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"Das Werk" wehrt sich erfolgreich gegen Wagner-Behauptungen

29. April 2019 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
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Katholische Gemeinschaft "Das Werk" wehrt sich mit Einstweiligen Verfügung gegen Arte-Dokumentation, gegen FAZ und den Deutschlandfunk - UPDATE von 13.00 Uhr: Umfassende Presseinfo der Gemeinschaft


Bregenz (kath.net)
Die katholische Gemeinschaft "Das Werk" hat sich mit einer Einstweilige Verfügung erfolgreich gegen eine Arte-Dokumentation über den vermeintlichen Missbrauch an Ordensfrauen durch Geistliche zur Wehr gesetzt und eine Einstweilige Verfügung gegen den Sender Arte, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Deutschlandfunk erwirkt. Das Landgericht Hamburg hat vergangene Woche eine Anweisung erlassen, nach der eine weitere Verbreitung der Dokumentation verboten ist. Dies berichtet "VaticanNews". Doris Wagner erhebt in der Doku laut dem "WERK" Vorwürfe, die laut der Gemeinschaft nachweislich falsch seien. Ein Sprecher verwies dazu auf Strafverfolgungsbehörden in Deutschland und Österreich, die nach Vergewaltigungsanzeigen Wagners 2012 keinen hinreichenden Grund für eine Strafverfolgung sahen.

UPDATE vom Montag, 13.00 Uhr

Die Gemeinschaft "Das Werk" hat am Montag auch eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der den gerichtlichen Verboten gegen unberechtigte Vorwürfe sexuellen Missbrauchs Stellung genommen wurde.

kath.net dokumentiert den Wortlaut:

In den letzten Monaten haben zahlreiche Medien Vorwürfe verbreitet, die Frau Doris Reisinger (ehemals Wagner) gegen zwei Priester unserer Gemeinschaft erhebt. Viele dieser Berichte waren vorverurteilend. Unsere Mitbrüder haben sich deshalb entschlossen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Landgericht Hamburg hat mittlerweile einstweilige Verfügungen gegen das Deutschlandradio ( Az. 324 O 64/19 ), gegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung ( Az. 324 O 68/19 und gegen ARTE-GEIE ( Az. 324 O 117/19 ) erlassen.

Durch diese ohne mündliche Verhandlungen ergangenen gerichtlichen Beschlüsse wurden auf Frau Reisinger zurückgehende Anschuldigungen untersagt, die von den genannten Medien ohne ausreichende Recherche kolportiert worden waren.

Bis auf ein von der FAZ anerkanntes Teilverbot sind diese Entscheidungen noch nicht rechtskräftig. Unsere Mitbrüder sind entschlossen, in anschließenden Klageverfahren Beweisaufnahmen über unwahre Vorwürfe der Frau Reisinger zu erzwingen. Die vom Deutschlandradio und ARTE angekündigten Rechtsmittel sind unseres Wissens aber noch nicht eingelegt worden.


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Lesermeinungen

 Fides Mariae 2. Mai 2019 
 

Richtig so,


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 mirjamvonabelin 30. April 2019 
 

@ThomasR "Was ist Wahrheit"

Es ist wichtig die Wahrheit herauszufinden,
aber in dieser medialen Schlammschlacht wird die Wahrheit immer noch mehr verdeckt.

Das ganze ist einfach peinlich und sollte nicht öffentlich detailliert diskutiert werden.

Ich möchte auch nicht das meine Sünden öffentlich ausgebreitet werden, von dem wird nix gut, da gehört schon meine Umkehr dazu und dazu kann mich niemand zwingen auch wenn er öffentlich davon erzählt. Da werd ich eher in Opposition gedrängt.


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 lesa 30. April 2019 

Gewissenssache

@girsberg 74: Sie bringen den Hinweis auf das Lamm ein, der sehr zu bedenken ist. Es dürfte allerdings Gewissenssache im je einzelnen Fall sein. Wenn Betroffene (Gemeinschaften)beten und aus Gehorsam gegenüber dem Hl. Geist agieren, kann beides dem Weg des Lammes entsprechen: schweigendes Ertragen der Verleumdung oder Aufdecken der Wahrheit. Da gibt es vielleicht eine ganz individuelle Berufung von Zeugnis-Geben. Wie gesagt zeigen das Beispiel des Hl. Paulus und die Apostelgeschichte, dass beides im Sinne des Reiches Gottes sein kann. Jedenfalls geht es hier auch um die Glaubenskongregation ...


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 Montfort 30. April 2019 

@Federico R. - Danke für Ihre Nachfrage!

Ich wollte damals Ihren, in Bezug auf die Reife von Klerikern und Ordensfrauen mir zu "gutgläubig" scheinenden Kommentar zurückweisen. Worin ich Ihnen voll zustimme, das ist Ihre Einschätzung des "eigentlichen Problems", "und das ist der moralische Verfall auf allen Ebenen und hat mit dem Zölibat rein gar nichts zu tun."

Eine Schwierigkeit scheint mir, dass die Medien bei oft ganz unterschiedlichen Fällen nicht unterscheiden zwischen gerichtlich gesicherten Anklagen, unbewiesenen Vorwürfen und Verleumdungen, sondern einfach alles in einen Topf werfen - gegen die angeklagte Kirche.

Tatsächlich gibt es Missbrauch in der Kirche (wenngleich in geringerem Ausmaß als in der übrigen Gesellschaft, in Vereinen und Familien, trotzdem tragisch und verletzend) - doch es gibt ebenso Verleumdung (von innen und außen).
Auch wenn Missbrauch eindeutig ist, gibt es keinen Grund, das nachfolgende Handeln des Opfers in allem für wahr und angemessen zu halten oder gar für sakrosankt zu erklären.


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 Federico R. 29. April 2019 
 

@Montfort

Werter Montfort, Ihren heutigen Beitrag hier habe ich mit Interesse, aber nicht ohne Verwunderung gelesen. Im kath.net-Artikel 67167, Überschrift: „Gründer der Johannesgemeinschaft soll Schwestern missbraucht haben“, erschienen am 6. März 2019, haben Sie mir ziemlich heftig widersprochen und mir vorgeworfen, ich hätte Ablenkungsmanöver betrieben. Ich zitiere Sie: „Das sind doch alles nur Ablenkungsmanöver ... Ja, das habe ich in Bezug auf Ihre Worte auch gedacht. Um Gottes Himmels Willen, schauen Sie sich doch erst die Arte-Doku an, bevor sie weiterreden. "Leider" ist sie im Wesentlichen glaubwürdig und deckt sich mit dem, was in kirchlichen Kreisen hinter vorgehaltener Hand schon seit Jahrzehnten berichtet wird.“ (Zitat-Ende).
Ich hatte mich im stillen gefragt (und tue es auch jetzt wieder), ob Sie meinen Kommentar damals falsch verstanden haben oder ob ich Sie seinerzeit missverstanden habe. Ich frage deshalb zurück, weil ich Ihre Kommentare eigentlich durchwegs schätze.


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 girsberg74 29. April 2019 
 

Im Prinzip Ja!

@winthir in Antwort auf @Gandalf:
„ich meine: Es ist überhaupt gut, wenn sich Menschen gegen falsche Anschuldigungen zur Wehr setzen.“

Ich stimme Ihnen zu, doch Priester scheinen in der Nachfolge Jesu eher dem Beispiel des Lammes zu folgen; Letzteres kann ich, entgegen meiner persönlichen Neigung, auch verstehen.


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 ThomasR 29. April 2019 
 

„Was ist Wahrheit?“ (Joh 18,38) Die Pilatusfrage betrifft auch

die Geschehnisse bei Das Werk fso.

Frau Wagner ist nicht der einzige ehemalige Mitglied von das Werk fso, der sich über das Werk fso beschwert (es gibt bei youtube auch einen Bericht eines ehemaligen Seminaristen vom niederländischen Fernsehen).

Die Vergewaltigungen finden meistens auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Im Fall von Frau Doris Reisinger/das Werk fso wissen letztendlich auch wir mit Sicherheit nicht, was im römischen Haus von das Werk fso vorgekommen ist/oder auch nicht?



„Was ist Wahrheit?“ (Joh 18,38)


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 winthir 29. April 2019 

"Es ist gut, wenn sich Priester gg. falsche Anschuldigungen zur Wehr setzen!"

schrieb Gandalf.

ich meine: Es ist überhaupt gut, wenn sich Menschen gegen falsche Anschuldigungen zur Wehr setzen.


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 Cosmas 29. April 2019 
 

Ich sehe diese Geschichte als Vernebelungsaktion vor der Mißbrauchssynode

Der Zeitpunkt dieser Sendung war sicher kein Zufall. Vor der Synode wurden die Stimmen immer lauter, in Rom müsse das Thema Homosexualität unbedingt auf den tisch, da ca. 80 % aller Mißbrauchsfälle damit in Zusammenhang stehen. Ausgerechnet in diesem Moment wurde durch diese Sendungen das Thema "Mißbrauch von Schwestern, usf. " - mit Schönborns Hilfe - lanciert und auch medial aufgegriffen. Plötzlich war das Homo-thema weg und in Rom wurde nur mehr vom Kindesmißbrauch gesprochen - und auch da nichts Neues, wie man weiß.


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 Andrzej123 29. April 2019 
 

ja heißt nein!

(versehentlich zuvor unter "Marienrelaunch" gepostet.)

ja heißt nein!
Da jeder Mann über "strukturelle Macht" verfügt, sagen Frauen oft ja, wenn sie nein meinen. Frauen, die meinen "Männer verführen" zu wollen, sind für jeden erkennbar zusätzlich in einem "nicht einwilligungsfähigen Zustand".
Es liegt also in jedem Fall eine Vergewaltigung vor, ggf. noch in "besonders schwerem" Fall.
Nur ein in vitro gezeugtes Kind ist gesichert nicht durch Vergewaltigung entstanden.
Ich denke, so ist es "Konsens" seitens 97% der Genderwissenschaftler*innen.
Nichtwissenschaftler sind nicht befugt, diese "neuen Erkenntnisse" der "Humanwissenschaften" in Frage zu stellen!
Gerichte müssen sich mit den neuen Erkenntnissen vertraut machen.
Kd. Schönborn ist insofern begrüßenswerter Weise auf der Höhe der Zeit.


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 Montfort 29. April 2019 

@Scheinfrager - Übrigens sagte Kardinal auf die beharrliche Frage von Frag Wagner

NICHT: "Ich glaube Ihnen.", SONDERN NUR: "Ich glaube Ihnen DAS, ja, ja."

Und es stimmt: Die anschließende Reaktion wirkt wie ein Theater, dann geht sie schnell zum nächsten Thema über, um auch dieses noch "an den Mann zubringen".

Schrecklich, dass dieses "Gespräch" auch noch einen Preis erhalten hat... aber so ist das im öffentlichen "Theater".


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 lesa 29. April 2019 

Im Sinne des Hl. Paulus

@Gandalf: Ja, das ist gut und notwendig.


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 Mysterium Ineffabile 29. April 2019 

Schönborn

Nun ja, wer jetzt natürlich besonders dumm dasteht, ist Kardinal Schönborn, der sich derart instrumentalisieren ließ. Wirklich schade für einen Kardinal.


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 Gandalf 29. April 2019 

Spannende Entwicklung!

Es ist gut, wenn sich Priester gg. falsche Anschuldigungen zur Wehr setzen!


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 girsberg74 29. April 2019 
 

Ohne Thema

@scheinfrager an @girsberg74 „ ...Aber man sollte da aufpassen; ---“

Sehr geehrter Scheinfrager: ich nehme Ihren vorsorglichen Einwand sehr ernst. Es geht mir nicht darum, ob die Frau „wahr“ oder „falsch“ spricht; es mag ja alles seine Richtigkeit haben – objektiv wie subjektiv. Ja, ich glaube sogar, dass es im Wesentlichen so war, wie sie sagt; mögliche psychodynamische Einflüsse mal beiseite gelassen.
Wenn ich dennoch sage, dass sie mich nicht überzeugt hat, so mag es daran liegen, dass ich mich frage, ob sie die Vorgänge zu verschiedenen Zeiten immer gleich bewertet hat.


6

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 mirjamvonabelin 29. April 2019 
 

Könnte es sein das Frau Wagner

einen solchen Geltungsdrang, Ruhmsucht usw. hat, dass ihr jeder Blick für Realität verloren gegangen ist?

Papier ist geduldig, jeder guter Schriftsteller schreibt so das wir es glauben, wenns noch so "fantastisch" ist.

Vielleicht fühlt sie sich verkannt in ihren Fähigkeiten und macht einfach Wirbel um ihre Person, ohne ein Schamgefühl.
Ein echtes Opfer schämt sich über Vergewaltigung zu reden.

Ihr Tun empfinde ich verwerflich


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 scheinfrager 29. April 2019 
 

@girsberg74

Habe eine Doku gesehen, wo sie mit Kardinal Schönborn spricht.

Wenn ich mich richtig entsinne, gibt es eine kurze sichtbare Reaktion bei ihr, als der Kardinal sagt, dass er ihr glaube.

Diese Reaktion wirkte auf mich seltsam, hat unschöne gedankliche Verbindungen zu anderen Dingen hergestellt; wirkte auch so, als wäre es ein Sieg für sie.

Aber man sollte da aufpassen; wenn einem Missbrauchsopfer jahelang nicht geglaubt wurde, dann ruft ein "Ich glaube Ihnen" natürlich Reaktionen hervor, die Außenstehenden seltsam vorkommen können.

Wers selber sehen will, da ab Minute 26 etwa:
https://www.youtube.com/watch?v=PfF_ArkQzFY


7

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 Rolando 29. April 2019 
 

Ein Erlebnis beim Marsch fürs Leben in Berlin

Ein Abtreibungsbefürworter gelangte in den Demonstrationszug der Lebenschützer, eine sehr lieber Mann suchte das Gespräch mit ihm, er hörte sich die Argumente ruhig an, sagte nichts, er sah nachdenklich aus. Dann strich ihm der Mann in lieber Geste mit dem Handrücken übers Gesicht, sofort brauste der Abtreibungsbefürworter auf, schrie, er wollte mich schlagen, er wollte mich schlagen, wir beschwichtigten ihn, er verließ den Zug. Es hatte keine Chance, da viele Zeugen es sahen. Aber so kann es gehen, wenn die falschen Leute die falschen Angaben verbreiten, gepaart mit Hass.


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 wedlerg 29. April 2019 
 

Und Schönborn gibt der Frau ein Forum

Damit ein Gericht eine EV erlässt, braucht es schon ziemlich eindeutige Hinweise. Frau wagner ist damit prima facie in keiner Weise als glaubwürdig eingestuft worden.

Sie hat auch bereits alle ordentlichen Prozesse bezgl. der angeblichen Missbrauchsvorwürfe verloren.

Und dennoch wird so in den Medien wie ein Popstar gefeiert (weil sie a la Relotius das sagt, was man hören will).

Und Kardinal Schönborn setzt sich mit ihr ins BR/ORF-Studie und sagt, dass er ihr glaube. So geht Wahrheitsfindung auf jeden Fall nicht.

Die größten Unwahrheiten über die Kirche haben in der Geschichte immer Leute verbreitet, die ein subjektives Problem hatten, das objektiv nicht haltbar war. Und dabei denke ich nicht nur an Luther, sondern an viele "Theologen" der Neuzeit.


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 girsberg74 29. April 2019 
 

Wenn das so bleibt,

wird den Medien ein "Schätzchen" fehlen.

Persönlich:
Ich habe diese - oder eine andere? - Dokumentation gemeinsam mit meiner Frau gesehen; Schönborn war in der Dokumentation mit dabei.

Ich kann nicht genau vermitteln, was ich sah, irgendein ein kurzer Ausdruck im Gesicht beim Sprechen?

Ich sagte darnach, dass diese Frau mich nicht überzeugt habe; meine Frau sah das erst etwas anders,kam aber Tage später von selbst auf das Thema zurück und stimmte mir nachdrücklich zu.

So weit als eine persönliche Anmerkung.


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 scheinfrager 29. April 2019 
 

@Willigis

Das stellen Sie denke ich etwas zu einfach dar.

Wer die EV erwirken will, muss das schriftlich tun.

Und muss in dieser schriftlichen Begründung darlegen, warum das der eigenen Ansicht nach zu untersagende Handeln der Gegenseite untersagbar sein sollte. Womit bereits ein Teil der Argumente vorgebracht werden müssen, um die es in der Hauptsache gehen wird.

Und wenigstens diese Begründung muss dem Gericht wenigstens schlüssig erscheinen und zwar soweit, dass ein Erfolg in der Hauptsache zumindest denkbar ist.

Dementsprechend wird die EV hier etwas enthalten haben wie:

Gegenseite behauptet Missbrauch in Orden (mit Verweis auf die Stellen der Doku)

Behauptung unwahr, da ... [Gründe, z.B. Stas konnten nichts finden]

Bei diesen [Gründen] hat "Das Werk" genug geliefert, damit ein Erfolg einer Klage zumindest möglich erscheint.

Man muss aber auch sagen: Dass Stas nichts finden konnten, heißt eventuell nur, dass eine Straftat nicht nachweisbar war. (steht aber in Einstellungsbeschluss)


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 Bernhard Joseph 29. April 2019 
 

@Willigis

Ihr Hinweis ist natürlich richtig, dass eine Einstweilige Verfügung nichts über den endgültigen Rechtsentscheid eines Gerichtes aussagt. Bei der EV überwiegt erstmal der generelle Schutzanspruch.

Bedenkt man aber, dass die Behauptung, das Berühren der Wange sei ein sexuelles Bedrängen gewesen, schon grotesk ist, dann darf man schon annehmen, dass auch in der Hauptentscheidung das Gericht hier den Schutz der Person vor die Meinungsfreiheit stellen wird.

Demnächst wird noch behauptet, dass ein freundlicher Händedruck des Priesters ein sexuelles Bedrängen darstelle.

Man darf auch annehmen, dass die Ordensgemeinschaft vor der EV juristisch sehr genau hat prüfen lassen, ob die Verfügung auch weiterhin Bestand haben wird. Aus genannten Gründen ist das anzunehmen.


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 Willigis 29. April 2019 
 

"Erfolgreich gewehrt"

Einstweilige Verfügungen sind, was ihr Name sagt: einstweilig. Es wird dabei immer bloß eine Abwägung getroffen:

- was ist, wenn die Vorwürfe stimmen?
- was ist, wenn die Vorwürfe nicht stimmmen?

Wenn man nun abwägt, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass im Fall 1 die Vorwürfe nach einer gerichtlichen Prüfung ohne Schwierigkeiten weiter verbreitet werden können.

Im Fall 2 dagegen entsteht durch sofortige Weiterverbreitung ein nicht wieder gutmachbarer Schaden.

Folglich fällt die Abwägung zugunsten einer Verfügung aus, weil das die Beklagte für den Fall, dass sie in der eigentlichen Auseinandersetzung (die noch folgt!) siegt, weniger einschränkt als im umgekehrten Fall.

Mehr heißt das nicht, insbesondere ist kein Urteil über die Sachfrage erfolgt.


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 amor crucificada 29. April 2019 
 

Aber dann bitte auch eine einstweilige Verfügung gegen die Bücher dieser Frau, zumindest wenn sie darin auch das "Werk" verleumdet.(Ich habe sie allerdings nicht gelesen)


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