Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  4. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  5. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  6. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  7. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  8. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  9. Besuch von Trump bei Johannes Paul II. und eine bizarre Reaktion von Wilton Gregory
  10. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums

Freude im Irak nach Ankündigung von Papstbesuch

16. Juni 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Chaldäisch-katholischer Kardinal-Patriarch Sako betont, dass das für 2020 geplante Ereignis "Christen und Muslime vereint"


Rom-Bagdad (kath.net/KAP) Der für das Jahr 2020 angekündigte Besuch von Papst Franziskus im Irak bedeutet für das ganze Land "eine große Freude und eine starke Emotion". Dies betonte der chaldäisch-katholische Patriarch Kardinal Louis Raphael Sako (Archivfoto) im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenportal "AsiaNews". Das geplante Ereignis vereine "Christen und Muslime". Noch im Vorjahr hatte der Papst erklärt, dass die Bedingungen für einen Besuch im Zweistromland noch nicht gegeben seien. "Jetzt ist der Boden bereitet, es gibt mehr Sicherheit, alle wollen den Papst sehen, der in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Marokko gefahren ist", so der chaldäische Kardinal-Patriarch. Der Irak brauche jetzt die Botschaft des Papstes, der Zeitpunkt sei günstig.

Papst Franziskus selbst hatte am Pfingstmontag bei einer Begegnung im Vatikan mit den Teilnehmern der Vollversammlung der katholischen Hilfswerke für die Ostkirchen (ROACO) betont, er sei fest entschlossen, im kommenden Jahr den Irak zu besuchen. Die Nachricht habe bei den Menschen im Irak Jubel ausgelöst, berichtete Kardinal Sako gegenüber "AsiaNews". Er sei am Montag in Erbil gewesen, um dort u.a. einen neuen Pfarrsaal einzuweihen. Die mehr als 500 Anwesenden hätten spontan applaudiert, als sich die Ankündigung des Papstbesuchs verbreitete.

Der Besuch von Franziskus sei zweifellos auch für die Führungsschicht des Landes "Ursache für Freude und Zufriedenheit", so der Kardinal-Patriarch. Präsident Barham Salih habe ihn sofort angerufen und um nähere Details ersucht, die organisatorische Maschinerie für den Besuch des Papstes habe sich bereits in Bewegung gesetzt.
In Erbil, wo Sako an der Amtseinführung von Regionalpräsident Nechirvan Barzani teilnahm, sei die Freude besonders groß gewesen. Es gebe heute im ganzen Irak mehr Ordnung und größere Einheit, betonte der Patriarch. Die Muslime, Sunniten wie Schiiten, seien glücklich über den bevorstehenden Besuch von Papst Franziskus, weil das Oberhaupt der katholischen Kirche zu den Herzen der Menschen spreche, "der einfachen Leute ebenso wie der politischen und religiösen Führungspersönlichkeiten".
Die Anwesenheit des Papstes im Zweistromland werde den Dialog vertiefen, wie er vor allem bei der Apostolischen Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate sichtbar geworden sei, und die "Brüderlichkeit in der Gestalt Abrahams" wie auch die "gemeinsame Zugehörigkeit zu Gott als dem Vater aller Gläubigen" stärken. Das Bild Gottes als des gemeinsamen Vaters werde auch die Muslime berühren. Sako betonte seine Hoffnung, dass der Besuch des Papstes auch viele aus dem Land Geflohene zur Rückkehr bewegen wird. Auf jeden Fall werde Papst Franziskus als einem "Mann des Friedens" im Irak eine "hervorragende Aufnahme" zuteil werden.
Der Bagdader Weihbischof Shlemon Warduni sagte im Gespräch mit "Vatican News": "Die Ankündigung des Papstbesuchs ist eine Nachricht voller Freude und Liebe. Sie zeigt wirklich die Güte, die Freundlichkeit des Papstes, der niemanden verlassen will, vor allem nicht diejenigen, die in Schwierigkeiten sind. Vielmehr will er sie ermutigen und ihnen helfen, damit sie ohne Zögern und mit ganzem Herzen vorwärts gehen können". Alle Besuche des Papstes seien wirklich "Quelle von Freude und Frieden".

Bei der Ankündigung seines Besuches hatte der Papst der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass sich im Irak nicht wieder die Spannungen entladen, die von den schwelenden regionalen Konflikten im Nahen Osten ausgelöst werden. "Es ist so, wie es der Papst gesagt hat", stellte Warduni fest: "Der Nahe Osten ist voller Schwierigkeiten, es fehlt der wahre Frieden. Aber wir warten auf den Frieden. Wir wollen den Frieden." Viele Dörfer und Städte seien nach wie vor zerstört. Auch aus diesem Grund würden große Hoffnungen auf den Besuch des Papstes als Aufruf zur Versöhnung für alle gesetzt: "Wir wollen, dass alles wiederhergestellt und gut gemacht wird, um in Frieden, Ruhe, Freundschaft und wahrer Liebe zu leben."

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Patriarch: Kirche im Irak verzichtet auf große Weihnachtsfeiern
  2. Bagdad: Weltmission-Gottesdienst von Ausschreitungen überschattet
  3. Von IS zerstörte Kirche wiedereröffnet
  4. Fünfter Jahrestag der IS-Invasion im Irak
  5. Schauplatz eines Tauziehens
  6. Irakische Regierung bereitet sich auf möglichen Papstbesuch vor
  7. Neuer Schub für Wiederaufbau in der Ninive-Ebene
  8. Irakischer Präsident Salih lädt Papst offiziell ein
  9. „Die theokratischen Regime müssen enden“
  10. Irak: Chaldäer-Patriarch Sako hofft auf Mosuls "Wiedergeburt"








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  3. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  4. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  5. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  6. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  7. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  8. Wegfall der 10-Quadratmeter-Regel pro Person - Maskenpflicht fast abgeschafft!
  9. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  10. Kardinal Müllers „Corona-Verschwörungstheorie“ im Kreuzverhör

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz