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Vatikan: Hochumstrittene chilenische Kardinäle bei Bischofsweihe

25. Juni 2019 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
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„Crux“: Empörung in Chile wegen Konzelebration bei Papstmesse – Gegen die Kardinäle Ezzati und Errázuriz laufen Ermittlungen der chilenischen Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf Missbrauchsvertuschung. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) „Die Kardinäle Ricardo Ezzati und Francisco Errázuriz, beides emeritierte Erzbischöfe von Santiago, die von örtlichen Staatsanwälten wegen der Vertuschung von Fällen von sexuellem Missbrauch durch Geistliche vorgeladen wurden, nahmen an der Bischofsweihe von Alberto Lorenzelli teil.“ Dies schreibt die Romkorrespondentin Inés San Martín im US-amerikanischen katholischen Magazin „crux“ („Boston Globe“). Ezzati und Errázuriz werde seit langem von Opfern des klerikalen sexuellen Missbrauchs angeklagt, Missbrauch vertuscht zu haben. Schon als sich die Nachricht verbreitete, dass die beiden Kardinäle vermutlich nur zur Teilnahme an der Bischofsweihe nach Rom gereist waren, gab es erhebliche Proteste auf Twitter. Und tatsächlich zeigen Filmdokumente, dass beide Kardinäle bei der Bischofsweihe im Petersdom konzelebrierten und auch mit den Konzelebranten des Papstes einzogen.

So twitterte beispielsweise Juan Carlos Cruz, Missbrauchsopfer von Fernando Karadima, einem der berüchtigtsten chilenischen Missbrauchspriester (inzwischen laisiert und im Gefängnis), dass diese „kriminellen Kardinäle Errázuriz, Ezzati und seine Bischofsbande in ihre Häuser oder vorzugsweise ins Gefängnis müssen“. Cruz warnte: „Wenn wir so weitermachen, wird die Kirche niemals Erfolg haben, auch wenn neue Bischöfe ordiniert werden. Kriminelle!“ Der Chilene war schon von Papst Franziskus zum Gespräch über seine leidvollen Missbrauchserfahrungen empfangen worden.

In Chile war der Skandal um Missbrauch durch Priester und um aktive Vertuschung hochgekocht, nachdem Papst Franziskus beim Rückflug von einem Chilebesuch noch diesbezügliche Journalistenfragen abgewiegelt hatte. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft, mehrere chilenische Bischöfe sind zurückgetreten, nahezu alle haben ihren Rücktritt angeboten.

Lorenzelli wurde von Papst Franziskus zum Bischof geweiht, er wird Weihbischof des krisengeschüttelten Erzbistums Santiago de Chile. In seiner ersten Messe als Bischof in einer römischen Basilika dankte Lorenzelli Ezzati eigens, wie chilenische Medien berichten: „Ich möchte Kardinal Ricardo Ezzati danken, der hier [in der Basilika] ist. In meinen sechs Jahren als Provinzial in Chile hat er mich begleitet, mir Mut gegeben und mich immer mit großer Diskretion beraten“. Später erläuterte Lorenzelli auf Kritik von Journalisten an der Konzelebration von Ezzati und Errázuriz bei seiner Bischofsweihe: „In der Kirche Gottes haben alle einen Platz, der Herr heißt alle willkommen“.



Symbolbild: Diskussion



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Lesermeinungen

 SpatzInDerHand 27. Juni 2019 

@mphc - auch ich bete nicht für diese Wölfe im Schafspelz!

Aber ich bete für die zitternde Schafsherde, für uns!!


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 Diasporakatholik 27. Juni 2019 
 

@mphc

Das können SIE dann ja machen, statt mir hier neunmalkluge Ratschläge zu erteilen.

ICH jedenfalls kann nicht ehrlichen Herzens für so jemanden beten.


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 zeitblick 26. Juni 2019 

In der Kirche haben alle Platz

So ist es: In der Kirche Gottes haben alle Platz!
Der Umgang mit Schuld und Versagen in der Kirche ist immer ein Spannungsfeld.
Unkraut und Weizen bis zur Ernte nebeneinander wachsen lassen.... Da ist viel Geduld erforderlich, aber auch Glaube, dass der "Schnitter" rechtzeitig kommt.


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 mphc 26. Juni 2019 

@Diasporakatholik

Umsomehr braucht dieser Kardinal Ihr Gebet.


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 freya 26. Juni 2019 
 

@Octavianus

Dass McCarrick zu besagtem Zeitpunkt 70 Jahre alt war, entlastet ihn keineswegs - im Gegenteil!! Schon Mal was vom Sprichwort "der Kater lässt das Mausen nicht", gehört?
Und auch das Sprichwort: "Je oller, desto toller", trifft den Nagel auf den Kopf! - Machen Sie sich also bitte nichts vor!


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 Bernhard Joseph 26. Juni 2019 
 

@Octavianus

"Aber man sollte nicht (von keiner interessierten Seite(!)) die falschen Menschen Anklagen, weil es gerade opportun erscheint!"

Man sollte aber auch nicht (von keiner interessierten Seite(!)) Kleriker entlasten, nur weil das einem ideologisch opportun erscheint.

Ich kann nicht beurteilen, inwiefern Papst Benedikt XVI. sich schwere Versäumnisse bezüglich Sanktionen gegen McCarrick schuldig gemacht hat. Tatsache ist aber, dass die chilenischen Kardinäle durchaus in einen Zusammenhang mit Vertuschungen von sexuellem Missbrauch von Priestern gebracht werden und es daher schon den Opfern gegenüber völlig geschmacklos ist, diese mit dem Papst konzelebrieren zu lassen, bevor die Vorwürfe nicht restlos geklärt sind.

Tatsache bleibt, dass Papst Franziskus Gestalten weiterhin sein Wohlwollen bezeigt, wie dem Nackt-Selfie Bischof Zanchetta, die für jeden Katholiken, dem noch irgend am Glauben liegt, eine Schande und ein großes Ärgernis darstellen.


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 Octavianus 26. Juni 2019 
 

@Kostadinov

Sehr geehrter @Kostadinov, danke für Ihre unaggressive Antwort. (Das habe ich schon anders erlebt::-) Antworten Sie aber bitte im Sinne der Wahrheitsfindung, die nicht so einfach ist, wie sie scheint, auf folgendes:
-hat Viganó im Jahre 2012 McCarrick öffentlich herzlichst seiner und aller Liebe versichert?
-hat Papst Benedikt mit McCarrick bis 2013 öffentlich mehrfach konzelebriert, ihn herzlich umarmt?
-welche Sanktionen durch Benedikt gegen McCarrick sind durch Fakten belegt?
-wer hat McCarrick sanktioniert?
-wann haben die meisten Missbrauchsfälle stattgefunden?
Nicht Gerüchte („er soll, man sagt usw“), sondern belastbare Fakten sind in diesen schwerwiegenden Vorwürfen gefragt. Ich schäme mich übrigens auch für jeden einzelnen Missbrauchsfall. Aber man sollte nicht (von keiner interessierten Seite(!)) die falschen Menschen Anklagen, weil es gerade opportun erscheint!


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 Kostadinov 25. Juni 2019 

Na dann...

dass Vignano unglaubwürdig sei, haben Sie recht exklusiv, allenfalls noch zusammen mit der Entourage von Domus Santa Marta mit deren einschlägigen Vorgeschichten. Meiner Meinung nach konnte Vignano noch in keinem Punkt widerlegt werden, aber lassen wir die Diskussion, da prallen Welten aufeinander ;-)


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 Eichendorff 25. Juni 2019 
 

Das macht wütend!


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 Kostadinov 25. Juni 2019 

@Octavianus

wenn McCarrick's WG-Partner Farrell im Jahre des Herrn 2018 zum Camerlengo gemacht wird, wo wir schon 6 Jahre weiter sind mit den Einsichten in bestimmte Netzwerke, der weiß genau, was er tut.


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 Octavianus 25. Juni 2019 
 

Ich wäre da etwas vorsichtig: es gilt auch für die genannten Kardinäle die Unschuldsvermutung. Abgesehen davon hat auch der ehemalige Papst Benedikt mit vielen nachher rechtskräftig verurteilten Priestern, Bischöfen, Kardinälen, die Messe gefeiert. Sogar nachweislich noch 2012 mit McCarrick. Was übrigens einige Fragen zu den Aussagen von EB Viganó aufwirft.


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 Bernhard Joseph 25. Juni 2019 
 

So langsam sollte es jedem dämmern,

wie es Bergolio mit der Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche hält. In Rom scheint man jede Scham verloren zu haben, insbesondere gegenüber den Opfern einer Lobby, die mittlerweile in der Kirche allgegenwärtig ist.

Moralisch hat das Pontifikat von Papst Franziskus schon jetzt ein Trümmerfeld hinterlassen. Wie glaubwürdig ist ein Papst, der mit Kardinälen die Messe zelebriert, die an der Vertuschung schwerster Straftaten beteiligt sein könnten.

Interessant auch, dass diese moralischen Defizite bei den progressiven Katholiken einfach nicht zur Kenntnis genommen werden. Sexueller Missbrauch von Kindern ist bei einigen nur dann verwerflich, wenn er von Priestern begangen wird, die man für traditionalistisch hält.


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 Kostadinov 25. Juni 2019 

Leute, was erwartet ihr?

Wenn die letzte Meldung auf einer zugegeben etwas alarmistischer veranlagten Website stimmt, dann residiert auch der argentinische Nacktselfie-Bischof Zacchetti wieder im Domus Sancta Marta, obwohl gegen ihn in Argentinien ein Verfahren läuft...


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 Diasporakatholik 25. Juni 2019 
 

Vor dem letzten Konklave konnte man einen Kardinal "ziehen",

für den man während des Konklave beten sollte.
Ich hatte Kardinal Ezzati zugeteilt bekommen und hab auch brav für ihn gebetet.

Einmal und nie wieder - beim nächsten Mal bete ich wieder pauschal zum Heiligen Geist um Erleuchtung der Kardinäle.


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 Adamo 25. Juni 2019 
 

Was ist los mit unserem Papst?

Er deckt kriminelle Kardinäle!

Was muß heute unserer Herr Jesus Christus noch alles teuflisch Erschreckendes erdulden?


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 Makkabäer 25. Juni 2019 
 

Frech und schamlos


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 wedlerg 25. Juni 2019 
 

Ricardo Ezzati und Francisco Errázuriz,

Sind beide auch Teil der Homo-Lobby? Oder sin sie nur Brüder im Geiste der "Befreiung"?


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 dalet 25. Juni 2019 

Was los?

Es gab Zeiten, da haben alle Papst Franziskus wegen seinem Fokus auf Barmherzigkeit gelobt und gepriesen.
Loben ist leicht, Barmherzigkeit leben ist es nicht.


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