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Amazonien-Synode: ‚Totalumbau’ der Kirche?

25. Juni 2019 in Weltkirche, 31 Lesermeinungen
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Europäische Medien würden sich auf den Zölibat und eine mögliche ‚Diakonatsweihe’ für Frauen konzentrieren. Die Synode werde von Personen vorbereitet und geleitet, welche die Kirche im Sinne der Befreiungstheologie radikal verändern wollen.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die im Herbst anstehende Amazonien-Synode sei Teil eines Planes zum Umbau der Kirche nach den radikalsten Vorstellungen der Befreiungstheologie. Davon ist der aus Peru stammende Autor Julio Loredo, Leiter der italienischen Sektion der TFP („Tradition, Familie und Privateigentum“), überzeugt.

Europäischen Beobachtern und Medien sei nicht bewusst, dass die Synode seit Jahrzehnten vorbereitet werde und die ganze Kirche entsprechend den Ideen der so genannten „indigenen Theologie“ und „ökologischen Theologie“ neu gestalten solle, sagte Loredo in einem Interview mit LifeSiteNews. (Link am Ende des Artikels) Diese seien die beiden Richtungen, in welche sich die Befreiungstheologie in Südamerika in den letzten Jahren entwickelt habe.

Die Synode sei von einem Netzwerk von Organisationen und Bewegungen vorbereitet worden, welche eine „indigene Theologie“ vertreten. Vertreter dieser Theologie würden auch die entscheidenden Positionen der Synode besetzen, sagte Loredo.

Die Medien in Europa würden sich auf den Zölibat und die mögliche „Diakonatsweihe“ für Frauen konzentrieren. Dies seien wichtige Themen, aber nur Teil eines größeren Plans zum Umbau der Kirche, warnte Loredo.

Nr. 129 des Instrumentum laboris (Arbeitspapier), das die Diskussionsgrundlage der Amazonien-Synode ist, stelle die hierarchische Struktur der Kirche auf Grundlage des Weihesakraments in Frage. Da die Autorität in Amazonien turnusmäßig wechsle, solle man neu überlegen, ob die Ausübung der Jurisdiktion in allen Gebieten ständig an das Weihesakrament gebunden sein müsse.


Loredo hielt dem entgegen, dass jeder der den Amazonas kenne auch wisse, dass die Autorität nicht routinemäßig wechsle. Die Indianerstämme hätten eine diktatorische Struktur, in welcher der Häuptling seine Macht ausübe, erinnerte er.

Bereits das Vorbereitungsdokument habe die sakramentale Dimension der Kirche thematisiert und angeregt, die Sakramente unter dem Licht einer „Kirche mit dem Antlitz Amazoniens“ neu zu interpretieren. Das sei der Vorwand, um ein altes progressives Anliegen zu fördern: den Unterschied zwischen dem allgemeinen und dem sakramentalen Priestertum zu verwischen. (Siehe Abschnitt 14 des Vorbereitungsdokuments) Dahinter stehe die Idee einer egalitären Kirche und Gesellschaft.

Das Arbeitspapier der Synode nehme die Doktrin einer „Kirche mit dem Antlitz Amazoniens“ erneut auf und verlange eine „Bekehrung zu einer ‚integralen Ökologie’“. Die doktrinelle Grundlage für die Synode sei die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Diese sei in Teilen von der ökologischen Befreiungstheologie oder ökologischen Theologie inspiriert. Abschnitte des päpstlichen Schreibens orientierten sich an Dokumenten der Vereinten Nationen, beispielsweise der „Agenda 21“ und der Biodiversitätskonvention. Diese Dokumente wiederum seien von der Sozialistischen Internationalen durchgesehen und beeinflusst worden, sagte Loredo. Er sei selbst 1992 beim „Weltgipfel“ der UNO in Rio de Janeiro als Journalist dabei gewesen und habe seit damals die Entwicklungen studiert, betonte er.

Aus der Politik der Vereinten Nationen kämen Begriffe wie „nachhaltige Entwicklung“ und „Negativwachstum“. Diese würden im Rahmen der Befreiungstheologie radikal interpretiert. Sie behaupte, das jetzige Konsumniveau sei weit höher als es die Erde verkraften könne. Daher sei es notwendig, den Konsum drastisch einzuschränken. Hier komme das Modell der Indianer ins Spiel. Die indigenen Stämme könnten uns zeigen, wie man arm aber glücklich leben könne. Das Instrumentum laboris der Synode zitiere die Doktrin des „buen vivir“, des „guten Lebens“ (Nr. 12, 13), das ein Leben in Armut, aber im Einklang mit der Natur bezeichne. Das Leben der indigenen Völker würde als idyllisch dargestellt. Die Amazonas-Indianer würden auf diesem Weg zu Missionaren für die ganze Welt, sagte Loredo.

Entsprechend dieser Doktrin bezeichne das Instrumentum laboris den Amazonas als „Ort der göttlichen Offenbarung“ (Nr. 19). Bemerkenswert sei jedenfalls, dass sich das Arbeitspapier zwar kritisch über Industrialisierung und Urbanisierung äußere, über die indigenen Völker aber nur Gutes zu sagen habe, ohne Kannibalismus, Infantizid oder okkulte heidnische Praktiken anzuprangern, kritisierte er.

Abschließend erinnerte Loredo, dass „die Pforten der Unterwelt“ die Kirche nicht überwältigen werden. Gott lasse aber Zeiten der Erprobung zu. Den Gläubigen empfahl er daher eine Haltung der Gelassenheit und der Hoffnung und legte ihnen ans Herz, in der Achtung und Verehrung des Papstamtes nicht nachzulassen.


Link zum Interview mit Julio Loredo auf LifeSiteNews (englisch):

Peruvian expert in liberation theology reveals ‘scheme’ behind the Amazon Synod


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Lesermeinungen

 lesa 26. Juni 2019 

Der Kampf geht nicht gegen Fleisch und Blut (Eph 6)

@toas: Wie recht Sie haben!
Täglich! Und kein Gebet geht verloren.
Aber es braucht viel, denn es hat sich im Laufe der Jahrzehnte viel "Rauch" angesammelt. Nur das Gebet kann in diese Nebelschwaden eindringen.


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 toas 26. Juni 2019 
 

Wie weiter?

Papst Franziskus hatte von Beginn an bei jedem Auftritt am Schluss gebeten, für "ihn zu beten".
Ich habe das immer als eine Marotte einer in der Öffentlichkeit stehenden Person aufgefasst, die sich dadurch besonders hervorheben möchte und habe es nie ernst genommen, denn in jeder Heiligen Messe wird ja schon für alle Bischöfe und den Papst gebetet.

Nun dämmert es mir langsam, dass es unbedingt notwendig ist, speziell für den Papst zu beten.
So will ich es ab sofort auch tun. Liebe "Lesergemeinde" von kathnet bitte tut dies auch, beten ist nie zu spät.


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 Paissios 26. Juni 2019 
 

Leere Kirchen (2/2)

... Bekenntnisglaube treibt viele aus der lutherischen Kirche, die sich in der Not als politische Vorfeldorganisation sieht und sich als diffus spirituelles Serviceunternehmen den politisch Mächtigen in den Themenbereichen Soziales, Klima, Migration und politische Bildung andient.
Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte hat das einen üblen Beigeschmack, wenn man die Rückabwicklung von Errungenschaften der Aufklärung billigend hinnimmt (Trennung von Staat und Kirche), damit niemand nach den leeren evangelischen Gotteshäusern fragt, weil man Zeitgeist und Heiligen Geist verwechselt."

Soweit der Kommentar ...

Auf der Grundlage dieser gemeinsamen Basis in beiden 'Kirchen', versucht man Ökumene herzustellen und eine neue sozialistisch-grüne Kirche zu schaffen.

Herauskommen wird eine Kirche in Sektengröße, wie die von der DBK in Auftrag gegebene Studie zur Kirchenentwicklung ja bereits offen gelegt hat. Trotzdem marschiert man weiter im nebligen Rhythmus des Niedergangs.


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 Paissios 26. Juni 2019 
 

Leere Kirchen (1/2)

@Klostermann: "Frauen, verheiratete Männer, weibliche Bischöfe, ein unbändiger Drang nach dem ganzen LGBT Geschrei, haben die Anglikaner und die evangelischen Kirchen alles schon erlaubt, aber die Kirchen bleiben trotzdem leer."

Die Anglikaner haben noch einen Anteil an Gottesdienstbesuchern von etwa 1-2%.

Zur adaptierten Entwicklung auch innerhalb der katholischen Kirche hier ein richtungsgebender Kommentar aus einer lokalen westfälischen Tageszeitung:

"Der Bekenntnisglaube treibt viele aus der lutherischen Kirche"

"Im vergangenen Jahr hat die größte evangelische Kirche am Ort - in ****** - ihre Funktion für immer eingestellt. Der Kirchentag in Dortmund zeigt, warum von den 23 Millionen evangelischen Christen in Deutschland 95 % nicht mehr in Gottesdienste gehen und Karteileichen sind. [...] Beim Dortmunder Kirchentag wurden grüne [sic!)Schals verteilt, vor der weitgehend leeren Kulisse des Westfalenstadiions, damit jeder weiß, wo die ev. Kirche steht. Dieser immer gleiche


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 Hilfsbuchhalter 26. Juni 2019 

Diese Amazonensynode wird der Kirche viel mehr schaden als nützen.


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 Aegidius 26. Juni 2019 
 

Sagittarius, danke für die kluge und stimmige Analyse! Allerdings glaube ich, daß F. hier benutzt wird (auch wenn er meinen mag, alles und jeden im Griff zu haben) von seiner korrupten, verkommenen und revolutionären, apostatischen Entourage. Ihm selbst wird wohl auch nur Ebene 1 vorschweben bzw. zugänglich sein. Für den Rest steht das Team, das ihn auch überleben wird und für die Abschaffung des Papstamts und der Kirche, wie wir sie kennen, sorgen wird.
So Gott nicht noch zehn Gerechte findet oder eingreift.


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 Kirchental 26. Juni 2019 

Frosch

Das ganze erinnert an die alte Geschichte mit dem Frosch.

Wirft man einem Frosch in kochendes Wasser, springt er sofort heraus.

Setzt man ihn in kaltes Wasser und erhitzt es langsam, merkt er es nicht und stirbt.

Offenbar hält man uns für Frösche?


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 Diadochus 26. Juni 2019 
 

Stringent

Die Amazonien-Synode ist die stringente Fortsetzung des II. Vatikanischen Konzils. Was dort begonnen wurde, wird jetzt vollendet. Papst Franziskus ist ein Papst, der die Armut besonders hochhebt. Wie wir sehen, meint er damit nicht die materielle Armut, sondern die Armut im Glauben. Er löscht ihn förmlich aus. Ich möchte keine Sonderregelungen und Spaltungen. Paulus ermahnt die Gemeinde in Korinth: "Seid einig im Wort und lasst keine Spaltung unter euch aufkommen; seid vielmehr vollkommen und eines Sinnes und einer Meinung....Ist denn Christus zerteilt?" (1 Kor. 1,10-13) Spaltungen kommen nicht von Christus. Da ist der böse Feind am Werk.


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 Klostermann 25. Juni 2019 

Fundamentaler Fehler

jetzt ringt sich vielleicht die katholische Kirche durch, und erlaubt in Zukunft verheiratete Männer zu Priester zu weihen, Frauen als Diakone, gemeinsames Mahl mit der evangelischen Kirche und...und...und.... Glauben die Prälaten wirklich, dass dann die Menschen wieder in Strömen in die Kirche laufen? Frauen, verheiratete Männer, weibliche Bischöfe, ein unbändiger Drang nach dem ganzen LGBT Geschrei, haben die Anglikaner und die evangelischen Kirchen alles schon erlaubt, aber die Kirchen bleiben trotzdem leer. Kein Bischof fragt sich, liegt es vielleicht an der Nichtverkündigung, liegt es vielleicht das nicht mehr über Gott und das Evangelium gesprochen wird? Jedes Bistum ist eigentlich nur mehr damit beschäftigt, sich zu verwalten und die Erträge zu steigern.. Da bleibt kein Platz mehr für Gott und den anvertrauten Schäfchen. Arme, arme Kirche, was ist nur aus dir geworden?


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 Adamo 25. Juni 2019 
 

Geplanter Totalumbau der Kirche als radikale Veränderung!

Wenn das so stimmt, dann wundert mich nichts mehr was auf uns katholische Christen zukommt.

Diese Veränderungen in der angezeigten Richtung zeichnen sich ja bereits jetzt schon ab, wie auch viele Kommentare hier beweisen.

Diese radikalen Veränderungen betrachte ich als das Sieben der Christenheit. Was übrig bleibt im Sieb, das sind die glaubenstreuen Christen, die sich vollständig an Jesu Worte orientieren.


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 MSM 25. Juni 2019 
 

Ein Blick zu lifesitenews lohnt:

https://www.lifesitenews.com/blogs/cardinals-bishops-who-back-womens-ordination-secretly-meet-near-rome-to-prepare-for-amazon-synod


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 chriseeb74 25. Juni 2019 
 

Nun,

je nachdem, was letztendlich bei dieser Geschichte herauskommt, von Synode kann man katholischerseits eigentlich nicht mehr sprechen, wird es zu radikalen Flügelkämpfen bis hin zum Schisma kommen.
Ich verstehe PF nicht mehr: Wie kann man als Papst dann noch vor Gott (be)stehen, wenn man ein Schisma zu verantworten hat.
Ist er nur noch ein Handlanger der Jesuiten bzw. der Befreiungstheologen??!


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 Paissios 25. Juni 2019 
 

Naturgottheiten

@Lautensack1: "Das mag alles stimmen - aber ist es nicht viel dramatischer, daß diese Erklärung offenbar die christliche Offenbarung leugnet und die Verehrung von Naturgottheiten für die eigentlich heilbringende Religion ausgibt?"

Ja, so sehe ich es auch. Was sind Naturgottheiten anderes als Dämonen? Diesen müssen regelmäßig Opfer dargebracht werden. Es ist die Pervertierung der christlichen Religion in ihr Gegenteil, der Rückfall ins Heidentum und die Wiedererrichtung des 'blutigen Opfers', dem Jesus Christus mit der Einsetzung der Eucharistie sein 'unblutiges Opfer' entegegengesetzt hat.

Ich habe mich lange Zeit mit Okkultismusstudien, besonders mit jenen des evangelischen Theologen Kurt Koch auseinandergesetzt, und muss sagen, dass ich entsetzt bin, wie unkritisch man so genannten Naturgottheiten begegnet.

Was hätte Gabriele Amorth wohl dazu gesagt? Was sagen Exorzisten dazu?


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 Paissios 25. Juni 2019 
 

Indianer als Vorbild?

Verschwiegen wird, dass die meisten der Indianer nicht alt werden.

Sie haben sehr schlechte Zähne und sterben an bakteriellen Erkrankungen. Medizinisch sind sie katastrophal unterversorgt.

Viele der Stämme töten behinderte Kinder sofort und von Zwillingsgeburten wird immer eines der Kinder lebendig begraben.

Das sind nur einige der Fakten.

Mit einer entsprechenden Krankenversorgung würde die Population zunehmen; wo Krankenhäuser da Sraßen; wo Straßen da Infrastruktur. Mehr Menschen bedeuten mehr Konsum ...

Wenn man wirklich etwas gutes tun will, dann sollte man diese Stämme völlig in Ruhe lassen.


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 benedetto05 25. Juni 2019 
 

@Sagittarius

Ich stimme Ihnen bei Ihrer klugen Analyse ohne Abstriche
zu.


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 Sagittarius 25. Juni 2019 
 

Instrumentum laboris 3

Die indigenen Völker besitzen eine reiche Tradition der sozialen Organisation, wo die Autorität in Rotation und mit einem tiefen Sinn des Dienstes ausgeübt wird. Von dieser Erfahrung der Organisation ausgehend wäre es opportun, die Idee zu überdenken, dass die Ausübung der Jurisdiktion (Leitungsgewalt) in allen Bereichen (sakramental, rechtlich, administrativ) und dauerhaft mit dem Weihesakrament verbunden sein muss“ (Nr. 127).“ Na, alles klar? Die Abschaffung des „Klerikalismus“ bedeutet im Kontext dieses Neusprechs wahrscheinlich: Abschaffung des Priestertums in der heutigen Form, oder?


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 Sagittarius 25. Juni 2019 
 

Instrumentum laboris 2

Es geht letztlich gar nicht um die Armen, sondern um die Schaffung einer neuen Kirche, die mit heidnischen (Schamanentum, Animismus, Kosmovison, Gaia: Mutter-Erde-Göttin) vermischt werden soll. Außerdem soll ein neues „Amt“ geschaffen werden, das losgelöst vom Sakrament des Priestertums, auch auf Frauen übertragen werden kann. Im original hört sich das so an: „„Die Kirche muss in den Amazonas-Kulturen Gestalt annehmen, die einen ausgeprägten Sinn der Gemeinschaft, der Gleichheit und der Solidarität besitzen, weshalb der Klerikalismus in seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen nicht akzeptiert wird.


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 Sagittarius 25. Juni 2019 
 

Instrumentum laboris 1

Das „Instrumentum laboris“ ist im sogenannten „Neusprech“ verfasst. Das hat drei Ebenen. Die oberste Ebene ist für das einfache Volk gedacht. Sie sollen denken, der Kirche geht es um die armen, naturverbundenen Indianer, die viel mehr im Einklang mit der Natur und Übernatur leben. Der Reichtum des Amazonas besteht demnach darin, nicht monokulturell, sondern „eine pluriethnische, plurikulturelle und plurireligiöse Welt“ (Nr. 36) zu sein, mit der in Dialog getreten werden muss. Bei der zweiten Ebene werden manche Theologen schon die Stirne runzeln, weil laut „Insrtumentum laboris“ im Amazonas „das Territorium ein theologischer Ort ist, aus dem heraus man den Glauben lebt, und auch eine eigene Quelle der Offenbarung Gottes ist“ (Nr. 19). Die Kirche kannte bisher nur zwei Quellen der Offenbarung: Schrift und Tradition! Diese dritte Quelle der Offenbarung ist nun allerdings der Türöffner für die dritte Ebene, die nur noch Insider richtig verstehen sollen.


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 Smaragdos 25. Juni 2019 
 

Ecclesiae mundanisatio (Die Verweltlichung der Kirche)

Alles, wofür JPII und BXVI in ihren Pontifikaten gekämpft haben, nämlich den rechten Glauben zu definieren und das II. Vatikanische Konzil vor Fehlinterpretationen zu schützen, wird jetzt unter PF untergraben, und zwar systematisch. Wer heute z.B. noch glauben sollte, dass zwischen PF und BXVI kein Blatt Papier passe, ist an Naivität nicht mehr zu überbieten: PF macht das genaue Gegenteil von BXVI: er VERWELTLICHT die Kirche mit allen Leibeskräften!

Von daher schlage ich jetzt schon einen Titel für das nachsynodale apostolische Schreiben vor: Ecclesiae mundanisatio propaganda (Die Förderung der Verweltlichung der Kirche).


22

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 Bernhard Joseph 25. Juni 2019 
 

Das Schisma nimmt immer mehr Gestalt an

Sollte diese "Synode" das bringen, was leider zu befürchten ist, wird ein Schisma kaum noch zu vermeiden sein, schon weil diese "Synode" den Katholizismus dann zu einer Karikatur werden ließe.


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 Ginsterbusch 25. Juni 2019 

Ich habe kein Vertrauen mehr in Papst Franziskus

Das ist die traurige Wahrheit!
Würden Benedikt XVI. oder JP II diese Amazonas Synode abhalten, würde ich voller Vertrauen schlafen wie ein Baby.


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 Sureno 25. Juni 2019 

Danke für die Übersetzung diese Artikels!!


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 Stephaninus 25. Juni 2019 
 

Gelassen bleiben

Ich glaube, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit faktisch viel weniger rauskommt (an tatsächlichen Änderungen), als gewisse Radikalreformer es beabsichtigen. Was mir wirklich Sorge macht, ist aber, dass die Verwirrung und Unklarheit weiter zunimmt.


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 Lautensack1 25. Juni 2019 
 

Achtung vor Amt

Achtung des Papstamtes - ja.

Aber, wenn dieses Amt zur Verkündigung von Irrlehren mißbraucht wird, gebietet es dann nicht der Respekt vor dem Amt, einem unwürdigen Amtsträger die Anerkennung zu entziehen?

Anders gesagt - wer sich durch seine Lehren von der Kirche Christi abwendet, ist nicht länger ihr irdisches Oberhaupt.


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 Veritatis Splendor 25. Juni 2019 

Turmbau zu Babel.

Die Frage ist nur, wann stürzen diese längst morschen Umbaupläne (endlich) komplett ein.

Maranatha :-)


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 girsberg74 25. Juni 2019 
 

Ich lese "Amt" - Nein, daran werde ich nicht rütteln.

Bericht gemäß Julio Loredo:

"Den Gläubigen empfahl er daher eine Haltung der Gelassenheit und der Hoffnung und legte ihnen ans Herz, in der Achtung und Verehrung des Papstamtes nicht nachzulassen."


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 Lautensack1 25. Juni 2019 
 

Nebenkriegsschauplätze

Das mag alles stimmen - aber ist es nicht viel dramatischer, daß diese Erklärung offenbar die christliche Offenbarung leugnet und die Verehrung von Naturgottheiten für die eigentlich heilbringende Religion ausgibt?

Ich frage mich, ob ein Katholik mit denen, die solche Thesen vertreten (und das scheint mir nicht mehr Häresie zu sein, sondern Apostasie), überhaupt noch in eucharistischer Gemeinschaft stehen oder sie in der Liturgie erwähnen darf.

Warum gab es bisher keinen Aufschrei der Bischöfe, die katholisch bleiben und keine Schamanen werden wollen?


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 Eliah 25. Juni 2019 
 

Die Maske fällt (2/2)

Im Amazonasgebiet leben schätzungsweise 0,2 Promille aller Katholiken. Was bei der Synode zusammengebraut wird, soll aber der gesamten Weltkirche übergestülpt werden. Damit endet der Plan allerdings immer noch nicht. Der brasilianische Staatspräsident Jair Bolsonaro (Zitat: „Sie sollen uns den Amazonas rauben“) hat schon darauf hingewiesen, dass eine Art psychologischer Krieg gegen sein Land geführt wird mit dem Ziel, das Amazonasgebiet unter multinationale Kontrolle zu stellen. Die Mainstream-Presse stellt ihn längst als Diktator dar, dem man das Handwerk legen muss, weil er das Amazonsgebiet zerstören wolle.


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 martin fohl 25. Juni 2019 
 

Fatima lässt grüssen

Die Irrtümer des Kommunismus werden sich überall hin ausbreiten ...


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 Eliah 25. Juni 2019 
 

Die Maske fällt (1/2)

Das sind alles keine Befürchtungen, das ist im Arbeitspapier der Synode schwarz auf weiß enthalten. Ich kann nur empfehlen, es herunterzuladen, zum Beispiel auf Englisch (http://www.sinodoamazonico.va/content/sinodoamazonico/en.html). Auf Deutsch war es nicht zu finden. Es geht um die Würdigung und Einbeziehung heidnischer Indianer-Zeremonien auch in die Liturgie, das Einspannen von Mainstream-Medien, um den Umsturz durchzusetzen, um den „Umbau“ der Wirtschaft etcetera etcetera. Und es geht nicht nur um Amazonien. Ausdrücklich sollen auch Mittelamerika, Zentralafrika, den Pazifik „und andere Regionen“ an die Reihe kommen – sprich die ganze Erde.


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 wedlerg 25. Juni 2019 
 

Linksextremisten unter sich

und der Papst ist einer von Ihnen.

Auf der anderen Seite haben solche "Strukturreformen" in der Kirche nie lange gehalten bzw. immer zu Reinigungsprozessen geführt.

Es sollte aber nun dem letzten Katholiken auffallen, dass die "Armen" für die linksextremen Kreise keine Rolle spielen. Sie sind lediglich Mittel zum Zweck menschenfeindliche Ideologien umzusetzen.


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