20 Juni 2019, 08:00
Polen: Messerattentat auf Priester – Angriffe auf Kirchen
 
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Der Attentäter wurde verhaftet. Er soll die Tat gestanden haben. Medienberichten zufolge könnte er aus Rache für sexuellen Kindesmissbrauch gehandelt haben.

Breslau (kath.net/jg)
Ireneusz Bakalarczyk, ein Priester in Breslau/Wroclaw (Polen), wurde am Pfingstmontag auf dem Weg zur heiligen Messe von einem 56-jährigen Mann niedergestochen.

Am nächsten Tag wurde der Angreifer verhaftet und vor ein Untersuchungsgericht gebracht. Laut Medienberichten hat der Mann, dessen Name mit Zygmunt W. angegeben wurde, die Tat gestanden. Er sei zum Tatzeitpunkt nicht unter dem Einfluss von Alkohol gestanden, heißt es in den Berichten.

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Ein Sprecher des Erzbistums Breslau hat verlautbart, dass es keinen Hinweis auf ein persönliches Motiv seitens des Angreifers gebe. Der Täter habe einfach jemanden in einer Soutane attackieren wollen.

Mehrere Medien berichten über ein mögliches Motiv des Attentäters. Reporter hätten ihn gefragt, ob er durch die Dokumentation „ Tylko nie mów nikomu“ (dt. „Sag es niemand“) inspiriert worden sei, die sexuellen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche behandelt. Dies sei eine gute Spur, er bereue seine Tat nicht, habe der Angreifer gesagt.

Bakalarczyks Zustand wurde laut Berichten in der Universitätsklinik operiert. Sein Zustand ist stabil.

Zahlreiche Angriffe auf Kirchen

In den letzten Monaten hat es wiederholt Angriffe auf katholische Kirchen gegeben, berichtet das „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“.

Ende Mai wurde ein Kruzifix in einer Kapelle in Plonsk, die dem hl. Pater Pio geweiht ist, zerstört.

Um die dem hl. Maximilian Kolbe geweihte Kirche in Plock wurden im April Poster gefunden, auf denen das Gnadenbild von Tschenstochau verändert dargestellt worden ist. Anstelle der goldenen Heiligenscheine waren regenbogenfarbige zu sehen.

In der St. Johannes Kirche in Kwidzyn wurde im April ein Kreuz zerstört. Im Weihwasserkessel befand sich eine stark riechende Flüssigkeit.

Im März zerstörten Unbekannte ein Kruzifix vor einer Kirche in Katowice. Nach Medienberichten waren Steine auf das Kruzifix geworfen worden, dessen Arme und Beine abbrachen. Im Februar waren ebenfalls in Katowice vier Rosenkranzkapellen mit satanischen Sprüchen und Zeichen auf den Türen und Wänden verunstaltet worden.

Im Februar war ein Friedhof in Kamien Krajenski verwüstet worden. Neun Grabsteine wurden zerstört, Kreuze umgestürzt, Blumenvasen zerschlagen, der Arm einer Christusstatue beim Grab eines Priesters wurde abgebrochen.

Bei einem „Gleichheitsmarsch“ der Schwulenbewegung in Danzig Ende Mai parodierte eine Gruppe die katholische Fronleichnamsprozession. Die Teilnehmer waren in mehrfarbige Kostüme gekleidet und trugen regenbogenfarbige „Heiligenscheine“. Eine in weiß gekleidete Person trug ein Schild, auf dem eine gekrönte Vagina dargestellt war, ähnlich einem Priester, der bei der Fronleichnamsprozession die Monstranz trägt.


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