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Wahrheitssuche in der Kirchenkrise

16. Juli 2019 in Kommentar, 33 Lesermeinungen
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„Berichte über Missbrauchsfälle von katholischen Priestern weltweit wollen kein Ende nehmen. Der Schaden ist groß. Das bedeutet für alle Menschen des Westens eine schwere Minderung des geistigen und sozialen Niveaus.“ Gastbeitrag von Christa Meves


Uelzen (kath.net) Die Berichte über Missbrauchsfälle von katholischen Priestern weltweit wollen und wollen kein Ende nehmen. Neue Fälle werden offenbar. In der Tat, wie beschämend ist dieses Fehlverhalten und für die Gemeinden, die davon betroffen sind, tief aufschreckend mit durcheinanderwirbelnden Folgen. Der Schaden ist groß. Kirchenaustritte häufen sich. Aber das bedeutet für alle Menschen des Westens eine schwere Minderung des geistigen und sozialen Niveaus. Das ist doppelt betrüblich, weil sich aus manchem hämischen Tenor der Berichte in der Mainstreampresse erkennen lässt; dass der weit verbreitete Atheismus in unserer Welt die Einflussminderung der katholischen Kirche geradezu anstrebt. Deshalb fehlen nicht selten einmal ignorante nassforsche Veränderungsvorschläge für die katholischen Grundstrukturen unserer Kirche.

Aber eins ist sicher: Es hilft nun alles Verdrängen des öffentlich oft hochnäsigen Anprangerns über all das „Vertuschen“ nicht mehr. Es muss nun endlich – und nicht allein für die katholische Kirche – eine sachliche Bearbeitung des Phänomens der allgemeinen Sexualisierung der westlichen Welt auf den Tisch. Es muss deshalb nun auch nach den tieferen Ursachen gefragt werden. Es muss in diesem Zusammenhang in den Blick genommen werden, dass vor 50 Jahren – unterstrichen von einem revolutionären Getöse - durch die sogenannte Befreiung zur Sexualität – eine Verhaltensänderung der gesamten Bevölkerung eingetreten ist. Damit wurde aber der zweitmächtigste Naturtrieb, den die Sexualität nun einmal darstellt, geradezu entfesselt. Denn dieser zweitgrößte Lebenstrieb – von Gott selbst mit all seiner Schöpfung auch für den Menschen eingerichtet – ist das Werkzeug zur Gewinnung von Zukunft. Er pflegt aber zu wuchern, wenn sorgsame Gärtner im Garten Eden nicht durch kompetenten Schnitt ein Übermaß verhindern. Aber dergleichen geschah nicht, obgleich eine solche Überwucherung nach dem Motto: („Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“) zur Folge hatte, dass nun mit Verhütungs- und Abtreibungsboom ein Geburtenschwund und viele neue chronische Krankheiten entstanden. Dadurch beginnt die Zukunft der Menschen im christlichen Abendland generell infrage gestellt zu werden.


Ein Bewusstsein über diese Zusammenhänge brauchen wir vor allem, und zwar mithilfe der vorhandenen seriösen Sexualwissenschaften, damit dieser Fortpflanzungstrieb recht verstanden werden kann; denn der Trieb an sich gehört in Gottes Ziel einer geistig reichen, vielköpfigen Zukunft für die Krone seiner höchst künstlerisch gestalteten Schöpfung - für den Menschen.

Auch in den Priesterseminaren ist durch die Sexvergötzung der westlichen Gesellschaften Aufklärung über solche Zusammenhänge von dringlicher Relevanz. Denn diese hierzulande rasch erfolgende Befreiung von den christlichen Moralvorstellungen – zunächst vor allem mithilfe des Fernsehens – hatte schließlich die Jugend längst ungefiltert erfasst und ließ manche von ihnen, bald auch mithilfe der Pornographie, in die Falle der Sexsucht geraten. Man machte sie wissen, dass in der neuen Welt Beschäftigung mit Sex jeglicher Art – spätestens von der 12-Jährigkeit ab – zu befreiter Fortschrittlichkeit gehöre. Bedenken der „verstaubten“ Eltern, etwa gegen nächtliche Sexpartys mit open end, gegen Verkehr in einem still gelegten Bus nach Disco-Besuch miteinander und durcheinander, Warnungen vor dem Nutzen der digitalen Medien für die Anregung zur Selbstbefriedigung und des Suchens nach stärkerem Anreiz, fanden bald kein Gehör mehr. Und das ging hierzulande viele Jahrzehnte hindurch so. Erst jetzt setzt sich – besonders bei jungen Männern – die Erfahrung durch, dass nicht etwa die versprochene Befreiung von allem und jedem dabei herauskam, sondern stattdessen nicht selten die Fesselung an den Großtrieb, der den Verzweifelten durch dessen Sex-Sucht fest im Griff hat. Sogar bis hin zu Kinderschänderphantasien lässt sich dann nichts anderes mehr denken; denn der Moloch fordert apodiktisch das Aufsuchen immer stärkerer Anreize. Dann ist schließlich auch nicht mehr ein geregelter Ausbildungsgang möglich; denn der bedarf gezielter Lern-Aufmerksamkeit...

Mit Kenntnis über diese Eigenschaft des Großtriebs Sexualität ließ sich bald schon in den Siebziger Jahren voraussagen, dass angesichts dieser Situation auch die Priesterschaft angefochten sein würde; denn satanischer Geist geht schließlich durch alle Türen, wenn er im Zeitgeist großmächtig genug geworden ist.

Ich habe sogar Geistliche erlebt, die mir nach dem Leser meiner Bücher ihre traurigen Vorgeschichten anvertrauten: Sie seien als Jugendliche in einer Gruppe mit Wildlingen von der Sex-Welle erfasst und – für sich selbst schließlich tief erschrocken – angefochten worden. Ihr Wunsch, den Priesterweg einzuschlagen, sei vor allem aus dem Wunsch erwachsen, dadurch von dieser sie quälenden Gedankenwelt und Sucht befreit zu werden. Das habe man natürlich bei der Vorstellung verschwiegen und auch im Seminar für sich geheim gehalten. Einer berichtete nun allerdings auch mit glänzenden Augen, dass ihn sein intensivierter totaler Einsatz – dann auch wirklich mit Beichte und Gottes Hilfe – von der Fesselung an den pathologisch gewordenen Trieb habe loskommen lassen.

Dass das nicht alle schaffen, zeigt uns nun allerdings der große Aufdeckungsvorgang. Aber das Hineinschauen in diese tragischen Zusammenhänge muss uns eben auch deutlich machen, dass besserwisserisches Kopfschütteln über „vertuschende Bischöfe“, die nun mithilfe staatlicher Gerichte vor Ort in den Gefängnissen landen, zur vorbeugenden Hilfe allein nicht dienlich sein kann. Auf diesem Sektor brauchen wir auf der ganzen Linie Umkehr zum gesunden Maß. Und das heißt, wir brauchen eine nüchtern sachliche Beurteilung der Gefahren, die eine entfesselte Natur nun einmal mit sich bringt. Letztlich ist damit aber eine intensivierte Hinkehr zu Gottes Schöpfungsordnung nötig. Dem muss in unserer modernen Welt neu und sehr gesundheitsbewusst begegnet werden, indem wir gehorsambereit und sehr bewusst auf Gottes Willen und auf seine Grenzsetzungen achten. Eine solche Ursachenfindung wäre der erste Schritt zur Sanierung. Doch dazu ist Umkehr in der gesamten Gesellschaft nötig.

In der Kirche aber brauchen wir mithilfe der Bibel, dem KKK, und der Beschäftigung mit der Ökologie des Menschen - und das heißt mit den biologischen Grundlagen unserer von Gott geschaffenen Natur - wie auch mithilfe von Beichte und brüderlicher Hilfe - neue bewusste klare Grundlagen des Wissens, um der jetzigen Wirrnis wirksam begegnen zu können.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Würzburger Zeitung „Die Tagespost“.


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Lesermeinungen

 ?tli 5. August 2019 
 

Wahrheitssuche in der Kirchenkrise

Frau Meves hat sicher recht. Sie hat eine sehr große Lebens.- und Berufserfahrung.
Ich kann nur die Lektüre ihrer Bücher wärmstens empfehlen.Sie schildert, wie es zu der gegenwärtigen Situation kommen konnte. Die Minderung des geistigen und sozialen Niveaus erleben wir täglich.


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 Kant1 19. Juli 2019 
 

@Bernhard Josef: der Sieg der „sexuelle Revolution“ über die christliche Botschaft (2)

...
3. Die Situation vor der „sexuellen Revolution“ war auch nicht „rosig“. Ich glaube, so gut wie niemand möchte z.B. zum Kuppel- oder zum Homo-Paragraphen zurück. Letzterer ist eine schlimme Diskriminierung der Homosexuellen, die auch der KKK ablehnt.

Alles in allem lebe ich – auch als Christ – lieber in einer pluralistischen Gesellschaft, in der jeder Mensch selber in Freiheit sein Leben nach seinen eigenen Moralvorstellungen gestalten kann ... und die meisten wollen nicht in die Zeit vor der "seuellen Revolution" zurück! Das Problem ist nicht, daß die „sexuelle Revolution“ die Menschen zu irgendetwas zwingen würde, sondern daß die christlichen Botschaft in unserer pluralistischen Gesellschaft niemand mehr interessiert. Und woran das liegt ... darüber ein anderes Mal!


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 Kant1 19. Juli 2019 
 

@Bernhard Josef: der Sieg der „sexuelle Revolution“ über die christliche Botschaft (1)

Danke für Ihre ausführliche Stellungnahme. Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu. Wie ich schon in meinem ersten Post geschrieben habe, hatte die „sexuelle Revolution“ „verherrende Folgen für die ‚klassische Sexaul-Moral‘ und in der Folge auch für die menschliche Psyche und die Gesellschaft.“ Aber ich sehe die heutige Situation in einigen Punkten differenzierter:
1. Mißbrauch ist durch die „sexuelle Revolution“ nicht mehr geworden. Im Gegenteil ist die Gesellschaft insgesamt aufmerksamer und sprachfähiger, während früher – wie man auch in Kirchenkreisen entschuldigend zugibt – vertuscht wurde.
2. Deshalb kann man auch Mißbrauch in der Kirche nicht der „sexuellen Revolution“ anlasten. Auch die Vorstellung man könne pädophile Priester vom Mißbrauch durch „Herz-Jesu-Andachten“ abhalten, kommt mir ein wenig seltsam vor. Sie hätten gar nicht Priester werden dürfen.
...


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 Bernhard Joseph 19. Juli 2019 
 

@Kant1 - III

Ergänzend zur Gottesfurcht kann nur eine Revitalisierung der menschlichen Scham die Loslösung von der Versklavung unter den Trieb bewirken.

Erst wenn wieder ins Bewusstsein tritt, dass das ungezügelte Ausleben des Triebes unanständig ist und sich derjenige, der sich "gehen" lässt also ungehemmt seinem Trieb frönt, sich zutiefst schämen muss, weil er sich so unseren 4-beinigen Freunden angleicht, erst dann wird Besserung eintreten.

Den Menschen unterscheidet nämlich vom Tier grundlegend, dass der Mensch seinen Trieb regulieren und dem Willen unterwerfen kann, was dem Tier unmöglich ist.

Die sexuelle "Revolution" hat die Aura des Menschen zerstört, indem sie den Mensch zum Tier erklärte und das als Befreiung ausgeben wollte.

Am Ende steht dann die völlige Dekadenz, in der alles im Nihilismus der reinen Triebbefriedigung aufgelöst ist, wobei die Trieberfüllung immer ephemer bleibt und sich von daher als Sucht perpetuiert.


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 Bernhard Joseph 19. Juli 2019 
 

@Kant1 - II

Wer mit wachem Verstand einen Blick in unsere Gazetten wirft, wird unschwer feststellen, dass die reine Triebbefriedigung zum alles bestimmenden Götzen unserer Zeit geworden ist.

Nicht das Denken setzt heute dem Trieb Schranken, sondern der Trieb beschränkt das Denken, so dass wir heute eine Verherrlichung des Orgiastischen sehen, die den Menschen intellektuell völlig versklavt.

Phänomene wie sogenannte "Swinger-Clubs" sind eine "Errungenschaft" der Dekadenz, die immer mit Triebentfesselung einhergeht.

Ich kann daher der Autorin in einem Punkt nicht zustimmen; das Ursachenforschung hier Abhilfe bringen könnte. Wo einmal der Trieb entfesselt ist, setzt eben der Verstand aus.

Einzig eine Rückkehr zur Furcht und ich meine hier die Gottesfurcht, kann da etwas bewirken, weil in ihr sich das Tabu neu errichtet und so Schranken setzt, die auch ohne tiefsinnige Reflektionen als gültig anerkannt werden.


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 Bernhard Joseph 19. Juli 2019 
 

@Kant1

Sie wollen uns hier die 68er Dekadenz als moralische Großtat verkaufen, absurder geht es nicht!

Die Zerrüttung der Sexualmoral durch den Glauben, auch im Sexuellen sei alles erlaubt, hat keinesfalls zu einem neuen Moralbewusstsein geführt, sondern dieses gänzlich in rein ökonomische Denkkategorien aufgelöst.

Dass der sexuelle Missbrauch definitiv seit der völligen Entfesselung des Triebes zugenommen hat, kann doch nur bestreiten, wer sich blind macht gegenüber dem menschlichen Triebverhalten.

Moral diente zu allen Zeiten dazu, das menschliche Triebverhalten zu regulieren und entsprechende Tabus zu errichten. Diese Tabus - das Inzesttabu z.B. - waren nie überflüssige Zöpfe, wie es die 68er behaupteten, sondern dienten dazu, einen Rückfall in die Barbarei, ins Animalische, zu verhindert.

Mit dem weitestgehenden Wegfall dieser Tabus, auch was gleichgeschlechtlichen Sex angeht, ging und geht eine völlige Zerrüttung der Moral selbst über das Sexuelle hinaus einher.


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 Kant1 18. Juli 2019 
 

Mißbrauch – „Pille“ – Abtreibung

Was den Mißbrauch angeht, habe Sie auch Ihre Zweifel? Dann sind wir uns ja darin einig: „Nichts Genaues weiß man nicht.“ Und dabei sollten wir es auch belassen, statt zu behaupten, wegen der „sex. Rev.“ gäbe heute es mehr Mißbrauch. Zwischen Mißbrauch und „Pille“ wollten Sie keinen Zusammenhang herstellen!?

Aber da Sie mich darauf ansprechen: natürlich vertrete ich die Linie von HV. Trotzdem fände ich es naiv zu meinen, daß die Nebenwirkungen der „Pille“ verheimlicht werden, daß Frauen nicht darüber informiert sind. Die finden Sie auf jedem Beipack-Zettel. Die Frauen, die die „Pille“ nehmen, treffen eine „moralische“ Entscheidung. Sie nehmen das Risiko der Nebenwirkungen in Kauf, um Sex nach Belieben und ohne die ständige Sorge haben zu können, ungewollt schwanger zu werden. Inzwischen gibt es aber auch schon viele Frauen, die die „Pille“ eben wegen ihrer Nw.en nicht oder nicht mehr nehmen.

... und ja, Abtreibung ist eine schlimme Sache, für das unschuldige Kind und für die Mutter.


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 leibniz 18. Juli 2019 
 

Lieber kant1
Entschuldigen Sie bitte die Frage:
Wie naiv sind Sie?
Es wurde im Zuge der großartigen sexuellen Revolution zunächst die Sexualität von der Fortpflanzung und dann von der Liebe getrennt. Das sieht sogar ein Moraltheologe namens Schockenhoff. Lesen Sie dessen Vortrag vor der DBK! Jede dritte Frau hat statistisch schon eine Abtreibung hinter sich und leidet teilweise ihr ganzes Leben darunter. Hauptgrund : Die Herren der Schöpfung entziehen sich der Verantwortung. Ist sie doch selbst schuld, weil sie die Pille nicht genommen hat! Ganz nebenbei: Die Pille kann zum Tode führen (Beckenvenenthrombose usw. - wird natürlich von den Medien tot geschwiegen). Und welche Frau wagt es noch, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen?
Tut sie es doch, wird ihr ständig die Frage gestellt, warum sie nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen habe.
Und, dass es früher mehr und eben so viel Missbrauch gab, wage ich zu bezweifeln.


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 ThomasR 17. Juli 2019 
 

@winthir

Die meisten Frauen, die Ihrer Mutterschaft durch Abtreibung oder durch langjährige Aufnahme von Verhütungsmitteln widersprochen haben, leiden lebenslang unter schwierigen Depressionen und psychosomatischen Beschwerden.


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 Kant1 17. Juli 2019 
 

@Andreij123, ich befürworte die katholische Sexuallehre, aber bezweifle, daß der sex. Mißbrauch durch die „sex. Rev.“ mehr geworden ist.

Zuerst einmal habe ich ja zugestanden, daß es da zu „Beginn“ „Kinderkrankheiten“ gab. Inzwischen gibt es die aber nicht mehr. Wo, von wem wird in unserer Gesellschaft heute noch sexueller Mißbrauch verharmlost oder Pädophilie noch als erlaubt angesehen? Im Gegenteil schwappt eine Empörungswelle nach der anderen über Deutschland hinweg. Und das ist gut so.

Nach den Übertreibungen am Anfang hat die sexuelle „Befreiung“ ermöglicht, sexuelle Grenzüberschreitungen und sexuellen Mißbrauch in allen Bereichen ohne Tabus zu thematisieren ... ein offenen Prozeß, der noch nicht abgeschlossen ist.

Also: ob sex. Mißbrauch mehr geworden ist oder nicht, müßte man wiss. erforschen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber sicher ist, daß früher vertuscht wurde – nicht nur in der Kirche – heute aber immer offener darüber gesprochen wird. Und das ist gut so, oder?


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 Andrzej123 17. Juli 2019 
 

@Kant1: die Gnade(?) der späteren Geburt

"Ich stimme ihr aber nicht zu, wenn Sie behauptet, die sex. Rev. führt zu einem Anstieg von sex. Mißbrauch in der Gesellschaft allgemein oder in der kath. Kirche. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte, geschweige denn „Beweise“."
Da ich diese Zeit erlebt habe und im Unterschied zu anderen kein LSD genommen hatte, weiß ich, dass ich nicht halluszinierte, sondern es exakt in Gesellschaft und Kirche so war wie Fr. Meves schreibt! Das Feeling war super und doch war alles falsch!
Die Grünen wurden übrigens erst 1980 gegründet, da war der Zenit schon überschritten. Verharmlosende Darstellungen sind entweder gelogen, weil die Betreffenden Angst haben noch an den Wickel zu kommen (wieso sind die Berliner Politiker, die Heimkinder bewußt an Pädophile vermittelten, nicht fällig?) oder von "Praktikanten" in Kenntnis linker Erwartungshaltung bei Wikipedia oder sonstwo hingepinselt.
Diese Zeit wird lfd upgedatet,die überfl. "Beweise"dürften immer zahlreicher bei den Mainstream Medien Eingang finden.


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 Feigenbaum 17. Juli 2019 
 

@Kant1

Verstehe ich Sie richtig, dass die Sexmoral, die Sie verteidigen, ausschließlich dem einvernehmlichen Lusterleben zuzuordnen ist? Ist das nicht zu wenig?
Gehört zum vollen Erleben nicht besonders die emotionale Bindung, ich spreche von einer Dauerbindung, von Treue - und das Bewusstsein der Fruchtbarkeit?
Was geschieht, wenn einvernehmlicher Sex außerhalb einer festen Bindung, einer Ehe, stattfindet? Was geschieht, wenn nach Ihrer Sexualmoral trotzdem ein Kind entsteht? Abtreibung?
Ich sehe in Ihren drei Thesen die christliche(gefällt mir besser als "klassische")Sexualmoral nicht enthalten, ich finde höchstens umgekehrt einen Ihrer Punkte in der christlichen Morallehre wieder, die Einvernehmlichkeit. Aber das ist,s.o., längst nicht alles, was zu einem erfüllten Sexualleben beiträgt.
Unbestritten ist, dass in der Vergangenheit die Schönheit der Sexualität kaum betont wurde. Aber wird diese Schönheit durch die "neue" liberale Moral erlebt? Eher nicht!
Ein "Kick" ist zu einfach wenig!


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 Andrzej123 17. Juli 2019 
 

@Kant1: Kant ist im techn. Zeitalter veraltet, Bitte Marx lesen!

Die "neue Sexualmoral" hatte den Zweck, nat. Fortpflanzung durch "Sex" zu ersetzen und Männer und Frauen aus der Ehe zu lösen.
Es war veröffentl. internat. Beschlusslage, die "Bevölkerungsexplosion" zu beenden (Club of Rome) und dazu die "Sexualmoral" auf den Kopf zu stellen.
Entsprechend auch die "Wende" bzgl. Homosexualität, Abtreibung und Pornografie.
Die Ehescheidung wurde so reformiert, dass Männer ihre Frauen zur Arbeitsaufnahme anhalten müssen, wollen sie nicht im Scheidungsfall lebenslang vor Gericht wegen Horrorverpflichtungen stehen.
Die "alleinerziehende Mutter" wurde zur Idealfigur, da hier max. 1-2 Kinder idR gegeben sind und die staatliche Kindergartenerziehung dann fast zwangsläufig folgt.
Weitere Massnahnen dienen der Förderung der künstlichen Reproduktion.
Die Zusammenhänge sind so glasklar, dass sogar manch "befreiter(ehem) Homosexueller" inzwischen erkannt hat, als "nützlicher Idiot" missbraucht worden zu sein.
vgl. Andreas Lombard:"Homosexualität gibt es nicht"


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 winthir 17. Juli 2019 

hmm ...

"mit Verhütungs- und Abtreibungsboom" seien "viele neue chronische Krankheiten entstanden", meint Christa Meves.

Meine Frage: welche denn?

(die Frage ist jetzt nicht als "Fangfrage" gemeint - mich interessiert das wirklich.)

danke,
winthir.


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 Kant1 17. Juli 2019 
 

Zurück zum Homo- oder Kuppel-§?

Und auch in einem anderen Punkt kann ich der Autorin nicht zustimmen. Die „sex. Revolution“ bedeutet nicht die Abschaffung der Sexualmoral, sondern sie setzt eine andere Sexualmoral an die Stelle der „klassischen“ Sexualmoral. Diese neue Sexualmoral hat drei Regeln:
1. Einvernehmlichkeit:
Sex mit einem Partner ist nur dann und so erlaubt, wenn der Partner damit einverstanden ist.
2. Verhütung:
Fortpflanzung sollte beim Sex grundsätzlich verhindert werden. Nur wenn sich beide Partner Kinder wünschen, kann man die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.
3. Authentizität:
Sex sollte man möglichst so praktizieren, wie man sexuell veranlagt ist bzw. wie man sich ihn wünscht.

Der Vorteil dieser Sexualmoral ist, daß sie der „klassischen“ nicht widerspricht, sondern daß die „klassische“ darin enthalten ist. Umgekehrt gilt das nicht. Ich glaube, viele sind sich nicht mehr bewußt, daß die „klassische“ Sexualmoral auch ihre Tücken hatte. Ich möchte eigentlich nicht zurück zum Homo- oder Kuppel-§.


