Login




oder neu registrieren?

Ein Hinweis: Die mobile Version von kath.net startet in einigen Tagen. Bitte noch um etwas Geduld!

Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  5. Weihwasser aus der Spritzpistole
  6. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  7. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  8. Die Schuhe sind längst zu klein
  9. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  10. Forscher warnen: 1,2 Millionen Kinder weltweit werden indirekt durch Corona sterben

Papst warnt vor 'Dikatur des Funktionalismus' in der Seelsorge

10. Mai 2019 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus bei Versammlung der Diözese Rom in der Laterankirche: Er kenne eine Diözese, die mehr Mitarbeiter hat als der Vatikan. Dort entfernten sich aber jedes Jahr immer mehr Menschen von Christus, weil man nach ausgewogener Funktionalität strebe


Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus warnt vor einer "Diktatur des Funktionalismus" in der Seelsorge. Wenn sich die Kirche heutigen Herausforderungen in einer Metropole wie Rom stellen wolle, dürfe sie nicht der "Sünde" verfallen, alles neu ordnen und schick gestalten zu wollen, sagte er am Donnerstagabend vor Priestern und anderen Mitarbeitern der Diözese Rom.

Er kenne eine Diözese - den Namen wolle er nicht nennen - "die mehr Mitarbeiter hat als der Vatikan", so der Papst. Dort entfernten sich aber jedes Jahr immer mehr Menschen von Christus, weil man nach ausgewogener Funktionalität strebe: "Sie sagen, sie hielten Synoden, aber sie reorganisieren nur - und damit kann der Heilige Geist nichts anfangen. Der Heilige Geist versteht keine Ausgewogenheit", so Franziskus unter spontanem Beifall.

Wichtiger sei es, auf den Schrei der Armen zu hören und die Kleinen ins Zentrum zu stellen. Oft kümmerten sich Seelsorger ausschließlich um "die paar Schafe, die es in der Gemeinde noch gibt - streicheln und verhätscheln sie", anstatt den vielen anderen nachzugehen, die sich längst entfernt hätten. Anstatt zu sehr auf Organisation zu setzen, seien "Mut und Freiheit" im Sinne der Seligpreisungen gefragt. Das spreche auch nicht glaubende Menschen an.

Als Ausgangspunkt für eine zeitgemäße Verkündigung empfahl Franziskus sein programmatisches Schreiben "Evangelii gaudium" von 2013. Den primären Impuls aber biete das Schreiben "Evangelii nuntiandi" von Papst Paul VI. von 1975; dies sei "das bisher wichtigste Dokument seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil". Es behandelt die Evangelisierung in der Welt von heute.

Zu Beginn der Versammlung hatten zwei Priester und ein Ehepaar von ihren Erfahrungen mit kirchlichem Leben in der Stadt Rom berichtet. "Rom ist Missionsland geworden", summierte ein Stadtpfarrer. Nötig sei dringend eine neue Art der Verkündigung. "Das Terrain ist dürr, wir kommen uns klein vor und jede Initiative erscheint unzureichend", so Mario Pecchielan, Pfarrer im östlichen Stadtteil Appio Latino. Die Zahl der Taufen gehe zurück, ebenso die der Firmungen, Eheschließungen und Berufungen. Der sonntägliche Gottesdienstbesuch sei auf 9 bis 10 Prozent gesunken.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 ThomasR 11. Mai 2019 
 

@Tonika

ich war noch nie mit der Relativierung des Glaubens durch Papst Franziskus konfrontiert.
Mit dogmatischen Faux pas dagegen schon.
Aber Glauben und Frömmigkeit haben oft Vorrang vor der Dogmatik.
Nur zwei Beispiele das Unbefleckte Empfängnis Mariens war in der Frömmigkeit bereits im 10 JHd. nachweislich vorhande-die dogmatische Anerkennung-das Dogma ist erst 1854 verkündet.Vergleichbar war der Umgang der Amtskirche mit der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel(Verehrung bereits in der Urkirche-dogmatische Anerkennung erst 1950)
Funktionalismus untermauert durch postmoderens Klerikalismus(verstanden als unbeschränkte Ausübung der Kirchenmacht und Anwendung der Kirchengewalt durch die Amtskirche gegen das Kirchenvolk führt zur Mehrung der Austritte und zum Untergang-Kirchenvolk wird auch nicht gefragt,ob es sich z.B. Pfarrverbunde oder Leitung der Pfarren durch Laien wünsche,ob sich den Ausbau der Bürokratie oder tatsächlich Zuwendung den Obdachlosen und schwangeren Frauen wünsche.


1

0
 
 Stefan Fleischer 10. Mai 2019 

Die Ausführungen unseres Heiligen Vaters

sind für mich zuerst einmal die Bestätigung dessen, was ich schon längst denke. Eine Kirche, welche verwaltet statt verkündet, hat ausgedient. Die Kirche muss sich wieder auf ihre Kernkompetenz besinnen, auf ihren eigentlichen Auftrag, nämlich Gott zu verkünden und Christus, unseren Herrn und Erlöser. Wir dürfen nie vergessen: «Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.» Wenn wir der Torheit, ja dem Ärgernis des Kreuzes ausweichen sind wir nicht mehr die Kirche Christi. Wenn wir den Menschen nicht mehr den Willen Gottes verkünden, sondern sie in ihrem Selbstverwirklichungswahn bestärken, suchen wir nicht mehr das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, sondern das Reich des Menschen. Wie soll uns so «alles andere hinzugegeben werden?»


4

0
 
 topi 10. Mai 2019 

Wieso kommt mir diese Diözese bekannt vor

In Deutschland sind oft ein Problem für die Evangelisation unter den Armen die "Funktionäre" in den Pfarreien bzw. den Gremien. Pfarrer brauchen Mut, um sich nicht von diesen Personen den Eifer abkaufen zu lassen. Darum, ihr Pfarrer, lasst euch vom Papst ermutigen den verloren Schafen nachzugehen und die 99 nicht zu verwöhnen (aus Angst vor ihnen?).


3

0
 
 Gandalf 10. Mai 2019 

@tonika

Vielleicht nicht mal sofort im 1. Beitrag auf den Papst losschießen, das wär mal der Wunsch zum Freitag ;-)


6

0
 
 Tonika 10. Mai 2019 
 

Die Dikatur des Relativismus des Glaubens,die der Papst vertritt, führt zum diesem Funktionalismus.


7

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Medien: Dank aus aller Welt für übertragene Papstmessen
  2. Exsul Familia – Wie Jesus Christus, zur Flucht gezwungen
  3. Die Berufung der Krankenpfleger, Krankenschwestern und Hebammen
  4. Merkel lädt Papst Franziskus nach Deutschland ein
  5. Papst ruft schwer an Corona erkrankten Bischof an
  6. Sonntag der Barmherzigkeit bei der heiligen Faustyna Kowalska
  7. Die andere Art der ‚Ansteckung’, die von Herz zu Herz übertragen wird
  8. Das Fest der Hoffnung
  9. Papst erinnert im leeren Petersdom an Tod Jesu
  10. Gründonnerstag in der Zeit der Seuche







Top-10

meist-gelesen

  1. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  2. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  3. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  4. Die Schuhe sind längst zu klein
  5. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  6. Österreichische Bischöfe restriktiver als von Regierung gefordert!
  7. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  8. Vom Lehramt längst beantwortet
  9. Weihwasser aus der Spritzpistole
  10. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US