Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. "Vaccine Amen"
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  7. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  11. Panik in Magdeburg
  12. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  13. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Französischer Priester verliert Klerikerstand wegen Missbrauchs

7. Juli 2019 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fall des heute 74-jährigen Bernard Preynat bewegt bereits seit einigen Jahren die französische Öffentlichkeit und führte zuletzt auch zum Rückzug von Kardinal Barbarin.


Paris (kath.net/ KAP)
Ein Kirchengericht hat einen französischen Priester des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen für schuldig befunden und aus dem Klerikerstand entlassen. Es gehe um Sexualstraftaten und den Missbrauch von Pfadfindern in der Erzdiözese Lyon in den Jahrzehnten vor 1991, teilte die Französische Bischofskonferenz nach dem Urteil vom 4. Juli mit. Der Ausschluss aus dem Klerus ist die höchstmögliche Strafe für Priester im Kirchenrecht. Das Gericht will laut der Mitteilung noch die Ansprüche der Opfer auf finanzielle Entschädigung prüfen. Der betroffene Priester könne zudem binnen einem Monat Berufung bei der Glaubenskongregation einlegen, hieß es.

In dem Fall geht es um den heute 74-jährigen Bernard Preynat, dessen Causa bereits seit einigen Jahren die französische Öffentlichkeit bewegt. Wie nun auch das Kirchengericht in seinem Urteil festhielt, missbrauchte der Priester über einen langen Zeitraum etliche Minderjährige, die sich als Pfadfinder unter seiner Obhut befanden.


Gegen Preynat läuft auch ein staatliches Verfahren. Der Gerichtsprozess hat allerdings noch nicht stattgefunden. Im vergangenen Februar kam ein Film von Regisseur Francois Ozon unter dem Titel "Grace a Dieu" über Missbrauch in der Kirche in die französischen Kinos, dessen Geschichte auch Berichte der mutmaßlichen Opfer im Fall Preynat zugrunde liegen.

Der Skandal um den Priester führte jüngst auch zum vorläufigen Rückzug des Erzbischofs von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin. Der Kardinal war im März von einem Gericht wegen der Nichtanzeige der sexuellen Übergriffe zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden; er legte jedoch Berufung ein. Erstinstanzlich wurde der seit 2002 als Lyoner Erzbischof amtierende Barbarin für schuldig befunden, 2014 die seit etlichen Jahren bekannten Missbrauchsvorwürfe gegen Preynat nicht offiziell bei den Behörden angezeigt zu haben. Das Berufungsverfahren zum Urteil gegen Barbarin soll Ende November stattfinden. Bis zum endgültigen Urteil leitet Bischof Michel Dubost als vom Papst eingesetzter Administrator die Erzdiözese Lyon.

In Frankreich ist seit einer Gesetzesänderung im August 2018 die Nichtanzeige sexueller Übergriffe zeitlich unbegrenzt strafbar. Er habe vor Gericht nicht versucht, sich reinzuwaschen, sondern erklärt "was ich wann und warum getan habe", erklärte der Kardinal nach Verkündung des Urteils im März. Im Prozess hatte er angegeben, eines der mutmaßlichen Missbrauchsopfer des Priesters Preynat 2014 getroffen zu haben. Die Informationen nach der Begegnung seien jedoch "vage" gewesen, so Barbarin. Und er habe nicht an eine Meldung bei der Justiz gedacht, "da die Fälle verjährt waren und das Opfer selbst bestätigt hat, dass es nichts mehr ändern könne".

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Frankreich

  1. In Frankreich nimmt die Zahl der Interessenten am Priestertum zu
  2. Wird der katholische Kinohit „Sacré Cœur“ auch in deutscher Version kommen?
  3. Brief an alle 29-Jährigen – Frankreichs Regierung will über Kinderlosigkeit informieren
  4. Frankreich: Ausgerechnet katholische Presse hatte Kinohit Sacré Cœur zerrissen, rudert nun zurück
  5. Eine erschütternde Oper nach einer Erzählung von Gertrude von Le Fort
  6. Der Widerhall der Geschichte im südlichen Limousin – die romanische Kirche St. Pierre in Cussac
  7. "Was die Welt retten wird, ist der Mensch, der vor Gott kniet"
  8. Papst Leo XIV. erinnert an Frankreichs geistliche Wurzeln
  9. Paris: Die Dornenkrone ist zurück in Notre-Dame
  10. Frankreich: Priester schlägt Personalordinariat für den Alten Ritus vor






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  15. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz