Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

"Nein zu Zwangsheirat - Wegschauen ist keine Lösung"

19. Juni 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hessischer CDU-Landtagsabgeordneter Ismail Tipi: „Das trifft junge Mädchen leider öfters als man denkt, sogar in der zweiten und dritten Generation von Migranten“ - Im Herkunftsland werden diesen Mädchen Pass, Rückflugticket und Handy abgenommen


Wiesbaden (kath.net/pm) Die Sommerferien stehen für viele für Urlaubszeit. Viele Schülerinnen und Schüler verreisen mit ihren Eltern in den Urlaub. Doch für manche Mädchen sind die Sommerferien mit Schrecken verbunden, denn ihnen droht im Heimatland der Eltern die Zwangsverheiratung. Und das sind keine Einzelfälle, gleichwohl ist die Dunkelziffer sehr groß.

„Das trifft junge Mädchen leider öfters als man denkt. Sogar noch in der zweiten und dritten Generation von Migranten. Meistens merken sie erst vor Ort, um was es wirklich geht und dass sie keine Möglichkeit haben, sich gegen die Heirat zur Wehr zu setzen“, so der integrationspolitische Sprecher der hessischen CDU-Fraktion Ismail Tipi.


Das Phänomen kommt meist in streng patriarchalisch strukturierten Familien vor. Sobald sie im Heimatland sind, wird ihnen der Pass, das Rückflugticket und das Handy abgenommen. Sie werden entweder eingesperrt oder stehen unter massiver Kontrolle.

Aktuelle Zahlen dazu gibt es nicht. Aus einer Berliner Umfrage Ende 2018 bei rund 1000 Hilfseinrichtungen und Schulen ging hervor, dass in 570 Fällen Beratungen dazu gab. Betroffen waren hauptsächlich Mädchen mit arabischen und türkischen Wurzeln zwischen 16 und 21 Jahren. In 117 Fällen wurde die Zwangsheirat demnach vollzogen.

„Wichtig ist, dass wir es schaffen, dass die Mädchen erst gar nicht in den Flieger steigen. Denn dann ist es meistens zu spät und eine Rückkehr sehr schwierig. Einzugreifen ist jedoch leider sehr schwierig ohne konkreten Beweis oder wenn nicht auch Gewalt im Spiel ist. Die Mädchen selbst haben aber, selbst wenn sie etwas merken, meistens große Angst und wissen nicht, was sie tun oder an wen sie sich wenden sollen“, so Tipi.

„Schon lange haben wir mit diesem Problem zu kämpfen. Doch wir sind noch ganz am Anfang der Aufklärungsarbeit. Dabei ist auch gute Integrationsarbeit gefragt. Hier müssen wir uns einmischen und alles tun, um die Mädchen vor dieser Gewalt besser zu schützen. Wegschauen ist keine Lösung.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Steve Acker 19. Juni 2019 
 

Erschütternd, was diese armen Mädchen durchmachen.

Weiss von so einem Fall in meinem Umfeld.
Junge Frau, türkischstämmig,fleissig, intelligent,sprach akzentfrei deutsch.
Gut integriert also .

Eines Tages war sie weg.
Einige Zeit später kommt die Info. sie ist in der Türkei, - verheiratet worden.


2
 
 girsberg74 19. Juni 2019 
 

Nein, wegschauen ist keine Lösung!

Doch was kann konkret getan werden, ohne an Gesetzen und Vorschriften anzuecken, oder, schlimmer noch, an der Menschenwürde?

Vielleicht, dass man wenigstens auf die Initiative von Dismael Tipi hinweist oder das Problem sonstwie thematisiert.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Frauen

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  4. Vatikan-Kommission: Frauen können nicht zur Diakonenweihe zugelassen werden
  5. Lebe deine Sehnsucht als Frau - Leseprobe 3
  6. Lebe deine Sehnsucht als Frau - Leseprobe 2
  7. Lebe deine Sehnsucht als Frau
  8. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren
  9. Bilder von Frauen in Moschee aufgehängt, um sie zu denunzieren
  10. Gloria von Thurn und Taxis: Die Anti-Baby-Pille ist kein wahrer Feminismus







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  3. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  4. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  5. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  6. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  7. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Die Wintersonne der Vernunft
  10. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  11. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  12. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  13. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  14. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz