissenserforschung und Beichte. Zu den ‚letzten Dingen’ – persönliches Gericht und Jüngstes Gericht, Himmel, Hölle und Fegefeuer – findet sich gar nichts, kritisiert Smits.

Die Richtlinie verweise zwar immer wieder auf die göttliche Barmherzigkeit, doch scheine es sich dabei um eine „Barmherzigkeit ohne Voraussetzungen“ seitens des Sterbenden zu handeln. Von Sünde und der Notwendigkeit der Reue sei nichts zu finden, schreibt sie.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Kanada hat fast 100.000 Euthanasiefälle seit der Legalisierung 2016
  2. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  3. Menschenrecht auf Abtreibung?
  4. Euthanasie in Kanada: Menschen mit Behinderung haben mittlerweile Angst vor dem Gesundheitssystem
  5. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  6. Kardinal kritisiert Gesetz zu Suizidbeihilfe in der Toskana
  7. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  8. Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘
  9. Vier ehemalige Premierminister gegen das geplante Euthanasiegesetz in Großbritannien
  10. Niederlande: Euthanasie für 17-Jährige mit Depressionen und Angststörungen







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz