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‚Avengers: Endgame’: Erster Marvel-Film mit ‚LGBT-Diversität’

1. Mai 2019 in Chronik, 1 Lesermeinung
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In einer kurzen Szene berichtet ein namentlich nicht genannter Mann von einem Rendevouz mit einem anderen Mann.


Hollywood (kath.net/LSN/jg)
„Avengers: Endgame“ ist der erste Film der Marvel-Studios, der eine homosexuelle Person zeigt. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich.

Nachdem der Schurke Thanos im Film „Avengers: Infinity War“ (2018) die halbe Weltbevölkerung ausgerottet hat, zeigt eine frühe Szene in „Endgame“, der inhaltlich daran anschließt, wie eine Gruppe Überlebender mit dem Verlust nahestehender Personen umgeht. Ein namentlich nicht genanntes männliches Mitglied der Gruppe erzählt von seinen ersten Rendezvous nach der Katastrophe und verwendet männliche Pronomen für seine Begleitung. Er war also offenbar mit einem Mann verabredet.


Die Figur wird im Film von Joe Russo, einem der beiden Regisseure, dargestellt. Russo sagt in einem Interview, es sei den Filmemachern wichtig gewesen, eine homosexuelle Rolle in einem der von ihnen produzierten Filme zu haben. Sie wollten dies unter anderem dadurch zum Ausdruck bringen, dass einer von ihnen die Person verkörpern würde.

LGBT-Aktivisten hatten seit Jahren gefordert, Homosexuelle und Transgender-Personen in Filmrollen darzustellen. Kevin Feige, der Chef der Marvel-Studios, hat dies auch seit Jahren zugesagt.

Für LGBT-Aktivisten ist die homosexuelle Figur im Film aber zu unbedeutend. Sie kritisieren, dass die Figur nicht einmal einen Namen habe, im Film nur kurz vorkomme und nur wenige Sätze zu sagen habe. Wäre es einer der „Avengers“ oder eine Person aus dem direkten Umfeld der „Avengers“ gewesen, hätte man wirklich von einer Darstellung Homosexueller in dem Film sprechen können, schreibt John Jirak von Comicbooks.com.

Der Film ist kommerziell sehr erfolgreich und wird auch von Filmkritikern durchwegs positiv beurteilt. Auch von konservativer Seite gibt es Lob für den Film, etwa von John Nolte von Breitbart.com. Der Film habe einiges zu sagen über Mitmenschlichkeit, Familie und Opferbereitschaft, schreibt er.

Das „Marvel Universum“ ist ein fiktives Universum, in welchem eine Rehie von mittlerweile 22 Filmen spielt. Diese basieren auf den Marvel Comics, in denen die Erlebnisse von Superhelden wie Captain America, Iron Man und anderen erzählt werden.



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Lesermeinungen

 PerryR 2. Mai 2019 

LGBT-isierung des Kinos

Es ist schade, war bis vor einigen Jahren ein großer Freund der Star Trek-Serien und Filme, beim letzten Film und bei der jüngsten Serie fing die "Gayfizierung" des Franchises ebenfalls an, was mich zum persönlichen Boykott veranlasste, Hollywood richtet sich selber zugrunde... Wenn man mal bedenkt, dass es in den 50ern teilweise noch aufwändige Bibel-Verfilmungen von dort gab, kann man heute wirklich von einem Sündenpfuhl sprechen.


3
 

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