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Italien: Bischof von Carpi tritt vorzeitig zurück

27. Juni 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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64-jähriger Francesco Cavina gibt wegen "anhaltenden Versuchen der Delegitimierung" sein Bischofsamt ab


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Francesco Cavina (64), seit 2012 Bischof von Carpi in der italienischen Region Emilia-Romagna, hat sein Amt vorzeitig aufgegeben. Zum Übergangsleiter der Diözese ernannte Papst Franziskus den Erzbischof von Modena-Nonantola, Erio Castellucci, wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte. Bischöfe sind verpflichtet, dem Papst zum Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren ihren Rücktritt anzubieten.


Auf der Internetseite der Diözese schreibt Cavina, seine sieben Jahre als Bischof seien geprägt worden von "anhaltenden Versuchen der Delegitimierung sowie in jüngster Zeit auch Telefonüberwachung infolge angeblicher Verbrechen". Er habe jedoch Recht und Gesetz stets respektiert und werde dies weiter tun.

Der Name des Geistlichen war im Zusammenhang mit Berichten über Seilschaften zwischen Politikern und Geschäftsleuten aufgetaucht. Was Cavina selbst anging, wurde sein Fall zu den Akten gelegt. Dennoch sei er weiter medial an den Pranger gestellt worden: "Es ist sogar so weit gekommen, dass Inhalte von Telefonaten veröffentlicht wurden, die im Zusammenhang mit meinem Priester- und Bischofsamt stehen", heißt es in dem Statement. Aus Liebe zur Kirche habe er nach langem Gebet daher entschieden, sein Amt abzugeben, so Cavina.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Bischof Cavina (c) Diözese Carpi


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Lesermeinungen

 greti 3. Juli 2019 
 

Erinnerung an Kardinal Alfred Bengsch, Berlin

Da sein Bischofshaus total "verwanzt" war, hatte er folgende Methode bei wichtigen Gesprächen: Die fanden tatsächlich auf dem Klo, auf der Toilette statt! Und zwischendurch wurde reichlich "gespühlt".
Selbst 30 Jahre danach ist Lachen nicht möglich, höchstens ein Schmunzeln.

.


0
 
  27. Juni 2019 
 

Die Angelegenheit erinnert mich irgendwie an den Dubia-Kardinal Carlo Cafarra,

dem em. Erzbischof von Bologna, der nach eigenen Angaben auch rund um die Uhr überwacht wurde, bis er eines frühen Todes starb.
Wäre interessant herauszufinden, warum es dem Bischof von Carpi, Francesco Cavina genauso geht.


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