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„Warum nennen Sie Tobins Tweet ‚homosexuellenfeindlich‘?“

5. Juni 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Augsburger Theologe Johannes Hartl kritisiert Fake-News-Darstellungen des Portals der Deutschen Bischofskonferenz über Aussagen des US-Bischofs Thomas Tobin.


Augsburg-Bonn (kath.net) „Warum nennen Sie Tobins Tweet ‚homosexuellenfeindlich‘? Es ging um Teilnahme von Katholiken an Pride-Veranstaltungen. Und entschuldigt hat er sich auch nicht, sondern seine Position konkretisiert: Respekt für Menschen jeder sex. Orientierung, Kritik an besagten Veranstaltungen.“ Mit deutlichen Worten hat der Theologe Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg, auf Behauptungen des „offiziell nicht offiziellen“ Internetportals der Deutschen Bischofskonferenz, von der DBK mit jährlich 2 Millionen Euro gefördert, reagiert. Das Portal hatte in seinem Tweet behauptet, dass sich der US-amerikanische Bischof Thomas Tobin (Bistum Providence/US-Bundesstaat Rhode Island) nach einem Kommentar gegen LGBT-Veranstaltungen öffentlich auf Twitter entschuldigt habe. Der Titel des betreffenden Artikels lautet: „Sie seien ‚geliebte Kinder Gottes‘ - Bischof Tobin rudert nach homosexuellenfeindlicher Äußerung zurück“.

Entgegen der Behauptung des „Internetportals der katholischen Kirche in Deutschland“ (Selbstbezeichnung) steht keine Entschuldigung des Bischofs auf seinem Twitterauftritt. Es findet sich dort nur seine vielkommentierte Aussage vom 1. Juni: „Eine Erinnerung: Katholiken sollten nicht LGBTQ-„Pride-Monat“-Veranstaltungen unterstützen oder besuchen, wie sie im Monat Juni abgehalten werden. Diese fördern und ermutigen Aktivitäten, die dem katholischen Glauben und der katholischen Moral entgegenstehen. Sie sind besonders für Kinder schädlich.“


Auf der Bistumsseite hatte Bischof Tobin am nächsten Tag lediglich erläutert, dass er es „bereue“, mit seinen Bemerkungen eine derartige Kontroverse ausgelöst zu haben und dass er bedauere, dass sich manche aus den Reihen der Gay-Community davon angegriffen gefühlt hätten – beides sei nicht in seiner Intention gestanden. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, dass er auch vielfältige Unterstützung für seine Aussagen erhalten habe.

Weiter stellte der Bischof fest, dass er – genau wie die katholische Kirche – auch die Menschen der Gay Community „liebe und respektiere“. Menschen „mit gleichgeschlechtlicher Anziehung sind geliebte Kinder Gottes und sind unsere Brüder und Schwestern“.

Dann schreibt er in seiner sorgfältig abgewogenen Stellungnahme wörtlich: „Als katholischer Bischof bin ich jedoch vor Gott verpflichtet, die mir anvertrauten Gläubigen zu führen und den Glauben auch in sehr schwierigen und heiklen Fragen klar und mitfühlend zu lehren. Das habe ich immer versucht – zu einer Vielzahl von Themen – und ich werde dies auch weiterhin tun, wenn aktuelle Themen auftauchen. Ich hoffe, dass die Veranstaltung eine sichere, positive und produktive Erfahrung für alle wird, wenn sich die schwule Community an diesem Abend zu einer Kundgebung trifft. Wenn sie sich versammeln, werde ich für eine Wiedergeburt des gegenseitigen Verständnisses und Respekts in unserer sehr vielfältigen Gemeinschaft beten.

Alle diese Aussagen von Bischof Tobin entsprechen vollständig dem Katholischen Katechismus und der katholischen Lehre.

Bischof Thomas Tobin ist nicht identisch mit dem umstrittenen Kardinal von Newark, Joseph William Kardinal Tobin CSsR.

Link zum Original-Statement von Bischof Tobin auf der Seite des Bistums Providence: „Statement of Bishop Tobin on Pride“

Ursprünglicher Tweet von Bischof Tobin:


Tweet von katholisch.de mit Antwort von Dr. Hartl:


Foto oben: zur Dokumentation © katholisch.de/Twitter/Screenshot


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Lesermeinungen

 pjka 6. Juni 2019 

Fragwürdiges Portal

Dieses Portal hat mich ausgeschlossen weil ich darauf hingewiesen habe, daß 30 % der Pädophilen Opfer männlich sind und 97 % der Täter Männer. Homosexuelle sind mit nahezu 30 % und einem Anteil an der Bevölkerung mit homosexuellen Neigungen von etwa 3 % also 10x häufiger Täter. Das Zitieren dieser Fakten des Bundesamtes für STatistik reichte aus um mich als homophob auszuschließen. Eine Intervention beim Supervisor und der DBK blieb ohne Erfolg.


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 Elija-Paul 6. Juni 2019 
 

@ottokar

So ist es! Gerade an Pfingsten empfiehlt es sich um den Geist der Stärke zu bitten, denn er hat die Apostel fähig gemacht trotz Todesgefahr den Glauben zu verkünden. Zur rechten Verkündigung gehört auch die Benennung der Sünde, ob es den Mächtigen paßt oder nicht. Es ist ein Werk der Barmherzigkeit (Unwissende belehren), wenn wir die Menschen nicht in dem Irrtum belassen, daß die praktizierte Homosexualität akzeptabel sei, da Gott ja die Menschen lieben würde und Barmherzigkeit über allem steht. Der wahre Respekt vor dem Menschen verbietet es zuzuschauen, wie dieser sich selbst der Gnade beraubt, sein Menschsein im Lichte Gottes reifen zu lassen.
Natürlich sollen die Korrekturen in Liebe geschehen. Es reicht aber nicht aus zu sagen es ändert sich vieles, wenn wir die Homosexuellen als Kinder Gottes anschauen (P.Franziskus). Sie müssen auch wissen wie man als Kinder Gottes lebt und es tun. Wenn man ihnen helfen kann - wenigstens durch das Gebet - dann wäre dies ein wunderbares Werk!


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 lesa 6. Juni 2019 

Echte Liebe

Respekt, Hut ab vor diesem Bischof. Und danke an Herrn Hartl. Der Denkschwäche aufhelfen, die für alle heilsame Wahrheit in Liebe aussprechen, die Leute in ihrer Verantwortungs-und Entscheidungsfähigkeitz ernst nehmen, im Nebel der Dekadenz Orientierung schenken, dass nicht immer noch mehr in den Abgrund getrieben werden - sogar noch mit Hilfe von Christen - das ist echte Liebe.


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 ottokar 6. Juni 2019 
 

Zu Elija-Paul:

Wir müssen aufpassen: Es könnte uns bereits in Bälde vorgeworfen werden oder bei Strafe verboten werden, wenn wir dazu aufrufen für für Menschen zu beten, die von der Last der praktizierten Homosexualität betroffen sind. Für uns gläubige und kirchentreue Katholiken ist praktizierte Homosexualität eine schwere , gegen den Schöpfungsgeist verstossende Sünde. Vor dem Gesetz ist sie Normalität und wer dagegen spricht wird mindestens als homophob (menschenfeindlich) bezeichnet. Oder es wird gleich die Nazikeule geschwungen. In Frankreich ist es bereits strafbar zu verkünden Homosexualität sei therapierbar und Therapie anzubieten.Aber überall scheint es heute staatlich und gesellschaftlich verträglich für Homosexualität (LGBTQ)Werbung zu machen und damit besonders junge Menschen zu verführen.Es könnte uns bald passieren, dass wir als menschenfeindlich apostrophiert werden , wenn wir Ehebruch lauthals als schwere Sünde bezeichen.


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 Montfort 5. Juni 2019 

@bernhard_k - Homosexualität ist KEINE "Veranlagung" -

also keine genetische Sache -, sondern eine psychische Neigung bzw. ein Empfinden, das der KKK (Nr. 2357-2358) als in seiner Genese noch nicht wissenschaftlich geklärt, jedenfall aber "objektiv ungeordnet" bezeichnet, da es nicht auf eine gute, in der Schöpfungsordnung vorgesehene, sondern auf eine der Schöpfungsordnung widersprechende, also objektiv sündhafte Praxis hinorientiert ist.

Auch wenn die homosexuelle Praxis subjektiv nicht immer in gleichem Maß sündhaft ist, so ist doch die darauf hingeordnete homosexuelle Neigung immer objektiv ungeordnet.


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 bernhard_k 5. Juni 2019 
 

Unterscheiden ist wichtig ...

Gerade weil(!) Gott und die Kath. Kirche homosexuelle Menschen lieben, wollen sie auch, dass diese eben nicht sündigen, d.h., dass sie ihre Veranlagung (=keine Sünde) eben nicht praktizieren (=Sünde).


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 mirjamvonabelin 5. Juni 2019 
 

@Elija-Paul

Ich denke, sie haben recht.
Wir sollten homos zeigen das wir sie lieben wie alle Menschen aber gleichzeitig den Mut aufbringen ihnen zu sagen was wir von ihrem sexuellen Treiben halten.


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 Elija-Paul 5. Juni 2019 
 

Zuviel Honig!

"Ich hoffe, dass die Veranstaltung eine sichere, positive und produktive Erfahrung für alle wird, wenn sich die schwule Community an diesem Abend zu einer Kundgebung trifft."
Darf ich einmal fragen, was an solchen Veranstaltungen positiv werden soll, wenn diese Community die Propaganda ihres Lebensstiles als Programm haben? Ist das nicht ein wenig zuviel Honig, bei allem Respekt für die Haltung von Bischof Tobin. Ich meine man sollte eher dafür beten, daß die praktizierenden Homosexuellen ihre Verirrungen erkennen, heilen und einen Weg aus der Sünde finden. Das kommt für mich der Wahrheit näher!


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