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 Kant1 17. Juli 2019 
 

Ohne sexuelle Revolution kein Mißbrauch?

Ich würde der Autorin uneingeschränkt darin zustimmen, daß die sexuelle Revolution verheerene Folgen für die „klassische“ Sexual-Moral und in der Folge auch für die menschliche Psyche und Gesellschaft hat. Ich stimme ihr aber nicht zu, wenn Sie behauptet, die sexuelle Revolution führt zu einem Anstieg von sexuellem Mißbrauch in der Gesellschaft allgemein oder in der katholischen Kirche. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte, geschweige denn „Beweise“.

Wahr ist, daß in der ersten Phase der „Kommune“ auch Kinder in die freie Sexualität einbezogen worden sind. Ebenso gab es bei den Grünen zu Beginn eine Gruppe, die das gesetzliche Verbot für Pädophilie abschaffen wollte. Diese „Kinderkrankheiten“ sind aber längst überwunden. Allerdings ist man sich bis heute noch nicht wirklich einig darüber, wie man Kinder in die Sexualität einführen und erziehen soll. Und die Homo-Lobby und Gender-Ideologie treibt sowohl in der „Forschung“ als auch in der Pädagogik ihr Unwesen. Aber war es "früher" besser?


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 padre14.9. 17. Juli 2019 

die Einhaltung des zölibatären Standes, durch entsprechende Erziehung vorzubereiten

wo waren die geistlichen Erzieher in den Jahren um 1968 ?
Wir können nicht immer die Gesellschaft verantwortlich machen. Wir wollen doch in die Gesellschaft wirken. Aber so wie Frau Meves schreibt wirkt die Gesellschaft auf uns. Und wir sind fast wehrlos. Das wirft ein schwaches Bild auf unsere Seminare.
Die Versuchungen gab es immer, wenn auch in verschiedener Form. Die Generation vor 1968 wurde mit Krieg und Gewalt und Terror versucht.
Wir müssen mit dem Evangelium in die Welt wirken. Nicht die Welt in unsere Seminare.


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 Rolando 17. Juli 2019 
 

Ohne solche Leuchttürme wird’s schwierig, möge sie und der Herr noch lange erhalten


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 ThomasR 17. Juli 2019 
 

Ausweg führt über die Zuwendung Christi

(es gibt keinen anderen Weg)unter anderem über Abgang von der Zelebration "cum populo" zur Zelebration "cum crucifisso", Rückkehr zu den Gebeten in der Sakristei vor der Hlg. Messe (beim Anziehen der Gewänder und beim Waschen der Hände- es geht nicht um beliebige Gebete)Vertiefung der Herz Jesu und Herz Mariä Frömmigkeit in den Priesterseminaren, damit Kleriker auch wieder lernen täglich alle Sinne (auch Gefühle) dem Christus (auch über Seine Mutter) zuzuwenden. Wiederbelebung in Priesterseminaren von solchen Andachten, wie Blut Christi Verehrung in Juli, damit auch diese Andachten im täglichen Priesterleben und in Gemeinden praktiziert werden.(trotz entschedender Bedeuting der Hlg. Schrift als Grundlage Sola scriptura bringt eher wenig)Weg ist schmal!

"Einer berichtete nun allerdings auch mit glänzenden Augen, dass ihn sein intensivierter totaler Einsatz – dann auch wirklich mit Beichte und Gottes Hilfe – von der Fesselung an den pathologisch gewordenen Trieb habe loskommen lassen."


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 verum montis 17. Juli 2019 
 

sehr gute Analyse

Doch es fehlt die Ursache. Weshalb kam es zu dieser "Seuche"? Wir kennen aus der Bibel verschiedene Textstellen, welche die Gesellschaft der Endzeit beschreiben. Paulus hat darüber geschrieben, mit deutlichen Worten. Auch in anderen Apostelbriefen finden sich solche Texte. Als "Abschlussdokument" dieses Themas kann man den Judasbrief ansehen, er bringt es nochmals auf den Punkt.

All dies MUSS geschehen, so schlimm es auch ist. Denn der Teufel, der grosse Verführer, wurde nach den Tausend Jahren nochmals freigelassen und hat die Völker der Erde heimgesucht. Das sind keine leeren Worte des Apostel Johannes, das sind seine Visionen der Endzeit!

So hart es ist, doch es gibt keine Möglichkeit zu einer Umkehr der Gesellschaft. Nur der einzelne Mensch kann sich wieder zu Gott bekehren und somit geheilt werden.

Leider wollen, oder können, viele Christen dieses Ende nicht mehr annehmen und denken insgeheim, es sei vielleicht doch zu umgehen. Ist es aber nicht!


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 Ehrmann 17. Juli 2019 

@Petrusbinsfeldus ..."entschuldigen sie die Taten?"

Bitte - es brennt das Haus und alle sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen, den Brandherd zu löschen- das bedeutet doch nicht, daß man die Menschen, die durch den Brand verletzt, geschädigt wurden, möglicherweise sogar umgekommen sind, nicht bedauert, ihnen nicht hilft. Aber zuerst muß doch das Feuer gelöscht werden, damit nicht noch mehr Menschen zu Schaden oder zu Tode kommen! Ich höre immer wieder das Argument, daß die Opfer zu wenig Beachtung finden, wenn es doch vor allem nötig ist, weitere Opfer zu vermeiden - und das ist möglich! Leid zu lindern gehört in die Hand von Therapeuten, nicht von Strafverfolgern, Taten müssen verhindert, nicht in erster Linie gerächt werden, dazu aber sind die Ursachen zu erkennen und zu bekämpfen - das hat mit Entschuldigen aber schon gar nichts zu tun!!!


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 Feigenbaum 16. Juli 2019 
 

Theologie des Leibes

Es tut gut, wieder einmal die vertraute, klare und überzeugende Argumentation von Christa Meves zu lesen. Ein großer Dank an sie und ihren unermüdlichen Einsatz für die seelische Gesundheit der Person und Gesellschaft!
In diesem Zusammenhang sei auch an die Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II erinnert. Sie zeigt Wege aus diesem erbarmungswürdigen Zustand unserer Zeit.


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 stephanus2 16. Juli 2019 
 

Oh bin ich glücklich

Was hat Christa Meves schön, toll und wahr geschrieben. Ich bin jetzt 60 Jahre, w. Als ich ca. 20 war, hat unser katholischer Vater uns fünf Kindern ein Taschenbuch von ihr geschenkt," Freiheit will gelernt sein". Welch weiser Titel !Und was habe ich drüber weggelächelt und es abgetan,nicht gelesen, beseelt damals von der Idee , zu tun, was i c h will, was i c h möchte, was m i r richtig und angenehm erscheint. Mein Vater lebt längst nicht mehr, ich leiste ihm aufrichtig Abbitte.


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 lesa 16. Juli 2019 

Endlich die Realität WAHR-Nehmen!

@rosengarten 1997: Damit haben Sie das Anliegen des Artikels und seine ganze Dringlichkeit genau umrissen, danke!


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 Eremitin 16. Juli 2019 
 

Ja ein ganz hervorragender Artikel,

von einer 94 jährigen weisen Psychagogin und klugen, lebenserfahrenen Theologin geschrieben.


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 rosengarten1997 16. Juli 2019 

Symptombehandlung - @Petrusbinsfeldus

Warum tun wir denn oft so, als handle es sich hier um ein Problem von Katholiken bzw. Geistlichen. Es ist sehr treffend und hier endlich einmal deutlich von Frau C. Meves formuliert, dass es sich hierbei eben nicht um ein Problem von im Verhältnis wenigen Priestern handelt, sondern vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Seuche ist, die nicht zuletzt durch das Internet und die vermeintliche Toleranz der allgegenwärtigen Pornographie, ihre Opfer gefunden hat. Ich möchte hier nichts beschönigen noch entschuldigen, aber es ist wirklich an der Zeit, dieses Problem von der Wurzel her zu bekämpfen und diese Wurzel steckt viel tiefer als nur in den Köpfen von einigen katholischen Priestern und Bischöfen. Solange wir uns hier bei der Aufarbeitung auf nur wenige in einem begrenzten Umfeld konzentrieren,werden wir der Dimension und damit auch den Ursachen nicht gerecht und sind weit davon entfernt eine Lösung für die gegenwärtigen Probleme zu finden. Bisher behandeln wir nur Symptome!


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 lesa 16. Juli 2019 

Die treffendste Diagnose

@petrusbinsfeldus: Es geht nicht darum, das Fehlverhalten zu entschuldigen, sondern die krankmachenden Wurzeln anzugehen! "Und das heißt, wir brauchen eine nüchtern sachliche Beurteilung der Gefahren, die eine entfesselte Natur nun einmal mit sich bringt. Letztlich ist damit aber eine intensivierte Hinkehr zu Gottes Schöpfungsordnung nötig. Dem muss in unserer modernen Welt neu und sehr gesundheitsbewusst begegnet werden, indem wir gehorsambereit und sehr bewusst auf Gottes Willen und auf seine Grenzsetzungen achten. Eine solche Ursachenfindung wäre der erste Schritt zur Sanierung. Doch dazu ist Umkehr in der gesamten Gesellschaft nötig.
In der Kirche aber brauchen wir mithilfe der Bibel, dem KKK, und der Beschäftigung mit der Ökologie des Menschen - und das heißt mit den biologischen Grundlagen unserer von Gott geschaffenen Natur - wie auch mithilfe von Beichte und brüderlicher Hilfe - neue bewusste klare Grundlagen des Wissens, um der jetzigen Wirrnis wirksam begegnen zu können."


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 nazareth 16. Juli 2019 
 

Sagte nicht Bischof Marx kürzlich, endlich seien die Zeiten in denen man die Hölle predigte vorbei? Ehrlich gesagt wird es sehr unpopulär werden zu predigen, dass durch Missachtung des sechsten und zehnten Gebotes wohl hier die meisten Menschen in Todsünden leben. Klingt für moderne Ohren sehr krass, aber ist letztlich die Wahrheit. Gott gebe uns Prediger, die es verstehen, die Ordnung Gottes so reich, verständlich und spannend darzustellen und den gewaltigen Liebesplan Gottes mit der Schöpfung, damit die Menschen begreifen, dass ihre Würde als Tempel Gottes unbegreiflich groß ist und nicht durch profane Geschlechtsaktivitäten und zeitgeistliche Strömungen und Enthemmungen wie im alten Rom und Ägypten entweiht werden darf. Dass Geschlechtlichkeit Abbild der Schöpfungsordnung Gottes ist.


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 Fides Mariae 16. Juli 2019 
 

EINER DER BESTEN ARTIKEL ÜBERHAUPT,

die zum Thema Missbrauch in der Kirche veröffentlicht worden sind. Papst em. Benedikt ging in seinem Beitrag schon in diese Richtung, aber Frau Meves hat das alles nun noch mit ihrem FAchwissen perfekt ausgeführt und die richtigen Konsequenzen vorgeschlagen. Hut ab!


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 wedlerg 16. Juli 2019 
 

Wohltuend klar

Der Mainstram tut immer noch so, als hätten wir zu wenig Intimität und zu wenig natürliche Sexualität. Schwerpunkt auf "zu wenig!". Aber das Gegenteil ist der Fall.

Die Überflutung mit Sex hat insbesondere in den Priesterseminaren zu homosexuellen Seilschaften geführt, die jetzt - gut vernetzt - nur noch schwer beseitigt werden können.

Und die Kirche in D tut so, als ob es dieses Problem gar nicht gäbe.

Im Vatikan indes schaut man nicht nur weg, sondern bringt die Anwälte solcher Irrungen in Posten und Gremien.


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 hape 16. Juli 2019 

Umkehr in Absurdistan.

Gerne stimme ich Frau Meves zu, wenn Sie schreibt, dass eine Umkehr in der gesamten Gesellschaft nötig sei, inkl. der Kirche. Von der Kirche aber erwarte ich, dass sie dabei vorneweg marschiert. Damit meine ich aber keineswegs das angeblich mutige Voranschreiten des synodalen Weges, denn dieser orientiert sich ja an der kranken Lebenswirklichkeit und verdreht damit die beabsichtigte Umkehr ins Gegenteil.

Denn wie soll denn das Kranke plötzlich Rettung und Erlösung bringen? Jeder weiß doch, dass faule Früchte ansteckend sind. Faule Früchte müssen identifiziert und aussortiert werden. Sie eignen sich nicht zur Ernährung, sondern gehören auf den Komposthaufen!

Dem verweigert sich der synodale Weg. Stattdessen werden die faulen Früchte der Lebenswirklichkeit als modernste Heilmittel gepriesen. Wo ist da die Umkehr? Wenn die DBKZDK also die faulen Früchte behalten will, dann können sie gleich die gesunden Früchte auf den Komposthaufen werfen! – So geht Umkehr in Absurdistan.


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 Petrusbinsfeldus 16. Juli 2019 
 

Ja, aber...

Und diese gesellschaftlichen Veränderungen, mag man sie nun begrüßen oder nicht, entschuldigen die Taten? Die armen Priester als Opfer des gottlosen Zeitgeistes? Oder wie ist dieser Artikel zu verstehen?


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 Wunderer 16. Juli 2019 
 

Die Folgen der Ablehnung von Humanae Vitae

Frau Meves ist mir seit langem bekannt als eine Ruferin in der Wüste, aber insbesondere als christliche mütterliche Ratgeberin in den Fährnissen des Lebens eines jeden Menschen, es sei denn, dieser hat mit solchen Anfechtungen nichts zu tun.

Im Jahre 1968 gab es den Kampf für die Pille und gegen die Enzyklika Humanae Vitae von Papst Paul VI. Diese Enzyklika wurde schon damals von den meisten Bischöfen in D und Ö abgelehnt und so konnte im Raum der Kirche das Unheil erst recht seinen Lauf nehmen. Bis heute gibt es von der DBK keine Distanzierung von der Königssteiner Erklärung, ganz im Gegenteil: viele Bischöfe öffneten und öffnen Sodom und Gomorrha alle Türen. Selbst die ans Licht gekommenen Mißbrauchsskandale führen nicht zur Umkehr bei ihnen.


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