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Der Realsatire widerstehen

28. Juni 2019 in Kommentar, 34 Lesermeinungen
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Warum schreiben akademisch gebildete führende Kirchenleute so einen Stuss? - Ein Gastkommentar von Marcus Franz zum Schreiben der Deutschen Bischofskonferenz über Populismus


Wien (kath.net)
Die Deutsche Bischofskonferenz hat dieser Tage ein Papier veröffentlicht, das sie „Dem Populismus widerstehen“ genannt hat. Das 74-seitige Konvolut soll eine Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen (sic!) sein. Es entstand laut Vorwort aus der bischöflichen Besorgnis heraus, dass sich in Deutschland starke rechtspopulistische Trends entwickelt hätten und noch weiter entwickeln würden.

Aus dieser sogenannten Arbeitshilfe ist aber keine sachkritische Betrachtung von aktuellen gesellschaftspolitischen Problemstellungen geworden, sondern die Kirchenmänner gestalteten eine elendslange Schrift mit teils verschwurbelten und merkwürdig formulierten Argumenten. Streckenweise verstiegen sie sich sogar zu haarsträubenden Geschichtsklitterungen und Kulturverzerrungen, die bis hin zur Selbstverleugnung gehen.

Wenn man unvoreingenommen bestimmte Passagen des Textes liest, möchte man zunächst meinen, die Bischöfe seien beim Schreiben in selbstironischer Laune gewesen oder sie haben zuvor Michel Houellebecqs grandioses Werk „Unterwerfung“ gelesen und wollten, angeregt von der Houellebcqschen Vision eines zum Islam konvertierten Frankreichs, den Teil 2 des großen französischen Romans aus dem Jahr 2015 schreiben.

Dem ist aber natürlich nicht so – denn die Herren meinen ihren Text ernst. Ganz ernst sogar. Und gerade weil sie es so ernst meinen, ist dabei eine unwillkürliche Realsatire herausgekommen, die insgesamt eine ganz unfassbare und schwerwiegende Verirrung der hauptberuflichen deutschen Kirchen-Hirten darstellt. Niemand muss sich die Mühe machen, den süßlich-belehrenden, die eigenen Gläubigen desavouierenden und gleichzeitig den fremden Kulturen gegenüber unterwürfig daherkommenden Text ganz zu lesen. Er ist es, mit Verlaub, nicht wert. Zur Illustration dieses bestürzenden Schreibens nur eine der zentralen Passagen:

„Ohne die christliche Prägung Europas in Abrede zu stellen, kann man bezweifeln, ob ein „christliches Abendland“ – in der behaupteten kulturellen und religiösen Homogenität – je existiert hat. Europa fußt vielmehr auf Werten, die sich angesichts einer Vielfalt von Kulturen und Glaubensüberzeugungen entfaltet haben.“

Tja. Dazu fällt einem eigentlich nichts mehr ein - außer der Frage, wie und vor allem warum akademisch gebildete führende Kirchenleute so einen Stuss daherschreiben können. Weil es in diesem intellektuellen Offenbarungseid thematisch vor allem um die „Rechten“ geht, sei hier noch kurz erwähnt, wie die deutschen Bischöfe diese implizit als Sünder eingestuften Rechten sehen und wer für sie überhaupt „rechts“ ist: Man erkennt laut diesem Pamphlet die Rechten daran, dass sie die traditionelle Familien- und Geschlechterordnung schätzen und der Ansicht sind, dass eine Ehe aus Mann und Frau besteht. Und natürlich sind diese Rechten, wie schrecklich, um die Verteidigung der eigenen Lebensweise bemüht.

Anders gesagt: Wenn wir diesen Text nicht als Realsatire betrachten, ist nun jeder Mensch, der seine Heimat, seine angestammte Lebensform und seine Kultur aufrechterhalten und vielleicht gar an seine Kinder weitergeben will, nicht mehr nur aus Sicht aller internationalistischen und hypermoralischen Neu- und Altlinken jemand, der verwerflichem Gedankengut anhängt, sondern er ist jetzt auch in seiner eigenen Kirche eine Persona non grata. Letztlich geschieht durch diese Verketzerungen aber noch viel, viel mehr: Denkt man nämlich die Ideen der Bischöfe ernsthaft zu Ende, dann ist die endgültige Selbstaufgabe der katholischen Kirche mit diesem ihrem Schreiben bereits eingeleitet.

Dr. Marcus Franz ist ehemaliger Nationalratsabgeordneter der ÖVP. Dr. Franz ist verheiratet und hat drei Kinder. Außerdem ist er Facharzt für Innere Medizin und ehemaliger Primarius und ärztlicher Direktor des Hartmannspitals in Wien.




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Lesermeinungen

 paul_1 1. Juli 2019 
 

Bitte um christliche Politik

In der Satire sollen ja eigentlich die Reichen und Mächtigen aufgezogen werden. In diesen Fall werden gerade die Armen und Arglosen aufgezogen. Die müssen ja dann für die falschen Linken Ideen haften. Ist es nicht gerecht, dass eine Regierung die Grenzen kontrolliert, damit nicht Verbrecher ins Land kommen. Soll man wirklich für freie Einwanderung sein, wenn man in einem Land lebt mit Sozialsystem und es Länder gibt wo es nicht so ein System gibt? Der Anstieg von Vergewaltigung und Delikten gibt dieser Politik nicht Recht.


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 introibo 29. Juni 2019 
 

Ich verweise hierbei

nur auf den Brief des Apostels Paulus an die Galater 1,6-10.
Lektüre dessen lohnt sich!


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 Konrad Georg 29. Juni 2019 
 

Seit langem beschäftigt mich der "Geist des Konzils"

Den kann man doch nicht als Ideologie bezeichnen, obwohl die negative Wirkmacht sehr ähnlich erscheint. Müssen wir tatsächlich von einem Dämon ausgehen, der mit seiner riesigen Helferschar die Menschen, vor allem den Klerus verwirrt hat, so daß heute sogar der allerblödeste denkbare Blödsinn, der Genderismus sich im Denken behaupten kann. Und das natürlich auch im vorgeblich katholischen Orga-Personal inkl. Caritas usw.?

stephanus2. Die Garantie gilt nur für die Kirche, sie galt nicht für Nordafrika und sie gilt nicht für Deutschland, auch wenn scheint, daß unser Land der Großversager in den Plänen Gottes ist.

Ich bin nicht einen Hauch Nationalist.


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 Steve Acker 29. Juni 2019 
 

ergänzung zu meinem vorrangegangenen post

es muss natürlich lauten. "KiSt abschaffen würde auf jeden Fall helfen".


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 Steve Acker 29. Juni 2019 
 

andrzej123 - die KiSt abschaffen würde auf

jeden Fall.
Dann könnte sich die Kirche nicht mehr
gut bezahlte Referenten in einschlägigen
Abteilungen leisten, die solchen häretischen und antichristlichen Unsinn
verzapfen, und dies dann auch noch im Namen der DBK zu veröffentlichen.


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 Herbstlicht 29. Juni 2019 
 

Wem folgen die Bischöfe - Christus oder der Welt?

Wer oder was steckt wirklich hinter dem neuen Denken, dem nun auch Bischöfe anheimfallen?
Ist es der Wunsch, den Beifall der Menge zu bekommen oder umgekehrt nur die Furcht aus der Reihe zu tanzen, mit seiner Meinung anzuecken, Medien gegen sich aufzubringen, einflussreiche Interessengruppen vor den Kopf zu stoßen?
Kann man es mit satanischer Verführung erklären, oder steckt dahinter nicht doch eine Agenda, der zugestimmt wird und die umgesetzt werden soll?


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 lesa 29. Juni 2019 

Werde wach und stärke den Rest, der schon im Sterben gelegen ist. (Offb 3,2)

@Eliah: Nicht SIE brauchen sich zu rechfertigen. Ihre gehaltvollen Beiträge sind ein Hirtendienst! "Der Hirte braucht den Stock gegen die wilden Tiere, die in die Herde einbrechen möchten; gegen die Räuber, die sich ihre Beute suchen...Auch die Kirche muss den Stock des Hirten gebrauchen, mit dem sie den Glauben schützt gegen die Verfälscher, gegen die Führungen, die Verführungen sind. Gerade der Gebrauch des Stockes kann ein Dienst der Liebe sein...So ist es auch nicht Liebe, wenn man die Irrlehre, die Entstellung und Auflösung des Glaubens wuchern lässt, als ob wir den Glauben selbst erfänden. Als ob er nicht mehr Gottes Geschenk, die kostbare Perle wäre, die wir uns nicht nehmen lassen. Zugleich freilich muss der Stock immer wieder Stab des Hirten werden, der den Menschen hilft, auf schwierigen Wegen gehen zu können und dem Herrn nachzufolgen.“ (Ben. XVI.)
@Guenter Foit: Ja, so ein Synkretismus wurde vom Jahweglauben als Gräuel eingestuft. Das Buch Deuteronomium lässt grüßen...


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 lesa 29. Juni 2019 

Gegen Christus gerichtet - was wird hier verkündet?

@borromeo: Danke! Hier zeigt sich die perfekte Verwirklichung der Ankündigung:
"Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht mehr erträgt." Bischöfe sollten solches Geschreibsel zuerst anschauen, ehe so ein verdrehtes Zeugs veröffentlicht wird. Wie weit ist es gekommen, wenn BISCHÖFE zulassen, dass Mitchristen, die an die Wahrheit erinnern (was besonders Aufgabe der Bischöfe ist), als Populisten beschimpft werden?


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 Andrzej123 29. Juni 2019 
 

@Lukas P. : Abschaffung KiSt hilft leider nicht!

"Die sind im wahrsten Sinne des Wortes von allen guten Geistern verlassen."

Das ist wohl so.

"Wenn endlich die Geldhähne zugedreht werden, seitens des Staates und seitens der Zwangsfinanzierung, sind schon mal die Weichen gestellt für ein Umdenken."

Die Äußerungen sind leider auch mit Blick auf zugehörige finanzielle Optimierungen zu verstehen: Die Billionen umfassenden Fonds supranationaler Einrichtungen zur gesellschaftlichen Transformation (UN, Unesco, EU Sozialfond, Open Society usw.) auch Spenden von Konzernen, Umsätze von Caritas etc pp sind die Hauptsache. Kirchensteuer uä ist dagegen vernachlässigbar.
Man konnte die Bedeutung dieses Einflusses des sozialindustriellen Umsatzes auf die "Theologie" in letzter Zeit zB auch bei der Heilsarmee erkennen: Die Hinwendung zur Sozialarbeit und deren finanziellen Töpfen erfolgt praktisch synchron zum Absterben ihrer bisherigen Art von Mission.
Die katholische Kirche ist weltweit leider auf dem gleichen Weg, egal ob es KiSt gibt.


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 Montfort 29. Juni 2019 

Was bildet sich die DBK denn ein?

Sie stellen doch mit dieser "Aufklärungsschrift" auch PAPST FRANZISKUS als "RECHTSPOPULISTEN" hin, wenn sie ernsthaft vertreten:

"Man erkennt laut diesem Pamphlet die Rechten daran, dass sie die traditionelle Familien- und Geschlechterordnung schätzen und der Ansicht sind, dass eine Ehe aus Mann und Frau besteht."

Haben diese Bischöfe denn nicht einmal "Amoris laetitia" gelesen?! ;-)

All das ist keine Realsatire mehr, sondern offensichtlich "Bischofswahn", eine Mischung aus "Genderwahn" und Menschenfurcht - oder eben billiger "Linkspopulismus"!


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 borromeo 28. Juni 2019 

@lesa

Völlig richtig.

Wenn wir uns fragen, warum so ein Pamphlet es schafft, offiziell als pastorale Arbeitshilfe der DBK herausgegeben zu werden, gibt es nur eine Antwort: Viele, die in der Kirche tätig sind und viele, die sich in Gremien engagieren, folgen relativ gleichströmig (da haben wir ihn, den "Mainstream") völlig relativistischen politischen Meinungsbildern. Es gibt dort keine Wahrheit mehr, (fast) alles ist gleich wahr und gleich gut. Und die Hauptsache ist, ein gutes Gefühl zu haben.

Herausgeber der Schrift sind die Bischöfe Heße, Bode und Ackermann. Die Äußerungen dieser Bischöfe zu den einschlägigen Themen sind bekannt. Mitgewirkt haben Funktionäre des BDKJ, Mitarbeiter des Sekretariats der DBK, von Pax Christi, von einem "Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit", der Evangelischen Akademie Berlin, um nur einige zu nennen. Daß dann so etwas herauskommt, wundert mich nicht. Aber mich erstaunt schon die Chuzpe der Kirche, vielen ihrer treuen Mitglieder so etwas zuzumuten.


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 Lukas P. 28. Juni 2019 
 

Den Bischöfen den Geldhahn zudrehen

Diese bezahlten Schergen singen doch lediglich dessen Lied, wer sie füttert, nämlich der Staat.
Die werden alle mit einem Ministergehalt für Ihre Loyalität belohnt.

Wenn endlich die Geldhähne zugedreht werden, seitens des Staates und seitens der Zwangsfinanzierung, sind schon mal die Weichen gestellt für ein Umdenken.

Ich vermute jedoch es wird viel mehr brauchen, wenn selbst bei brennenden Kirchen, einer extremer Zunahme von Straftaten vor allem von islamischen "Flüchtlingen" usw. die Augen nicht öffnen kann und die weiterhin dem Islam in die Arme fallen, dann ist denen nicht mehr zu helfen. Die sind im wahrsten Sinne des Wortes von allen guten Geistern verlassen.


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 Rolando 28. Juni 2019 
 

Beten wir für die Bischöfe


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 Spondeo 28. Juni 2019 
 

Und jetzt -

wo ist die Instanz, die die katholische Aufgabe und moralische Verpflichtung zur Korrektur derartiger Elaborate hat?


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 Diadochus 28. Juni 2019 
 

Jetzt reichts

Woher kommt der Stuss? Die Bischöfe sind zum Feind übergelaufen und lassen ihre Schäfchen im Stich. Sie sind Verräter. Sie dienen dem Teufel und nicht Jesus Christus. Bleibt in euren Geheimlogen. Das muss man so drastisch konstatieren. Was als Stuss daherkommt, ist berechnende Absicht. Mir reicht das. Mit dem Pamphlet haben die Bischöfe die Maske fallen lassen. Rette sich, wer kann! Lauft um Euer Leben! Widersteht der DBK!


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 lesa 28. Juni 2019 

Normales Denken ist blockiert

@borromeo: Gender ist eine Ideologie, die das normale, vernünftige Denken unmerklich ausspült und blockiert. "Main-stream." Dieser "stream", wir kennen ihn aus der Offenbarung, ist ein Verwirrgift. Das ist ernst gemeint, denn dies ist ein verbreitet zu beobachtende Tatsache. In den von Ihnen genannten Zitaten haben wir einen der vielen Beweise. Es sind solche Auslassungen wirklich nicht anders zu erklären, auch nicht allein mit schlechten Professoren.
Da hilft nur das Gebet zum Hl. Geist - und zum Hl. Erzengel Michael.
Es ist außerdem dankenswert, dass solche Texte angeschaut werden, so dass nicht immer noch mehr Leute sich in ein derartig undifferenzierte, von der Wirklichkeit ideologisch abgeschottete Sicht der Dinge hineinziehen lassen.
@mirjamvenerabilis: Sie hätten schon längst Gelegenheit gehabt, von hochkarätigen Fachleuten zu gewinnen. Aber sie lassen die Wahrheit nicht an sich heran. Nicht das Evangelium ist ihr Schatz,den es zu hüten gilt, sondern die Genderideologie,


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 edith7 28. Juni 2019 
 

Noch ein Erklärungsversuch

@Thomas59
Es gibt noch eine Erklärungsmöglichkeit: Der Satan hat einigen Bischöfen ins Hirn geschi...
Diesen Eindruck habe ich in letzter Zeit öfter, besonders beim Bischof von Hildesheim mit seinen Einlassungen zu "Maria 2.0" oder "Greta".


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 Nazarene 28. Juni 2019 
 

@Thomas59

Ich tippe auf 2.
(leider!)


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 Thomas59 28. Juni 2019 
 

Erklärungsversuch

Für mich gibt es zwei mögliche Erklärungen für diese Realsatire:
1. Unsere Bischöfe sind von allen guten Geistern verlassen und gehören ins Irrenhaus (wovon ich nicht ausgehe) oder
2. Sie folgen einem uns unbekannten Plan (Neue Weltordnung)


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 borromeo 28. Juni 2019 

Ich habe mir die Mühe gemacht,

diese "Arbeitshilfe" in groben Zügen einmal zu lesen.

Hängengeblieben bin ich (um es exemplarisch herauszugreifen) beim Thema Familienbild. Darunter wird auch das Thema "Gender" ausgiebig behandelt. Unter 5.3 " Rechtspopulistische Instrumentalisierungen der Gender­Debatte" findet man z.B.:

"'Genderismus' oder auch 'Gender­Ideologie' bilden zentrale Feindbilder
in rechtspopulistischen Diskursen. Verschie­dene Aspekte werden in ein einziges Ideolo­gie­-Konstrukt verwoben. Dieses wird sehr pauschal als Bedrohung der Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Familie dargestellt."

Und so geht es munter weiter, u.a. mit einem Seitenhieb auf die Kritiker einer "geschlechtergerechten Sprache" etc. Als Heilmittel gegen diese rechtspopulistischen" Sichtweisen gelte es, "Blockaden" bei diesen zu lösen. Sind die Kritiker der Genderei etwa psychisch krank?

Ich bin konservativ, ja. Aber daß mich jetzt auch die Kirche in die rechte Ecke stellen will, ist schier unbegreiflich.


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 girsberg74 28. Juni 2019 
 

Eine eigene Kunstform

Das Besondere an Realsatire ist, dass man sie nicht studieren kann, nicht einmal für Geld. Sie ereignet sich einfach. Sie ergibt sich, wenn Anspruch und Wirklichkeit der agierenden Personen in wichtigen Angelegenheiten einander-ausschließend gegenläufig sind.

Ich mag Realsatiren, daran ist nicht Künstliches, nichts auf erwartete Lacher Berechnetes.

Ich kann nur dann nicht lachen, wenn sie von „Künstlern“ kommt, die ich für wertvollen Aufgaben bezahle.


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 Guenter Foit 28. Juni 2019 
 

Uns wurde das Wort geschenkt:

"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen".

Offensichtlich mutieren exponierte Geistliche, die weltliche Macht mehr fürchten als Gott,
mit ihren Verdrehungen zu 'Wölfen im Schafspelz', - aus Angst und/oder in der Hoffnung auf 'Überleben' und Weltenlohn heute und morgen. Doch niemand kann zwei Herren zugleich dienen.

Bitten wir den Herrn, und vertrauen wir fest Seiner Fügung, wie es uns unsere älteren Glaubensbrüder im auserwählten Volk glaubensstark vorlebten. (...undenkbar für jene, sich im Zeitgeist gegen den Willen des Herrn vermischen/inkulturieren zu lassen, - 'rechtsradikal' hin oder her).


14

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 Charlene 28. Juni 2019 

Ratlos

Auf den Punkt gebracht. Warum dieser an Selbsthass grenzende Unsinn? Woher kommt er? Und was können wir nur dagegen tun?


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 Winrod 28. Juni 2019 
 

Sprachlos

Marcus Franz hat den Kern getroffen. Was soll man dazu noch sagen?
Nur eines: die Aussagen bezüglich des "christlichen Abendlandes" erinnern frappierend an Behauptungen des Grünen-Politikers Cem Özedemir, der von sich gab, das christliche Abendland sei lediglich eine "Konstruktion", die andere Kulturen ausgrenzen wolle.
Und übrigens hat auch Kardinal Reinhard Marx Ähnliches zum Besten gegeben.
Da wird ein jahrhundertealter Begriff, an dem so viel hängt und hing, einfach ausradiert.
Ich schäme mich.


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 Mr. Incredible 28. Juni 2019 
 

Liebe Bischöfe, (Teil 4 Ende)

Dies richtet die Menschen zu Grunde und lässt den Manichäismus fröhliche Urständ' feiern (Jetzt dürfen Sie 'mal nachdenken, was das eine mit dem anderen zu tun hat :-) Nix für ungut).
Ich bitte Sie inständig: Noch ist nicht alles verloren. Nehmen Sie Vernunft an. Arbeiten Sie selbst an ihrer Leiblichkeit und der Annahme derselben (als christliche Männer mit ihrer ihnen eigenen und wesentlich innewohnenden Väterlichkeit), dann verstehen Sie auch, um was es wirklich geht. Folgen Sie dem Menschen und Mann Christus nach.


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 Mr. Incredible 28. Juni 2019 
 

Liebe Bischöfe, (Teil 3)

Ich bin weit weg von Fremdenfeindlichkeit, ich lebe in einer multinationalen, christlichen Großfamilie, in der die Andersartigkeit bereichernd wirkt, auf Basis der gemeinsamen Werte. Und da liegt der Hase im Pfeffer: SIE HABEN KEINE AHNUNG MEHR DAVON! Weder von christlicher Familie (Grundstein unserer Gesellschaft und der Freiheit, die Sie selbst genießen) noch von Werten. Sie haben in D studiert und geben den Unsinn wieder, den sie sich von ihren Professoren in Form von Doktoraten und Habilitationen haben besiegeln lassen, die aus denselben vergifteten Quellen geschöpft haben. Ihre Argumentationen haben oft gravierende logische Unzulänglichkeiten, in Philosophie haben sie anscheinend öfters gefehlt, anders lässt sich diese Schwäche kaum mehr höflich erklären. Ihre letzten Schreiben triefen von Worthülsen und Emotionen, Sie schreien förmlich nach einer vernunftfreien Gefühlsreligion (in Anlehnung an G.K. Chesterton Th. v.Aquin)


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 Mr. Incredible 28. Juni 2019 
 

Liebe Bischöfe, (Teil2)

Dies zeigt sich auch an Ihrem skandalösen Verhalten gegenüber den christlichen Flüchtlingen, die weder Sie noch die staatlichen Stellen präferiert und getrennt aufgenommen haben, um sie den Repressalien der muslimischen Fanatiker zu entziehen, sondern sie dem Martyrium in den Sammelkunterkünften ausgesetzt haben, wo sie dieselbe Verfolgung wie in ihren Heimatländern erfahren durften. Das richtige Verhalten wäre gewesen, dieses Unrecht systematisch auszuschließen. Was Sie getan haben, war Verrat an unseren Brüdern und Schwestern in Not, auf Grund eines mehr als merkwürdigen Toleranzbegriffes. Damit das klar ist: Ich spreche nicht davon, dass Muslime nicht hätten aufgenommen werden sollen. Sie sind nur leider Ihren Gedankengebäuden a la: "dass nicht sein kann, was nicht sein darf" mehr verpflichtet, als der Wahrheit. Dafür werden Sie zur Rechenschaft gezogen werden.


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 Mr. Incredible 28. Juni 2019 
 

Liebe Bischöfe, (Teil1)

ich gehe einmal davon aus, sie haben keine Kinder, die sie in die Schule schicken und die von der Qualität des Unterrichtes direkt betroffen sind. Weiterhin denke ich, dass sie auch keine Kinder haben, die direkt von aggressiven, frauenfeindlichen oder herabsetzenden Verhaltensweisen betroffen sind. Sie sind weiterhin keine Zeugen für die zunehmende Niveaulosigkeit der möglichen Konversationen in der muslimischen Jugend in Deutschland. Sie nehmen weiterhin nicht zur Kenntnis, dass der Bedrohung weiblicher Jugendlicher verantwortlicherweise nur durch Vermeidung bis dato ungefährlicher "Orte" des öffentlichen Lebens begegnet werden kann.
Dies liegt auch daran, dass weder Sie noch die deutsche Regierung mehr einen blassen Schimmer von Werten wie Gerechtigkeit oder Menschenwürde haben.


26

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 Eliah 28. Juni 2019 
 

Persönliche Erklärung

Bin ich in meiner eigenen Kirche Persona non grata? Eindeutig nein! Es ist nämlich nicht meine eigene Kirche. Es ist die Kirche unseres Herrn.Und ob ich bei gewissen Häretikern und Schismatikern in dieser Kirche p.n.g. bin, ist mir schnurzegal - hätte ich fast gesagt. Aber das stimmt nicht. Ich fürchte kaum etwas mehr, als von solchen Leuten geschätzt zu werden. Ich will nur in einer Situation nicht abgewiesen werden: Wenn ich einst, außerhalb von Raum und Zeit, vor dem Herrn stehe.Dass er mich aufnimmt, darauf arbeite ich hin. Bitte betet für mich, dass ich das schaffe!


34

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 mirjamvonabelin 28. Juni 2019 
 

Der Realsatire widerstehen

Hoffentlich lesen diesen Gastkommentar auch die deutschen Bischöfe,
immerhin har es ein akademisch gebildeter Doktor geschrieben, dem glauben die Bischöfe hoffentlich mehr als uns, dem "Fussvolk".


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 bernhard_k 28. Juni 2019 
 

Da hilft immer ein quantitativ-empirischer Schnelltest ...

Einfach zählen, wie oft "Jesus Christus" im Text vorkommt. Wenn nicht, einfach in die Mülltonne werfen ...


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 wedlerg 28. Juni 2019 
 

Soso: Ehe also aus Mann und Frau

"Man erkennt laut diesem Pamphlet die Rechten daran, dass sie die traditionelle Familien- und Geschlechterordnung schätzen und der Ansicht sind, dass eine Ehe aus Mann und Frau besteht".

Man hat vergessen zu präzisieren: "aus einem immer gleichen Mann und einer immer gleichen Frau" wäre korrekt rückständig gewesen.

Sagen wir es ganz klar: die DBK wehrt sich gegen den rückständigen Jesus, der sein Kreuz selber geschleppt hat statt es vorher abzulegen, der Ehebruch abgelehnt hat statt Verständnis zu äußern, der vom Schöpfergott verherrlicht wurde statt von kirchensteurlich-professionalisierten Genderbeauftragten gebrieft wurde.

Diese vorgestrige Haltung des Gottessohnes, der noch von Schuld und Sünde statt von Zuhören und Antidiskriminierung spricht, ist heute nicht mehr zeitgemäß und rechtsextrem.

Mir ist gestern ein lächelnder Migrant, schwarzer Hautfarbe, modisch gestylt mit witzig Raster-Frisur begegnet: 15 cm langes Kreuz um den Hals. Wirkte irgendwie rechtsextrem...


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 stephanus2 28. Juni 2019 
 

Zustimmung

Man merkt in einigen Formulierungen den Politiker, aber im Großen und Ganzen stimme ich ihm zu. Mir missfällt ebenfalls besonders, dass am Begriff "christliches Abendland" herumgezerrt wird. Die Konturen des Christentums werden verwischt, es wird anderen Kulturen und Religionen gleichgestellt. Ich denke mit dem Ziel, eine ominöse "Eine Weltkirche" zu schaffen. Es soll darauf hinauslaufen. Doch die Pforten der Hölle werden die Kirche Jesu nicht überwinden, und am Ende wird das unbefleckte Herz Mariens triumphieren.


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 Eremitin 28. Juni 2019 
 

warum sich die DBK mit Politik lieber beschäftigt

und dann so einen geschichtslosen Stuss fabriziert und sich beim Islam und den Linken dermaßen anbiedert, das möchte ich auch gerne wissen. Wie gut, dass aufmerksame und kluge Katholiken solche Ergüsse als das bewerten, was sie sind: Papierverschwendung!


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