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Eritrea: Kranke mussten ihre Betten verlassen

27. Juni 2019 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Erzwungene Schließung von 21 Krankenhäusern und Kliniken - Die Regierung von Eritrea bemächtigt sich aller von der Katholischen Kirche betriebenen Gesundheitsdienste


Wien (kath.net/KIN) Tausende Kranke quer durch Eritrea sind lebenswichtiger ärztlicher Betreuung beraubt, nachdem die Regierung drei Krankenhäuser, zwei Gesundheitszentren und 16 Kliniken unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Soldaten der Regierung zwangen Patienten, ihre Betten und die Krankenhäuser zu verlassen und brachten kirchliche Häuser unter ihre Kontrolle, als sie 21 von der katholischen Kirche geführte Gesundheitseinrichtungen beschlagnahmten, die mindestens 170.000 Personen versorgten.

Der katholischen Kirche nahestehende Quellen berichteten KIRCHE IN NOT, dass – sofern diese Dienste nicht bald wieder fortgesetzt werden– Menschen sterben können, wobei manche bis zu 25 Kilometer laufen müssen, um einige der Kliniken zu erreichen. Nachdem nun am Dienstag, den 18. Juni, die letzte der seit Wochen andauernden Beschlagnahmungen stattfand, verurteilten die vier Bischöfe von Eritrea diese Aktion in einem Schreiben an den Gesundheitsminister von Eritrea, Amna Nurhusein.


In dem Schreiben beteuern sie ihre Weigerung, mit diesem Beschlagnahmungs-Programm zu kooperieren – welches mit einem Schlag zur Schließung aller Gebäude von Gesundheitseinrichtungen der katholischen Kirche führte, von denen einige über 70 Jahre alt sind. Indem diese Maßnahmen als „zutiefst ungerecht” bezeichnet werden, wird in dem Schreiben dargelegt: „Die Kirche dieser Einrichtungen zu berauben, bedeutet, ihre Existenzgrundlage zu untergraben und ihre Arbeiter, Männer und Frauen, Ordensleute und Laien, der Verfolgung auszusetzen.“

In dem Schreiben, von dem eine Kopie der Hilfsorganisation KIRCHE IN NOT zugesandt wurde, heißt es weiter: „Wir erklären, dass wir unsere Einrichtungen, einschließlich der Arbeitsgeräte, nicht freiwillig übergeben.”

Eine Informationsquelle sagte: „Das Personal einiger Kliniken hat sich geweigert, die Schlüssel auszuhändigen, sodass Soldaten eingebrochen seien. Die Kontaktperson von KIRCHE IN NOT fügte hinzu: „Unsere Botschaft an die Regierung ist einfach: Lasst uns in Ruhe Es ist die Pflicht der Kirche, sich um Kranke, Arme und Sterbende zu kümmern. Niemand, auch nicht die Regierung, kann die Kirche auffordern, ihre Arbeit einzustellen.

Unsere medizinischen Einrichtungen befolgten gewissenhaft die Anweisungen des Gesundheitsministeriums und Aufseher des Ministeriums schätzten sie meist sehr.” Die katholische Informationsquelle sagte, die Regierung wolle der einzige Anbieter medizinischer Fürsorge sein. Die meisten Menschen befürworteten jedoch von der katholischen Kirche betriebene Einrichtungen, da staatliche normalerweise schlecht ausgerüstet seien und zu wenig Personal zur Verfügung stehe, da viele im Ausland Asyl suchten.

Die Kontakt sagte: Indem die Kirche diese Dienste erbringt, konkurriert sie nicht mit dem Staat, sondern ergänzt nur die Arbeit der Regierung.” Es sei nicht abzusehen, ob das Regime beabsichtige, diese Einrichtungen später wieder zu eröffnen, denn vom Regime vor zwei Jahren beschlagnahmte Gesundheitseinrichtungen seien immer noch geschlossen. Die Kontaktperson appellierte an die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Regierung von Großbritannien, die Regierung von Präsident Isaias Afewerki dazu aufzurufen, den Weg der Versöhnung einzuschlagen.

KIRCHE IN NOT ist ein internationales katholisches Hilfswerk. Das Werk leistet weltweit geistliche und materielle Hilfe für Christen, die wegen ihres Glaubens bedroht oder verfolgt werden. Infos und Spendenmöglichkeiten:

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Kirche in Not Deutschland

Foto: Symbolbild


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