Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  6. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  11. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  12. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  13. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Das Wesen der Sendung der Jünger Jesu

7. Juli 2019 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: kein Proselytismus, sondern Verkündigung und Zeugnis. Die Offenheit und Freiheit, wegzugehen und so die Verantwortung derer hervorzuheben, die die Botschaft des Heils ablehnen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“: Angelus am vierzehnten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Lk 10,1-12.17-20) über die Aussendung der zweiundsiebzig Jünger.

Die Zahl zweiundsiebzig zeige wahrscheinlich alle Nationen an. Tatsächlich fänden im Buch Genesis zweiundsiebzig verschiedene Nationen Erwänung (vgl.10,1 bis 32). So sei diese Aussendung ein Vorbild für die Sendung der Kirche, das Evangelium allen Völkern zu verkünden. Jesus sage zu diesen Jüngern: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (V. 2).

Diese Bitte Jesu gelte immer. Wir müssten immer zum „Herrn der Ernte“ beten, das heißt zu Gott, dem Vater, dass er Arbeiter auf seine Acker sende, das heißt: in die Welt. Jeder von uns müsse dies mit einem offenen Herzen und einer missionarischen Haltung tun. Unser Gebet sollte sich nicht nur auf unsere Bedürfnisse beschränken. Ein Gebet sei wirklich christlich, wenn es auch eine universelle Dimension annehme.


Bei der Aussendung der zweiundsiebzig Jünger gebe Jesus ihnen genaue Anweisungen, die die Merkmale der Mission ausdrückten. Die erste bestehe im Gebet. Die zweite: „geht“. Und dann: „Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche“. Wenn „ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!“, „bleibt in diesem Haus“, „geht nicht von einem Haus zum anderen“. „Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe!“. „Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück“.

Diese Gebote zeigten, dass die Sendung auf dem Gebet fuße, dass sie „unterwegs“ sei, dass sie Abstand und Armut erfordere, dass sie Frieden und Heilung bringe, Zeichen der Nähe des Reiches Gottes. Die Sendung sei kein Proselytismus, sondern Verkündigung und Zeugnis. Sie erfordere Offenheit und Freiheit, wegzugehen und so die Verantwortung derer hervorzuheben, die die Botschaft des Heils abgelehnt hätten, doch ohne zu verurteilen.

Unter diesen Bedingungen werde die Sendung der Kirche von Freude geprägt sein. Dies sei keine vergängliche Freude, die vom Erfolg der Mission herrühre, im Gegenteil, es handle sich um eine Freude, die in der Verheißung wurzle, „dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind“ (V. 20).

Mit diesem Ausdruck meine er die innere und unzerstörbare Freude, die aus dem Bewusstsein hervorgehe, von Gott berufen worden zu sein, seinem Sohn zu folgen. Es sei die Freude, seine Jünger zu sein. Jeder von uns könne an den Namen denken, den er am Tag der Taufe erhalten habe: dieser Name „ist im Himmel verzeichnet“, im Herzen Gottes, des Vaters. Und es sei die Freude dieser Gabe, die jeden Jünger zu einem Missionar mache, der in der Welt mit Jesus gehe und von ihm lerne, sich für die anderen zu verausgaben, frei von sich selbst und von seinem Besitz.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  6. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  7. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  8. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  12. Mullah-Gegnerin Masih Alinejad warnt vor Islamismus: „Allahu Akbar klingt für mich nach Hinrichtung“
  13. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  14. Erneut hochrangige Sprecher bei der Adoratio Altötting im Oktober 2026
  15. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz