Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  8. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  9. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  10. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen
  13. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung
  14. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime
  15. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck

Puccinis ‚Turandot’ und das österliche Triduum

26. April 2019 in Kultur, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auf den ersten Blick scheint Puccinis Oper wenig mit dem Leiden Christi und der Erlösung zu tun zu haben. Eine tiefere Analyse zeigt aber erstaunliche Gemeinsamkeiten, schreibt Paul Joseph Prezzia.


Scranton (kath.net/jg)
Die Oper „Turandot“ des italienischen Komponisten Giacomo Puccini weist interessante Parallelen zum Leiden Christi und der Erlösung durch dessen Liebe auf. Paul Joseph Prezzia hat die 1926 uraufgeführte Oper für das CRISIS Magazine analysiert. (Link am Ende des Artikels)

Auf den ersten Blick scheine die Oper wenig mit Leiden, Tod und Auferstehung Christi zu tun zu haben, stellt Prezzia einleitend fest. Die Hauptperson Calaf, ein tatarischer Prinz, verliebt sich in die ebenso schöne wie grausame chinesische Prinzessin Turandot. Ihr Charakter spielt für ihn keine Rolle.

Calaf verlässt dann auch noch seinen alten Vater, der seine Unterstützung brauchen würde, um die drei Rätsel der Prinzessin zu lösen. Turandot hat bekannt gegeben, dass sie den fürstlichen Bewerber heiraten wird, der ihre Fragen richtig beantworten kann. Macht er einen Fehler, ist er zum Tode verurteilt.


Eine genauere Betrachtung zeige hier eine Gemeinsamkeit mit einigen Darstellungen der Liebe in der Bibel, fährt Prezzia fort. Das Alte Testament drücke die Liebe zwischen Mann und Frau oft mit Begriffen der Schönheit aus. „Schön bist du meine Freundin, ja, du bist schön“, heißt es im Hohelied (Vers 4,1).

Die in der Oper geschilderte Situation erinnere ihn auch an die – wörtlich – „rätselhafte“ Liebe Christi zu uns Menschen, die wir seiner Liebe unwürdig seien und ihn so oft zurückweisen. „Wir alle haben indirekt geschrien: ‚Kreuzige ihn’ während er uns mit seiner wunderbaren Lehre und seinen Wundern umworben hat“, schreibt Prezzia.

Ähnlich wie Christus sich in die Hand der Menschen gegeben habe, gebe sich auch Calaf in die Macht der Turandot und zwar gleich drei Mal. Er löst die drei Rätsel. Turandot versucht dann, von ihrem Gelübde befreit zu werden. Calaf will ihre Liebe gewinnen und nicht ihre Unterwerfung. Deshalb gibt er ihr sein Leben weitere zwei Mal in ihre Hand.

Am Ende der Oper gelingt es Calaf, Turandot für sich zu gewinnen. „Ich kenne den Namen des Fremden. Sein Name ist Liebe“, singt sie. Die Kehrtwendung der Prinzessin erscheine unrealistisch, gleiches gelte aber für die Bekehrung eines Menschen zu Christus am Ende seines Lebens. Es sei die bedingungslose Liebe Christi zu jedem Menschen, die solche Wunder möglich mache. Ähnlich sei die Liebe Calafs zu Turandot, der bereit sei, lieber zu sterben als die Prinzessin gegen ihren Willen zu heiraten.


Link zum Artikel von Paul Joseph Prezzia (englisch):

Glory to You, Love: Puccini’s Turandot and the Triduum


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Gandalf 27. April 2019 

sehr interessante KOmmentare hier! DANKE

Als Opernfan bin ich ja bemüht, bei kath.net ab und zu etwas unterzubringen, wenn es passend ist :-)
p.s. übrigens, wer am Marsch für das Leben in Berlin dabei ist, am Freitag davor läuft Zauberflöte im Berliner Opernhaus, wer da schon in Berlin sein sollte... man sieht sich :-)


4
 
 Diadochus 27. April 2019 
 

@gertrud mc, @Geroni

Ihre Kommentare sind beinahe interessanter als der Artikel selbst. Zusammengenommen haben Sie einen interessanten Einblick in die Oper Turandot gewährt. Ja, ja, die Liebe, sie ist unerschöpflich.


3
 
 gertrud mc 27. April 2019 
 

@Geroni

Danke, dass Sie an Liu erinnern.
Sie fehlt in der Analyse.
Man würde ihr, rein menschlich gesehen, Calaf mehr gönnen, sie würde ihn sich mehr "verdienen", weil sie ihn wirklich liebt und genau deswegen verzichtet.
Es irritiert zunächst, dass er sich so sehr Turandot zuwendet.
Aber sie braucht Calafs Liebe viel not-wendiger, weil sie erst dorthin geliebt und von ihrer tiefen Verletzung befreit werden muss, wo Liu schon ist.
An wen in der Bibel kann Liu erinnern?
Wer gibt aus selbstloser, demütiger Liebe
DEN ganz frei, damit er die erlösen kann, aus reiner Liebe, die es gar nicht verdienen?


4
 
 Geroni 26. April 2019 
 

Interessanter Kommentar!

Calaf: Fas Prinzip bedingungsloser Liebe, Christus ähnlich.
Was ist mit Liù, der Dienerin Calafs?
Sie gibt ihr Leben tatsächlich -aus wahrer, demütiger Liebe zu Calaf, also eine Märtyrerin?
Turandot aber, sie ist eine Verletzte, die das Schicksal ihrer Ahnin (Mißbrauch) trägt und sich nicht den Vielen - vielleicht der Vielgötterei?- überlassen will, die nur "ihr Bestes wollen". Nämlich das Reich, Geld und Macht. Turandot hat den Glauben an Liebe nie gekannt und Calaf lehrt es sie.


3
 
 gertrud mc 26. April 2019 
 

Genau das denke ich immer wenn ich diese Oper höre!

Calaf ist auch das Gegenstück zu Puccinis Pinkerton aus Madame Butterfly.
Der Prinz ist bereit eher für (die grausame) Turandot zu sterben, als sie zu zwingen.
Um sie aus ihrem inneren Gefängnis zur Liebe zu erlösen, während der Marineoffizier Pinkerton (die liebende) Cio-Cio-San seinem Egoismus opfert.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Musik

  1. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"
  2. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  3. Christlicher Prediger warnt vor neuem Taylor Swift-Album
  4. Familienmusical „Pauline – Mut verändert die Welt“ startet im April
  5. ‚Zwingt mich nicht, da hinunter zu kommen’
  6. "For God is with us"
  7. Christliche Country-Musikerin Loretta Lynn gestorben
  8. Erstmals christliches Musikfestival in Sanremo
  9. Beethoven war "religiös mit fast missionarischem Anliegen"
  10. "An erster Stelle in meinem Leben steht Jesus, meine große Liebe"






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  8. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  9. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  12. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  13. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz