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Der Wagemut, Gott als ‚Vater’ anzusprechen

22. Mai 2019 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus beendet die Katechesenreihe zum Vaterunser. Der Hauptakteur des christlichen Gebets: der im Herzen der Jünger wehende Heilige Geist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Röm 8,15).

Generalaudienz am Mittwoch der fünften Osterwoche. Papst Franziskus beschloss seine Katechesenreihe zum Vaterunser. Der Papst betonte: „Man kann sagen, dass das christliche Gebet aus dem Wagemut entsteht, Gott als ‚Vater’ anzusprechen“.

Hierbei gehe es nicht um das Aufsagen einer bloßen Formel, sondern um eine Familiarität mit dem Vater, den Jesus uns offenbare: „um eine Gotteskindschaft, an der wir durch die Gnade teilnehmen dürfen“.


In den Evangelien stoße man auf verschiedene Gebete, die Jesus an den Vater richte und in denen er das Vaterunser anklingen lasse, so beispielsweise im Garten Getsemani oder wenn er die Jünger zur Vergebung aufrufe, bevor sie zum Vater beteten.

Bei der Betrachtung des Neuen Testaments als Ganzes werde deutlich, dass der Hauptakteur des christlichen Gebets der im Herzen der Jünger wehende Heilige Geist sei.

Er mache uns fähig, als Kinder Gottes zu beten, die wir durch die Taufe wahrhaft geworden seien. So könne der Christ ausgehend von dieser Beziehung mit dem Vater in jeder Situation beten und dabei besonders auf die Psalmen zurückgreifen, aber auch auf die zahlreichen Gebete, die das menschliche Herz über die Jahrhunderte hervorgebracht habe.

„Erzählen wir dem Vater alles über uns“, so Franziskus, „aber auch über unsere Brüder und Schwestern, besonders die Notleidenden, auf dass niemand ohne Trost und ohne Liebe bleibe und wir im Vertrauen zum Vater wachsen“.

Am Ende der Katechese rief der Papst dazu auf, jenes Gebet Jesu zu wiederholen: "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen" (Lk 10.21)“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Theologiestudierenden der Universitäten Innsbruck und Salzburg. Bitten wir den Heiligen Geist, uns in unserer Beziehung zum himmlischen Vater zu führen und zu stärken, indem wir seinem göttlichen Sohn Jesus, dem Herrn, treu folgen.




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Lesermeinungen

 Alpenglühen 24. Mai 2019 

Wagemut? oder nicht eher liebendes Vertrauen?

Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb es „Wagemut“ erfordern soll, Gott auch als Vater anzusprechen. Christus selber hat doch seine Jünger gelehrt und aufgefordert, so zu beten. Mt. 6,9 ‚So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt,’…
Lk. 11,2 ‚Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.’….
Ich denke, es braucht eher Wagemut, Gott n i c h t auch als Vater anzusprechen.


1
 
 Gipsy 22. Mai 2019 

Jesus Christus hat es uns erlaubt

und es bedarf einer ganz großen Ehrfurcht, diese Erlaubnis anzunehmen.

ER hat Seinen Vater, mit dem ER ein EINS ist, uns auch erlaubt, diesen als Vater anzurufen..."Vater Unser".

Wer das nicht begreift, was uns Christen da geschenkt wurde, der begreift in diesem irdischen Leben , nichts mehr.


2
 
 Aegidius 22. Mai 2019 
 

Cool! Bei uns lernen schon die Kommunionkinder - völlig ohne Wagemut - daß Gott als "Gott, Vater und Mutter" anzurufen ist.


3
 

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