Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. Der stumme Gott unserer Zeit
  4. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Realitätsverlust im Bistum Chur
  7. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

„Warum nennen Sie Tobins Tweet ‚homosexuellenfeindlich‘?“

5. Juni 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Augsburger Theologe Johannes Hartl kritisiert Fake-News-Darstellungen des Portals der Deutschen Bischofskonferenz über Aussagen des US-Bischofs Thomas Tobin.


Augsburg-Bonn (kath.net) „Warum nennen Sie Tobins Tweet ‚homosexuellenfeindlich‘? Es ging um Teilnahme von Katholiken an Pride-Veranstaltungen. Und entschuldigt hat er sich auch nicht, sondern seine Position konkretisiert: Respekt für Menschen jeder sex. Orientierung, Kritik an besagten Veranstaltungen.“ Mit deutlichen Worten hat der Theologe Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg, auf Behauptungen des „offiziell nicht offiziellen“ Internetportals der Deutschen Bischofskonferenz, von der DBK mit jährlich 2 Millionen Euro gefördert, reagiert. Das Portal hatte in seinem Tweet behauptet, dass sich der US-amerikanische Bischof Thomas Tobin (Bistum Providence/US-Bundesstaat Rhode Island) nach einem Kommentar gegen LGBT-Veranstaltungen öffentlich auf Twitter entschuldigt habe. Der Titel des betreffenden Artikels lautet: „Sie seien ‚geliebte Kinder Gottes‘ - Bischof Tobin rudert nach homosexuellenfeindlicher Äußerung zurück“.

Entgegen der Behauptung des „Internetportals der katholischen Kirche in Deutschland“ (Selbstbezeichnung) steht keine Entschuldigung des Bischofs auf seinem Twitterauftritt. Es findet sich dort nur seine vielkommentierte Aussage vom 1. Juni: „Eine Erinnerung: Katholiken sollten nicht LGBTQ-„Pride-Monat“-Veranstaltungen unterstützen oder besuchen, wie sie im Monat Juni abgehalten werden. Diese fördern und ermutigen Aktivitäten, die dem katholischen Glauben und der katholischen Moral entgegenstehen. Sie sind besonders für Kinder schädlich.“


Auf der Bistumsseite hatte Bischof Tobin am nächsten Tag lediglich erläutert, dass er es „bereue“, mit seinen Bemerkungen eine derartige Kontroverse ausgelöst zu haben und dass er bedauere, dass sich manche aus den Reihen der Gay-Community davon angegriffen gefühlt hätten – beides sei nicht in seiner Intention gestanden. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, dass er auch vielfältige Unterstützung für seine Aussagen erhalten habe.

Weiter stellte der Bischof fest, dass er – genau wie die katholische Kirche – auch die Menschen der Gay Community „liebe und respektiere“. Menschen „mit gleichgeschlechtlicher Anziehung sind geliebte Kinder Gottes und sind unsere Brüder und Schwestern“.

Dann schreibt er in seiner sorgfältig abgewogenen Stellungnahme wörtlich: „Als katholischer Bischof bin ich jedoch vor Gott verpflichtet, die mir anvertrauten Gläubigen zu führen und den Glauben auch in sehr schwierigen und heiklen Fragen klar und mitfühlend zu lehren. Das habe ich immer versucht – zu einer Vielzahl von Themen – und ich werde dies auch weiterhin tun, wenn aktuelle Themen auftauchen. Ich hoffe, dass die Veranstaltung eine sichere, positive und produktive Erfahrung für alle wird, wenn sich die schwule Community an diesem Abend zu einer Kundgebung trifft. Wenn sie sich versammeln, werde ich für eine Wiedergeburt des gegenseitigen Verständnisses und Respekts in unserer sehr vielfältigen Gemeinschaft beten.

Alle diese Aussagen von Bischof Tobin entsprechen vollständig dem Katholischen Katechismus und der katholischen Lehre.

Bischof Thomas Tobin ist nicht identisch mit dem umstrittenen Kardinal von Newark, Joseph William Kardinal Tobin CSsR.

Link zum Original-Statement von Bischof Tobin auf der Seite des Bistums Providence: „Statement of Bishop Tobin on Pride“

Ursprünglicher Tweet von Bischof Tobin:


Tweet von katholisch.de mit Antwort von Dr. Hartl:


Foto oben: zur Dokumentation © katholisch.de/Twitter/Screenshot


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  3. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  6. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  10. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz