Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. „Gesellschaftliche Zeitbombe“: BKA-Studie warnt vor Radikalisierung junger Muslime in Deutschland

Auf dass uns vor Freude Tränen kommen

22. Mai 2019 in Jugend, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es ist traurig zu sehen, dass auch katholische Kreise vergiftet werden können durch eine Gesellschaft, die sich verstärkt einsetzt für den Machtkampf zwischen den Geschlechtern - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Dubravka Križić


Linz (kath.net)
Am Guthirtensonntag hat Papst Franziskus 19 Männer im Petersdom zu Priestern geweiht. Einige von den Neugeweihten sind gute Freunde von mir aus der Studienzeit. Es ist mir sehr ans Herz gegangen, an diesem Fest teilnehmen zu können und mitzuerleben wie viel unermessliche Freude darin liegt dem Herrn zu dienen. Bevor wir in den Petersdom eintraten, hat einer der Aufseher auf dem Petersplatz den vielen Pilgern und Touristen erklärt, dass die Basilika nicht besichtigt werden könne, denn heute fänden 19 Hochzeiten statt. Aus echter Vorfreude kamen diese Worte.

Es ist wahrlich eine Vermählung, dem Herrn sein Wort zu geben, gute Hirten zu sein für Seine Kirche und für die ganze Welt. Die Schwester einer der frisch geweihten Priester konnte sich die Tränen nicht zurückhalten. Sie sagte, sie hätte schon so lange sehnlichst darauf gewartet, dass ihr Bruder Priester wird. Dass uns vor Freude Tränen kommen – das ist wohl jene Tiefe, die direkt aus dem Herzen Jesu entspringt; das Herz nach dessen Abbild auch unser Herz geformt wurde. Nur selten sieht man solche Erfüllung und Hingabe, wenn man sich in der Welt so umschaut.

Vor lauter Sünde, hat die Welt vergessen erfüllt zu sein, sich hinzugeben – Gott zu lieben.
So geht man auch, in den Wochen nach Ostern, leicht der Versuchung nach wieder in alte Gewohnheiten zu fallen. Die intensiven vierzig Tage der Besinnung haben ihren Höhepunkt erreicht in Christi Auferstehung. Christus hat den Tod überwunden. Alles ist vollbracht. Was folgt nun nach diesem Sieg?


Der Mensch neigt dazu die Bedeutung und Größe dieses Sieges nicht vollkommen in sich aufnehmen zu können. Wir sind zeitliche Wesen, gebunden an die Unbeständigkeit des irdischen Lebens und können Ewiges irgendwie nur zeitlich aufnehmen (gut, dass wir Ostern jedes Jahr feiern!). Mit der Zeit dämpft sich die Euphorie des Sieges. Der Schmerz des Kreuzes ist gelindert. So geht die Tiefe und Ewigkeit dieser Freude manchmal mit der Zeit unter. Gewohnheit macht sich breit in unseren Herzen.

Die Welt ist erlöst. Und was nun? Was sollen wir jetzt tun?
Die Antwort auf diese Frage schenkt uns wohl das vor der Tür stehende Fest: die Kraft des Heiligen Geistes werden wir empfangen und Seine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde (vgl. Apg 1,8). Da haben wir noch ziemlich viel zu tun! Es ist unglaublich bedeutend und bewegend, dass Gott den Menschen dazu beruft in seiner eigenen Erlösungsgeschichte nicht passiv zu sein. Wir übernehmen eine Aufgabe, nicht alle die gleiche (!), aber mit gleichem Wert. In diesem Sinne „endet“ unsere Erlösungsgeschichte nicht mit der Auferstehung Christi, sie ist durch sie vollbracht, gleichzeitig aber beginnt sie mit ihr.

Das Ende der „Herr der Ringe“-Trilogie trägt in sich eine ähnliche Botschaft. Nachdem Frodo und Sam es gemeinsam schaffen das Böse (den Ring) nun endlich zu vernichten, schreibt Tolkien noch 100 weitere Seiten um die Geschichte zu Ende zu führen. Die Hobbits gehen zu all den Orten zurück, wo sie großes Leid und Schmerz erfahren mussten. Sie gehen zurück nach Hause, ins Auenland, wo Unordnung herrscht. Sie gehen zurück um Ordnung zu schaffen, um zu verkünden, dass der Krieg zu Ende ist. Manche literarische Werke sind niemals ausgeschöpft in ihrer Kapazität verinnerlicht zu werden.

Tolkiens Werke gehören sicherlich dazu. Wie so viele andere Künste kann Literatur durch Fiktion Wahrheiten verbildlichen und sie auf paradoxer Art und Weise dadurch realer machen. Mittelerde (so heißt die Welt in HDR) gibt es nicht wirklich, doch die Wahrheit die durch diese Geschichte vermittelt wird – die gibt es wirklich. Und der Mensch spürt das, auch jener der (noch) nicht an Gott glaubt. Nicht umsonst hat uns Gott die Fähigkeit gegeben Geschichten zu erzählen.

So endet die Erzählung nicht mit dem Sieg über das Böse – die wahre Geschichte, das echte Leben fängt erst mit ihr an. Christus hat das Böse schon besiegt! Wir sind hier um Dinge in Seinem Namen wieder auf den rechten Platz zu rücken, um zu verkünden, um Seine Zeugen zu sein.

Diese 19 neuen Priester haben Ihm das Wort gegeben für diese Welt, die vergessen hat Gott zu lieben, gute Hirten zu sein. Wir alle, die Kirche und die ganze Welt, brauchen gute Hirten. Neben ihnen braucht die Welt auch gute Mütter.

In letzter Zeit scheinen so manche katholische Frauen verwirrt zu sein über die Berufung zu der Gott das weibliche Geschlecht erkoren hat. Es ist in erster Linie traurig zu sehen, dass auch katholische Kreise vergiftet werden können durch eine Gesellschaft, die sich verstärkt einsetzt für den Machtkampf zwischen den Geschlechtern. Die Welt braucht Väter, die Richtung weisen und Grenzen setzen. Diese guten Hirten, die alles stehen und liegen lassen für ein einziges verlorenes Schaf. Und die Welt braucht Mütter, die sich um die Kinder Gottes kümmern; Mütter, die mit ihren zarten Herzen Mitgefühl und Fürsorge zeigen für das Leiden dieser Welt. Wer übernimmt denn diese kostbare und wichtige Aufgabe der Mutter, wenn Frauen nun eigentlich Väter sein wollen?

Wie unendlich und ewig die Gedanken Gottes sind, so sind auch unzählbar die Wege, die Er uns zeigt, wie wir Ihm dienen können. Das Leid und die Irrwege dieser Welt sind wirklich groß genug, so dass niemand zu kurz kommt, Sein Zeuge zu sein.

Letztendlich sind wir alle genau dazu berufen, Sein Licht zu tragen bis an die Grenzen der Erde damit alle ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu (vgl. Phil 2,10). Und an den äußersten Grenzen dieser Erde, am allerletzten Ende dieser Zeit wird Gott uns zu sich nehmen und alle Tränen von unseren Augen abwischen, bis auf jene die uns vor Freude kommen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  2. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  3. Brennt dein Herz noch für Gott?
  4. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  5. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  6. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  7. Gnade in jedem Augenblick
  8. Die Sehnsucht Christi nach dir
  9. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  10. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  6. Vom Elend der Fürbitten
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  9. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  12. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz