Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  4. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  5. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  6. Kontroverse um die "Tagespost"
  7. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  8. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  9. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  10. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  11. Ich glaube an … Engel?
  12. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  13. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  14. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  15. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!

Christenverfolgung beinahe im „Ausmaß eines Völkermords“

16. Juli 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Kirche in Not“ an Bericht des britischen Außenministeriums beteiligt - „Westliche Länder verschließen Augen vor Christenverfolgung“ - Christentum die weltweit am meisten angegriffene Religionsgemeinschaft


London (kath.net/KIN) Das britische Außenministerium hat einen Bericht über Christenverfolgung veröffentlicht – die erste Studie dieser Art von Seiten einer nationalen Regierung.

Das Dokument wurde von einer unabhängigen Kommission im Auftrag des britischen Außenministers Jeremy Hunt verfasst. Dieser gehörten neben Regierungsmitarbeitern und Experten auch Nichtregierungsorganisationen an – unter ihnen auch Mitarbeiter des britischen Zweigs des weltweiten päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“. Die Aufsicht über das Projekt führte der anglikanische Bischof von Truro in der südenglischen Grafschaft Cornwall, Philip Mountstephen.

„Kirche in Not“ war am ersten Teil des 176-seitigen Dokuments beteiligt, der globale Entwicklungen bei der Christenverfolgung dokumentiert. Das Hilfswerk lieferte Hintergrundinformationen zur Lage in Afrika, dem Nahen Osten und Südasien, das es aus seiner Projektarbeit in diesen Weltregionen gewinnen konnte. In den weiteren Teilen geht der Bericht detailliert auf aktuelle Übergriffe gegen Christen ein, zum Beispiel im Irak, in Syrien, Nigeria, China, Sri Lanka und Pakistan und formuliert 22 Empfehlungen an das britische Außenministerium.


In einigen Weltregionen nehme die Gewalt gegen Christen „beinahe das Ausmaß eines Völkermords“ an, so der Bericht. Religionsfreiheit und Maßnahmen als Reaktion auf Gewalt gegen Christen sollten deshalb „im Mittelpunkt der Prioritäten des britischen Außenministeriums“ stehen. Der Bericht wolle dazu beitragen, Großbritannien „zur weltweit führenden Kraft bei der Verteidigung der Religionsfreiheit“ zu machen.

„Nicht länger Zuschauer sein“

In der Einleitung zum Bericht weist der federführende Bischof Mountstephen darauf hin, dass Christenverfolgung keine Einzeltat, sondern ein „globales Phänomen“ sei. Das Christentum sei die weltweit am meisten angegriffene Religionsgemeinschaft. Die westlichen Regierungen würden „ihre Augen vor dieser Realität verschließen“, beklagt Mountstephen.

Der Bericht gleiche deshalb ein erhebliches Defizit in der Berichterstattung aus, auch wenn Verletzungen der Religionsfreiheit bei anderen religiösen Minderheiten nicht ausgeklammert werden dürften. Die vorliegenden Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollten ein Aufruf an Politiker und Öffentlichkeit sein, „nicht länger Zuschauer zu sein, sondern Akteure zu werden“, so der Bischof.

„Wir freuen uns, dass wir an diesem Bericht mitwirken konnten“, betonte der Direktor des britischen Zweigs von „Kirche in Not“, Neville Kyrke-Smith. „Es ist Ansporn für unsere Arbeit, dass diese Themen endlich auf hoher politischer Ebene Beachtung finden.“ Es sei an der Zeit, dass die Schwierigkeiten, denen sich Christen und andere religiöse Minderheiten tagtäglich ausgesetzt sähen, erkannt und benannt würden. Es bleibe zu hoffen, dass die britische Regierung die Empfehlungen des Berichts umsetze, auch als Impuls für den weltweiten Schutz der Religionsfreiheit, so Kyrke-Smith. „Es ist dringend notwendig, die christliche Präsenz in zahlreichen Ländern zu unterstützen, da die Christen trotz Verfolgung oft Brückenbauer und Instrumente des Friedens sind.“

Umfassende Infos zu Verstößen gegen Religionsfreiheit und die Menschenrechtslage in 196 Länder der Welt enthält auch der Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ von „Kirche in Not“: www.religionsfreiheit-weltweit.de

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Foto: Malcolm Kardinal Ranjith aus Colombo in Sri Lanka tröstet Menschen, deren Angehörige bei Anschlägen auf Kirchen am Ostersonntag 2019 getötet wurden


Foto © Roshan Pradeep & T Sunil



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Msgr.Westenfeld 17. Juli 2019 

Christenverfolgung Msgr. Westenfeld

Die traurige Tatsache, dass Christen in vielen Regionen der Welt Opfer von katastrophalen Verfolgungen sind, ist leider schon hinlänglich bekannt. Bedauerlicherweise hat sich außer Großbritannien noch kein Land diese Situation zu eigen gemacht und entsprechend reagiert. Respekt vor England. Wie erklärt man sich eine solche traurige Lage? Ich habe vor allem diese Erklärung: Auf unsere Bundesrepublik betrachtet, kann es nicht verwundern, dass wir zum großen Bedauern kaum noch bei vielen einen fundamentalen Glauben feststellen können. Wenn einem eine Angelegenheit wichtig ist, setzt man sich für sie auch ein. Offensichtlich hat der Glaubensschwund und ergo das Bekenntnis zum Glauben bei uns schon derartige Ausmaße angenommen, dass Mitchristen in den verfolgten Regionen unserer Erde für viele keine Sympathie (i.S. des Wortes "Mitleidenschaft" mehr wert ist. Wie viele reden heute von Völkerverständigung und erkennen diese schlimme Situation nicht enrsthaft an.- Aufwachen wäre notwendig.


0

0
 
 Herbstlicht 16. Juli 2019 
 

Genießt dieses Thema Priorität in Kirche und Welt?

Wen lässt die Christenverfolgung traurig werden, wer ist zumindest darüber besorgt?
Selbst in den sonntäglichen Fürbitten ist kaum etwas davon zu hören, im Gegensatz zu der Flüchtlingsthematik.
Kirchlicherseits scheint das Thema Christenverfolgung halt nicht so dringend.
Man hat schließlich anderes zu tun: Die Kirche muss in ihrem inneren Wesen verändert, "synodale Wege" müssen beschritten, der "epochale Wandel" muss organisiert und bewältigt werden.
Das erfordert Energie und Engagement!

Und dass die Welt und die Politik das Elend der verfolgten Christen nicht besonders berührt, ist keine Neuheit.
Schließlich ist auch hier Arbeit angesagt:
Der Klimawandel muss schließlich aufgehalten sowie im Gegensatz dazu die Genderangelegenheit forciert werden.
Auch das erfordert Energie und Engagement.


6

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Pakistan: Juristischer Rückschlag für verschleppte minderjährige Christi
  2. China: Wie es der regimetreuen und der Untergrund-Kirche zwei Jahre nach dem Abkommen ergeht
  3. China: Keine Sozialhilfe, so lange christliche Symbole in der Wohnung sind
  4. Rumänien: 16. August künftig Gedenktag für verfolgte Christen
  5. "Kirche in Not": Christentum weltweit meist verfolgte Religion
  6. „Bildung gibt einem Kind einen Schlüssel für die Zukunft“
  7. Kritik nach Aus für EU-Sondergesandten zu Religionsfreiheit
  8. China schloss 48 Kirchen innerhalb von zwei Wochen
  9. Schwager von Asia Bibi ermordet
  10. Kirchen in China von Corona-Lockerungen ausgenommen








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Kontroverse um die "Tagespost"
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  9. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  10. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  11. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  12. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  13. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  14. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  15. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz